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Zimmerpflanzen, Indoor-Pflanzen, Zimmerpflanzenkultur

Zimmerpflanzen

Auf einer lichtumspielten Anhöhe hinter dem Pflanzenarchiv liegt ein gar majestätischer gläserner Bau, dessen Bewohner recht exotisch anmuten. Ein Blick durch die riesigen Fensterscheiben verrät, dass es sich hierbei wohl um ein Tropenhaus handelt, in dem ein Sammelsurium an Zimmerpflanzen munter vor sich hinwuchert. Das Tableau in deiner Hand leuchtet unter kurzem Läuten hell auf, als du dich der Eingangspforte näherst und auf dem Kristallbildschirm erscheint folgender Index:

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Die Welt der Zimmerpflanzen

Ein Leitfaden zur Kultur von Zimmerpflanzen

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Zimmerpflanzen: Wuchsformen und Besonderheiten

Zimmerpflanzen sind Tropenpflanzen | Pflanztöpfe – Formen und Standardgrößen | Kultur von Zimmerpflanzen – Infos und Tipps

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Noch mehr Lesestoff für Zimmerpflanzenliebhaber offenbart das Pflanzenglossar des Kulturratgebers:

 

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Zimmerpflanzen: Wuchsformen und Besonderheiten

Der Welt der Zimmerpflanzen ist eine vielseitige. Gerade Liebhaber exotischer Pflanzen werden hier sicher fündig. Bei geschickter Pflanzenwahl kann man die eigenen vier Wände dank Indoor-Kultur im Handumdrehen in einen grünen Indoor Dschungel verwandeln.

Wie Freilandpflanzen lassen sich auch Indoor-Pflanzen nach ihrer Wuchsform unterscheiden. Es gibt unter ihnen sowohl Blumen und Stauden als auch Bäume und Sträucher. Als meist tropische Sonderform kommen außerdem Lianen, Palmen und Sukkulenten hinzu.

Gerade Lianen und Kletterpflanzen wie Efeu, Efeutute und Philodenron eignen sich wunderbar zur Ausgestaltung eines Indoor Dschungels, da sich ihre Triebwinden herrlich an Wänden, Schränken und Treppen herabschlängeln. Kleinwüchsige Stauden und Blumen wie Orchideen, Begonien oder Grünlilien sind wiederum eine schöne Pflanzidee für Sideboards, Tische und Regale.

 

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Kult-Zimmerpflanze schlechthin: die Efeutute | © Das Grüne Archiv

Für Bodenstandorte sind hingegen großwüchsige Sträucher, Bäume, Palmen, größere Kletterpflanzen und einige Riesenstauden wie geschaffen. Schöne Beispiele sind diesbezüglich Benjamin, Ficus, Bergpalme und Fensterblatt. Der niedere Standort erlaubt es ihnen, ihre Wuchshöhe im Raum voll zu enthalten. Zudem lassen sich durch die Platzierung am Boden auch Pflegeschritte an den vergleichsweise großen Pflanzgefäßen leichter durchführen.

 

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Zimmerpflanzen sind Tropenpflanzen

Bei Zimmerpflanzen handelt es sich im Großteil aller Fälle um Tropenpflanzen, die dank Zimmerpflanzenkultur selbst im hohen Norden ein neues Zuhause finden. Wegen ihrer tropischen Herkunft sind viele von ihnen in Mitteleuropa nicht ausreichend winterhart. Anstatt im Freiland müssen sie daher im Zimmer kultiviert werden.

Hier lassen sich die Standortbedingungen von Tropenpflanzen dann auch deutlich leichter nachahmen als es im Freiland gemäßigter Klimazonen möglich ist. Dabei ist für die Kultur auf folgende Kriterien zu achten:

