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Green Marketing, grüne Werbung, grüne Online-Werbung

Grüne Websites – Ideen zur Gestaltung grüner Inhalte im Netz

Das Internet grüner zu machen, ist inzwischen für viele Webseitenbetreiber und Blogger zur Herzensangelegenheit geworden. Dabei unterscheiden sich die Konzepte für grüne Websites aber deutlich von denen herkömmlicher Internetseiten. Denn grüne Grundsätze im Netz bedeuten mitunter nicht nur Chancen, sondern auch so manche Richtlinie. Ein paar nützliche Infos und Tipps zur Gestaltung grüner Netzinhalte.

 

Was sind grüne Websites?

Als grüne Websites werden zunächst einmal Webseiten definiert, deren Inhalte sich auf sogenannte Green Topics konzentrieren. Darunter versteht man im engeren Sinne Inhalte zu Umwelt und Nachhaltigkeit. Im weiteren Sinne gehören hierzu aber alle Themenwelten, die sich mit Natur beschäftigen. Demzufolge können grüne Webseiten unter anderem folgende Inhalte abdecken:

  • Bio-Lebensmittel und nachhaltiger Anbau
  • erneuerbare Energien (z.B. Solarenergie und Windkraft)
  • Garten, Gartenbau und Gartenfachhandel
  • Klima-, Arten- und Umweltschutz
  • Landschaftsgestaltung und Renaturierung
  • Naturheilkunde und pflanzliche Nahrungsergänzung
  • Naturkosmetik
  • Natururlaub
  • nachhaltige Textilien
  • ökologische Technologien (z.B. E-Autos)
  • Recycling und grüne Abfallwirtschaft
  • ressourcenschonender Möbelbau
  • Umwelterziehung

Fernab dieser einschlägigen Green Topics gibt es auch Webseiten, die auf den ersten Blick zwar nicht in dieses Konzept passen, durch besonderes Engagement im Klima- und Umweltschutz aber ein grünes Profil besitzen.

Finanziert eine Webseite zum Beispiel Umweltschutzprogramme oder setzt sich für nachhaltige Produktion ein, steigert sie dadurch ihren grünen Produkt- und Netzwert. Ausgedrückt wird dieser Wert durch verschiedene Siegel und Zertifikate zur Nachhaltigkeit. Um sie als Auszeichnung zu erhalten, werden Webseiten und Unternehmen einer eingehenden Prüfung durch die jeweiligen Zertifikatsanbieter unterzogen.

 

Grüne Websites, Green Technology, Green Computing, Green Webdesign
Mehr als nur ein grünes Image: Echte grüne Websites setzen auf grüne Technologien und bemühen sich um ökologische Lösungen für ihre Seiteninhalte

Ein besonderes Online-Zertifikat ist inzwischen das Climate Pledge Rating von Ecosia. Suchergebnisse zu den Webseiten von Unternehmen werden in der Suchmaschine mit einem Nachhaltigkeitsbadge angezeigt. So wissen Nutzer sofort, ob das Unternehmen seinem persönlichen Beitrag zum Erreichen der internationalen Klimaschutzziele gerecht wird.

 

Wissenswertes:

Die Klimaschutzziele wurden in der Vergangenheit im Rahmen zahlreicher Klimaschutzkonferenzen erarbeitet. Zwar lassen sie nach wie vor zu wünschen übrig, doch der internationale Tenor sieht eine globale Klimaneutralität bis spätestens 2050 vor. Leider zeichnen sich schon jetzt diverse Wortbrüche zum Klimaschutzversprechen seitens Regierungen und Konzernen ab. Eine kontinuierliche Überprüfung realisierter Maßnahmen beteiligter Akteure durch Klimaexperten ist daher zwingend erforderlich.

 

Grüne Websites – Echtes Engagement oder Greenwashing?

Während zahlreiche grüne Webseiten das Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz sehr ernst nehmen, gibt es leider auch viele Trittbrettfahrer und Seiten, die mit ein bisschen Greenwashing ihr Image aufpolieren möchten. Das gilt vor allem für Großkonzerne, die gerne mit Umweltschutzprojekten werben, in Wahrheit aber nicht so viel für Umwelt- und Klimaschutz tun, wie sie könnten.

In diesem Zusammenhang werden bereits einige wichtige Gestaltungselemente für grüne Websites wichtig. So sollte ein grüner Online-Shop zum Beispiel nachhaltige Versandoptionen anbieten, die eine klimaneutrale Zustellung von Paketen ermöglichen. Auch nachhaltige Verpackung und ressourcenschonende Produktionsprozesse gehören für einen echten grünen Online-Shop heutzutage eigentlich zum Standard.

 

Grüne Online-Shops, Eco Shopping
Für grüne Online-Shops praktisch Pflicht: nachhaltige Produktions-, Versand- und Verpackungskonzepte

Speziell bei Nahrungsergänzungsmitteln und Kosmetik spielen in Sachen Green Topics häufig Tierschutz und Bio-Produktion eine wichtige Rolle. Insbesondere Kosmetikartikel enttäuschen wiederholt durch künstliche Zusatzstoffe und Tierversuche in Tests zur Wirksamkeit und Verträglichkeit ihrer Produkte.

Nahrungsergänzungsmittel setzen wiederum zwar gerne auf pflanzliche Inhaltsstoffe, verwenden mitunter aber auch pflanzliche und tierische Zusätze, die nicht immer aus ökologischer Herstellung mit Bio-Qualität bzw. artgerechter Haltung stammen. Wer hier als grüner Website-Anbieter überzeugen möchte, sollte sich sowohl an nachhaltige als auch tierfreundliche Produktionsethik halten.

