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Giftkräuter, Giftpflanzen, Pflanzengifte
Giftkräuter waren in der Kräuterkunde nicht immer als solche definiert. Einige Giftpflanzen wurden früher sogar als Heilpflanzen benutzt. Manche davon sind noch heute unter strengen medizinischen Auflagen als Wirkstoffquellen in Gebrauch. Ebenso sind verschiedene Giftpflanzen nach wie vor beliebte Zierpflanzen im Garten. Allerdings sollte man privat unter ausreichenden Sicherheitsvorkehrungen mit Giftkräutern hantieren. Zu leicht kommt es zu einer Überdosis und daraus resultierenden Vergiftungen, die im schlimmsten Fall tödlich enden können.

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Was Giftpflanzen so gefährlich macht, sind in vielen Fällen Pflanzengifte aus der Gruppe der Alkaloide, Glycoside, Saponine oder Polyine. Auch einige Terpene gelten als schwach giftig bis giftig. Das Problem an besagten Toxinen ist, dass manche von ihnen in schwacher Dosierung eine heilsame Wirkung entfalten, bei Überdosierung jedoch giftig sind. Bestes Beispiel hierfür sind die sogenannten Herzglycoside, die sich unter anderem in Giftpflanzen wie dem Fingerhut, Adonisröschen oder Oleander finden. Moderat dosiert werden die herzwirksamen Glycoside dieser Pflanzen zur Behandlung von Herzbeschwerden eingesetzt. Eine Überdosis führt dagegen zu neben Vergiftungserscheinungen wie Sehstörungen, Übelkeit und Erbrechen auch zu lebensbedrohlichen Symptomen, darunter Herzbeschwerden, Kreislaufversagen und anaphylaktischer Schock.

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Untig zu erwähnen, dass im Umgang mit Giftpflanzen äußerste Vorsicht geboten ist. Vor allem Kinder müssen unter allen Umständen von Giftkräutern ferngehalten werden. Pflanzen sollte man schöne aber giftige Pflanzen im Garten nur außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren. Und bei Pflegemaßnahmen und Pflanzungen sollten Gärtner stets Schutzhandschuhe tragen.

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