  • angemessenes Standortklima: Ein Zimmerstandort lässt sich dank Temperaturkontrollen wie Klimaanlage oder Zimmerheizung selbst im Winter perfekt an die Bedürfnisse der Zimmerpflanzen anpassen. Ergänzend dazu gibt es Kulturoptionen wie ein Terrarium oder die Hydrokultur, die weitere Klimamodifikationen erlauben.
  • angemessener Standortboden: Viele Zimmerpflanzen stellen sehr spezielle Ansprüche an das Pflanzsubstrat. Dieses lässt sich im Topf oft auch sehr individuell zusammenstellen. Darüber hinaus besitzen Pflanzentöpfe einen verbesserten Wasserablauf, was zahlreichen, gegen Staunässe empfindlichen Zimmerpflanzen zugute kommt.
  • angemessene Pflege: Auch in Sachen Pflegemaßnahmen haben viele Zimmerpflanzen diverse Extrawünsche. Sei es nun das Bedürfnis nach Spezialdünger, einem leichter Sprühregen für feuchtigkeitsliebende Blätter, Wuchs- und Kletterhilfen für Rankentriebe, oder einfach einem sorgfältigem Ausputzen der Pflanzen zur Vermeidung von Krankheiten. Es gibt viele Pflegeschritte, die sich bei einer Zimmerkultur im Topf leichter auf die individuellen Ansprüche der Zimmerpflanzen abstimmen lassen.

 

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Eine tropische Blattschmuckpflanze als eine der beliebtesten Zimmerpflanzen überhaupt: Das Fensterblatt alias Monstera | © Das Grüne Archiv

Flora der tropischen Vegetationszonen

Tropenpflanze ist nicht gleich Tropenpflanze. Das wird spätestens dann ersichtlich, wenn man sich die verschiedenen Vegetationszonen der Tropen ansieht. Davon gibt es nämlich mehr als nur eine und nicht jede zeichnet sich durch grünen Tropenwald aus. Grob unterscheiden lassen sich diese Tropenzonen in Abhängigkeit von ihren jährlichen Niederschlagsmengen wie folgt:

  • Immerfeuchte Tropen: 9 ½ bis 12 humide Monate
  • wechselfeuchte Tropen: 3 bis 9 ½ humide Monate
  • trockene Tropen: 0 bis 3 humide Monate

 

Die Niederschlagsmengen in der Herkunftszone tropischer Pflanzen ist wichtig für die richtige Bewässerung bei Zimmerkultur. Außerdem sagt die individuelle Vegetationszone auch viel über die benötigte Luftfeuchtigkeit am Zimmerstandort aus.

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Pflanztöpfe – Formen und Standardgrößen

Je nach Wuchsform benötigen Zimmerpflanzen unterschiedlich große Pflanzgefäße. Die genaue Füllmenge der Töpfe ist hier entscheidend, denn sie verrät nicht nur, die Pflanzen bequem darin Platz haben. Darüber hinaus gibt das Fassungsvermögen eines Pflanztopfes auch darüber Aufschluss, wieviel Erde für das Eintopfen benötigt wird und wie hoch der Wasserverbrauch der Topfkultur einzuschätzen ist.

 

Topfwahl für die Indoor-Kultur richtet sich nach der Pflanze

Leider lassen sich für die exakte Füllmenge verschiedener Topfgrößen keine allgemeingültigen Normen festlegen. Denn während es für den Durchmesser von Topfrändern durchaus Standards gibt, variieren Höhe, Innendurchmesser und Durchmesser des Topfbodens je nach Hersteller stark.

Beispielsweise laufen manche Pflanztöpfe am Boden schmal zu und besitzen somit eine eher konische Form. Andere Töpfe weisen eine eher bauchige, ovale oder rundliche Form auf, wobei das Mittelstück des Topfes deutlich breiter ist als der obere Topfrand. Daneben spielt auch das Material eine wichtige Rolle. Bei Plastiktöpfen sind hier Innen- und Außendurchmesser meist nahezu identisch.

Anders sieht es bei Töpfen aus Keramik oder Stein aus. Die massiven Pflanzkübel haben in der Regel dickere Wände, weshalb sich das Fassungsvermögen nur schwer nach den Außenmaßen berechnen lässt.  Die nachstehenden Angaben zu Maßen und Füllmengen von Pflanzentöpfen sind daher nur ein ungefährer Richtwert.

