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Aloe-vera-Gel selber machen – Ein natürliches Feuchtigkeitsserum

Die Aloe vera gilt als wahre Kultpflanze zur Herstellung von Naturkosmetik. Ihr Gel findet sowohl in Cremes und Gesichtsmasken als auch in Naturseife, Duschgels und Shampoo Verwendung. Dabei kann man Aloe-vera-Gel im Grunde auch ganz einfach selbst herstellen.

 

Das Gel der Aloe vera in der Haut- und Gesichtspflege

Die natürliche Hautpflege beschäftigt heutzutage immer mehr Menschen. Herkömmliche Kosmetik ist oft sehr stark durch künstliche und sogar gesundheitsschädliche Zusätze belastet. Reine Naturprodukte wie Aloe-vera-Gel versprechen hier eine preiswerte und zugleich auch hochwirksame Alternative.

Was das Gel der Aloe vera für die Hautpflege und hier insbesondere die Gesichtspflege so interessant macht, ist einerseits seine feuchtigkeitsspendende Wirkung, die speziell trockene Haut optimal pflegt. Das Hautbild lässt sich bei regelmäßiger Anwendung um bis zu 100 Prozent verbessern.

Darüber hinaus besitzt Aloe-vera-Gel sogar wundheilende Eigenschaften, die durch zahlreiche medizinische Studien belegt sind. Gerade Brandwunden, aber auch durch Infektionen und vorliegende Hauterkrankungen sowie wunde bzw. entzündete Haut sprechen laut Studienergebnissen hervorragend auf eine Behandlung mit Aloe vera an.

 

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Die gelhaltigen Blätter der Aloe vera

Aloe-vera-Gel – Die Heilkraft sukkulenter Blätter

Das Geheimnis der außergewöhnlichen Heilkraft von Aloe vera ist im Aufbau ihrer Blätter zu suchen. Diese dienen der Pflanze als natürlicher Feuchtigkeitsspeicher. Zu diesem Zweck sind Aloenblätter prall mit fleischigen Gelkammern gefüllt, die Feuchtigkeit für Trockenzeiten einspeichern.

Der Aufbau der Aloenblätter ist charakteristisch für sogenannte Blattsukkulenten. Zu diesen gehören übrigens auch heimische Gewächse wie die Hauswurz. Bei beiden Pflanzen reichert sich das feuchte Gel der Blätter mit wertvollen Inhaltsstoffen an, die dem Gel zusätzliche Heilwirkung bescheren. Im Falle der Aloe sind dies klassische Wirkstoffe zur Behandlung von Hautbeschwerden. Dazu gehören unter anderem:

  • Aloverose: Mono- und Polysaccharide wie die auch als Acemannan bekannte Aloverose verleihen Aloe-vera-Gel nicht nur seine gelartige Konsistenz. Darüber hinaus wirken sie auch feuchtigkeitsspendend und zellregenerativ auf die Haut.
  • Aminosäuren: Als Grundbausteine von Strukturproteinen der Haut unterstützen die Aminosäuren der Aloe vera die Zellregeneration und Zellerneuerung der Haut. Sie tragen somit aktiv zum verbesserten Hautschutz bei.
  • Salicylsäure: Gilt als einer der wichtigsten Wirkstoffe in der Hautpflege und Dermatologie. Salicylsäure ist dazu in der Lage, die Talgdrüsen zu entleeren und wirkt obendrein auch entzündungshemmend.

Die genannten Wirkstoffe der Aloe vera sind nicht nur kostbare Zutaten für Naturkosmetik zur Haut- und Gesichtsreinigung. Ebenso werden sie standardmäßig in medizinischen Salben und Präparaten zur Behandlung von fettiger Haut, trockener Haut, Akne und chronischen Hautkrankheiten wie Schuppenflechte oder Neurodermitis verarbeitet. Ideal also für eine sanfte Kur zur Stärkung der Hautgesundheit.

 

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Übrigens: Man kann das Gel der Aloe vera zur Gesichtspflege einfach aus einer Pflanze in eigener Zimmerkultur gewinnen

Rezept für Aloe-vera-Gel

Die Herstellung von Aloe-vera-Gel ist eigentlich recht simpel. Man entnimmt einfach ein gut entwickeltes Aloenblatt an der Basis der Pflanze und schneidet es der Länge nach auf.

Das Gel lässt sich dann mit einem Löffel oder Küchenmesser einfach aus dem Blatt schaben. Alternativ dazu könnt Ihr das Aloenblatt auch mit einem Gemüseschäler schälen und dann das Mark klein schneiden, zerdrücken oder pürieren.

Wichtig: Aloe-vera-Gel ist im natürlichen Zustand nur ein paar Tage im Kühlschrank haltbar, bevor es an der Luft oxidiert und braun wird. Man sollte daher immer nur so viel Gel entnehmen, wie benötigt wird und dieses dann schnell verarbeiten. Bleibt etwas vom Aloenblatt übrig, kann man es aber problemlos mehrere Tage bis Wochen im Kühlschrank lagern.

 

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Ernte erfolgt wie bei einer Vanilleschote: Einfach aufschneiden und ausschaben | © Das Grüne Archiv

Verwenden kann man das Aloe-vera-Gel anschließend auf sehr unterschiedliche Weise. Manche nutzen es als Zutat für eine pflegende Tagescreme oder eine Gesichtsmaske. Andere stellen in Kombination mit Salz oder Zucker ein natürliches Gesichts-Peeling her.

Ein besonders einfaches Rezept ist Aloen Reinigungsgel mit Zitrone. Der Zitronensaft wirkt ebenfalls reinigend und desinfizieren auf die Haut. Zudem fungiert er als natürliches Konservierungsmittel, wodurch das Gel etwas länger haltbar wird. Zur Herstellung und Anwendung geht Ihr wie folgt vor:

  • Vermischt das Gel aus 1 Blatt der Aloe vera mit dem Saft einer Zitrone.
  • Wer möchte, kann das Gel anschließend noch pürieren, um grobe Gelstückchen zu zerkleinern.
  • Reibt Euer Gesicht mit dem Reinigungsgel ein und lasst es etwa 15 Minuten lang einwirken.
  • Danach könnt Ihr es einfach unter lauwarmem Wasser abwaschen.

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