 

Standard Topfgrößen für Zimmerpflanzen 

Außendurchmesser ØInnendurchmesser ØHöheFüllmenge
6 cm5 cm6 cm0, 125 l
8 cm7 cm7,5 cm0,25 l
10 cm9 cm9,5 cm0,5 l
12 cm11 cm11 cm1 l
14 cm13 cm12,5 cm1,5 l
16 cm15 cm14 cm2 l
18 cm17 cm16 cm2,5 l
20 cm19 cm18,5 cm3 l
22 cm21 cm20,5 cm4 - 5 l
24 cm23 cm21 cm6 - 7 l
26 cm25 cm21,5 cm8 - 9 l
28 cm27 cm24 cm10 - 12 l
30 cm29 cm26,5 cm13 - 15 l
32 cm31 cm28,5 cm16 - 18 l
34 cm33 cm30,5 cm19 - 21 l
36 cm35 cm32,5 cm22 - 24 l
38 cm37 cm34,5 cm25 - 27 l
40 cm39 cm36,5 cm28 - 32 l
42 cm41 cm38,5 cm33 - 35 l
45 cm42 cm40,5 cm40 - 45 l

 

Bäume brauchen als Gehölzriesen unter den Indoor-Pflanzen natürlich am meisten Platz und fühlen sich daher in großen Töpfen und Kübeln mit einem Durchmesser von 30 bis 45 cm am wohlsten. Eine Ausnahme bilden hier Bonsaibäume, die in kleineren, stark abgeflachten Bonsaischalen kultiviert werden.

Dabei sei erwähnt, dass die Anzahl an Bäumen für die Indoor Kultur stark begrenzt ist. Gerade heimische Baumarten gehen in Zimmerhaltung meistens ein. Das gilt auch für diverse Bonsaibäume, die trotz Topfkultur lieber im Freien stehen. Nur Bäume wie die Feige (etc.) fühlen sich auch an Zimmerstandorten wohl.

Die Mittelklasse der Zimmerpflanzen-Schwergewichte stellen Sträucher. Je nach individueller Wuchshöhe benötigen Sie ähnlich große Pflanzgefäße wie Bäume oder geben sich mit Mittelgroßen Töpfen um die 25 bis 28 cm Durchmesser zufrieden. Sträucher wie die Fuchsie wachsen zudem sehr ausladend. Sie benötigen daher ausreichend Freiraum am Stellplatz.

 

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Exoten, die Freiraum brauchen: Indoor-Gehölze wie Bonsaibäume benötigen einen ausreichend großen Topf und eine Stellfläche mit viel Platz | © Das Grüne Archiv

Deutlich genügsamer (auch in Sachen Pflege) sind die meisten Stauden, Blumen, Lianen und Sukkulenten. Sie geben sich in der Regel mit kleinen Töpfen zwischen 20 und 28 cm Durchmesser zufrieden. Das heißt aber nicht, dass sie nicht wachsen und gelegentlich umgetopft werden müssen.

Als Faustregel gilt hier: Ein Umtopfen ist angezeigt, sobald die Wurzeln einer Zimmerpflanze deutlich aus den Topflöchern oder über den Topfrand ragen.

 

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Zimmerpflanzenkultur – Infos und Tipps

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Zimmerpflanzen zu kultivieren. Die einfachste Möglichkeit ist es natürlich, die Pflanzen im Pflanzenhandel zu erstehen. Der Vorteil hieran ist, dass im Handel oftmals spezielle Züchtungen von Tropenpflanzen erhältlich sind, die sich in der Zimmerkultur besonders bewährt haben.

Alternativ zum Kauf ist auch die Aussaat tropischer Pflanzensamen denkbar. Es sei jedoch erwähnt, dass die Anzucht einiges an Geschick erfordert und gerade exotische Jungpflanzen sehr empfindlich auf Pflegefehler reagieren. Ähnlich sieht es mit der Hydrokultur von Indoor-Pflanzen aus, die gemeinhin etwas Übung bedarf.

Besser ist es da, neue Zimmerpflanzen über Ableger oder Stecklinge zu ziehen. Ganz nebenbei bemerkt, ein beliebter Sport unter Zimmerpflanzenbesitzern, die auf diese Weise gerne seltene Exemplare untereinander tauschen oder sogar verkaufen.

 

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Die Pflegeleichten: Grünlilien gehören zu den beliebtesten Indoor-Pflanzen für Anfänger, weil sie praktisch unkaputtbar sind | © Das Grüne Archiv

Standortwahl für Zimmerpflanzen

Entgegen weitläufiger Meinung ist ein Standort am Fensterbrett nicht für alle Indoor-Pflanzen empfehlenswert. Gerade dann, wenn das Fensterbrett auf der Südseite lokalisiert liegt, ist das Risiko von Brennschäden bei zahlreichen Pflanzen deutlich erhöht. Allenfalls Kakteen, Sukkulenten wie die Aloe oder der Geldbaum und sehr sonnenverwöhnte Tropenpflanzen wie Strelitzien und mediterrane Kräutersträucher kommen hier dauerhaft mit der extremen Sonneneinstrahlung zurecht.

Für die meisten Blattschmuckpflanzen bedeutet die pralle Sonne hingegen unnötigen Stress. Farne und Grünlilien bleichen in Folge zum Beispiel sehr schnell aus. Und auch Efeututen mögen direktes Sonnenlicht eher weniger. Immerhin stammen diese Zimmerpflanzen ursprünglich direkt aus dem tropischen Regenwald, wo sie im kühlen Schatten hoher Bäume wachsen. Im Zimmer stehen sie daher ebenfalls lieber etwas schattiger und sind somit eine ideale Lösung für lichtarme Räume.

 

Substratwahl für Zimmerpflanzen

Im Unterschied zu Gartenpflanzen reicht gewöhnliche Blumenerde als Substrat bei vielen Zimmerpflanzen nicht aus. Häufig werden ergänzend Spezialsubstrate wie

  • Kokosfasern,
  • Perlite,
  • Sand oder
  • Tongranulat

 

benötigt, um den Bedürfnissen der Pflanzen gerecht zu werden. Die Substrate verbessern zumeist die Bodendurchlässigkeit, was die Indoor Topfpflanzen vor Staunässe schützt. Perlite und Tongranulat dienen zusätzlich auch als mineralischer Langzeitdünger und Wasserspeicher. Es gibt noch einige weitere Spezialsubstrate für Zimmerpflanzen, die sehr gezielt auf die Wuchsformen spezifischer Pflanzenarten abgestimmt sind, darunter:

  • Akadama Erde
  • Kakteenerde
  • Orchideenerde
  • Sukkulentenerde

 

Während Kakteen-, Orchideen- und Sukkulentenerde selbsterklärend sind, verbirgt sich hinter Akadama Erde ein Spezialsubstrat für Bonsai Bäume, von denen einige ebenfalls auf beliebte Zimmerpflanzen sind. Zu nennen wäre hier insbesondere der Ficus, dessen Arten eine Vielfalt an unterschiedlichen Wuchs und Blattformen liefern.

 

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Hier ist Mischen angesagt: Das optimale Substrat für Zimmerpflanzen muss man häufig individuell zusammenstellen | © Das Grüne Archiv

Bewässerung von Zimmerpflanzen

Ein großer Nachteil von Zimmerpflanzen ist, dass sie im Vergleich zu Freilandpflanzen einen hohen Bewässerungsaufwand bedeuten. Da sie keine natürlichen Niederschläge erhalten, können sie ausschließlich manuell bewässert werden. Auch sind die Wasserspeicherkapazitäten im Topf stark begrenzt, weshalb deutlich öfter als im Freiland nachgegossen werden muss.

Einheitliche Gießintervalle gibt es für Indoor-Pflanzen aber nicht. Ein Fehler, den diesbezüglich viele Anfänger in der Zimmerpflanzenkultur machen ist es, alle Pflanzen am selben Tag zu bewässern. Doch wie schon bei den Substratvorlieben gibt es auch in Sachen Wasserbedarf sehr unterschiedliche Ansprüche.

Eine gute Orientierungshilfe kann in diesem Zusammenhang das natürliche Habitat der Pflanzen geben. So wachsen Kakteen beispielsweise vorwiegend and sehr trockenen, kargen Standorten mit wenig Niederschlag. Sie benötigen daher nur wenig Wasser.

Anders sieht es mit Zimmerpflanzen wie Grünlilien und Efeututen aus, die aus tropischen Feuchtgebieten stammen. Hier ist eine konstant frisch-feuchte Erde sehr wichtig. Zusätzlich freuen sich viele wasserhungrige Indoor-Pflanzen auch über regelmäßige Sprüheinheiten, die im Falle der Zimmerkultur die fehlende Luftfeuchtigkeit ausgleichen.

 

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