 

Mit Online-Kooperationen das grüne Netzwerk unterstützen

Partnerschaften und Kooperationen sind für grüne Websites eine einzigartige Chance, ihre Reputation, Reichweite und ihren Beitrag zur grünen Revolution im Netz gleichermaßen zu erhöhen. Die wichtigste Maßnahme hierzu stellt Green Marketing dar. Dabei handelt es sich um eine spezielle Form des Online Marketings, mit der gezielt grüne Inhalte promotet werden. Das können zum Beispiel folgende Angebote aus dem Bereich Green Topics sein:

  • Blogs oder Online-Magazine
  • Dienstleistungen
  • Events
  • Kampagnen
  • Produkte
  • Projekte
  • Studien

Ein schönes Beispiel dafür, wie so eine grüne Kooperation funktionieren kann, sind die Eco-Playlists von Stream by Stream. Sie stehen im Musik Streaming Dienst Spotify zur Verfügung und basieren auf einer Kooperation mit Musikern, die bereit sind, einen Teil ihrer Musik-Streaming-Einnahmen an Projekte zur Wiederaufforstung zu spenden. Im Gegenzug verhelfen die Eco-Playlists den Künstlern zu einem größeren Bekanntheitsgrad und ihre Musik wird öfter gehört.

 

Eco-Playlists von Stream by Stream

Leaf Divider

Ein innovatives Konzept für grünen digitalen Sound: Mit den Eco-Playlists von Stream by Stream können Musikfans ganz einfach nachhaltige Playlists in ihre grünen Websites einbinden.



Noch mehr Eco-Playlists gibt es im Spotify Profil von Stream by Stream.

 

Es sei erwähnt, dass grüne Online-Kooperationen gerade zu Beginn viel Eigeninitiative erfordern. Blogs, Portale und Online-Shops, die noch keine hohe Reichweite besitzen, werden von möglichen Kooperationspartnern selten ohne Hilfe im Netz gefunden. Um sie auf die eigenen grünen Inhalte aufmerksam zu machen, bedarf es schon der ein oder anderen persönlichen Anfrage.

Das Gute daran: Durch die Kontaktaufnahme mit möglichen Kooperationspartnern über Soziale Medien, Mailanfragen oder Telefonate lassen sich wunderbar Kontakte in der grünen Online-Szene knüpfen. So werden mit der Zeit auch andere potentielle Partner auf grüne Websites aufmerksam und die grüne Online-Community wächst. Außerdem dienen grüne Zusammenarbeiten im Netz häufig auch als Inspirationsquelle für neue Ideen und Konzepte.

 

Grüne Websites, Green Networking
Ohne sie geht es nicht: Um Teil der grünen Online-Community zu werden, ist Green Networking gefragt

Nützliche Tools und Gestaltungselemente für grüne Websites

Mit ein paar Naturbildern ist es auf einer grünen Website natürlich nicht getan. Was es braucht, sind gut ausgearbeitete Konzepte für Seiteninhalte und auch das ein oder andere nützliche Tool. Ein paar Ideen:

 

Energieeffizienz bei der Online-Arbeit

Das Betreiben einer Webseite frisst mehr Strom, als es zunächst den Anschein hat. Dabei gestaltet insbesondere der Betrieb von PCs, Laptops und Rechnern zur Erstellung von Inhalten sowie zur Administration der Seite deren Klimaprofil entscheidend mit.

Dementsprechend ist es wichtig, auf Energieeffizienz am Arbeitsplatz zu achten. Setzen Sie anstatt auf veraltete Computertechnik auf moderne Geräte mit guter Klimabilanz. Wer viel nachts arbeitet, sollte Energiesparlampen im Büro installieren. Darüber hinaus ist es ratsam, nach Möglichkeit einen Öko-Stromtarif zu wählen, der auf erneuerbare Energien setzt. Gegebenenfalls muss man hierfür den Stromanbieter wechseln.

 

Grüne Websites, Green Technology, Green Computing
Der Aufbau einer grünen Webseite beginnt schon bei der Auswahl der richtigen Technologie für die Online-Arbeit

Nachhaltiges Webdesign

Auch Dateigrößen, Farbverhältnisse, Seitennavigation, Skripte, Caching und Cookies können über die Klimabilanz einer Webseite entscheiden. In diesem Zusammenhang empfehlen sich folgende Maßnahmen, um das Seitendesign nachhaltiger zu gestalten:

  • Dark Mode optimieren: Layouts mit weißer Schrift auf dunklem Hintergrund sind stromsparender. Denn für die Darstellung jedes hellen Pixels muss von Rechnern mehr Energie verbraucht werden. Wer keinen vollständigen Dark Mode anwenden möchte, kann das Seitendesign zumindest durch dunkle Hintergründe nachhaltig optimieren.
  • Dateigrößen verkleinern: Das Laden großer Bilder, Animationen und Dokumente verbraucht logischerweise auch mehr Strom. Dabei bemerken Webseitenbesucher trotz einer Dateiverkleinerung um bis zu 40 Prozent meist kaum Qualitätsunterschiede. Bilder auf Webseiten sollten diesbezüglich eine Auflösung von maximal 1024 Pixel haben.
  • Quellcodes reduzieren: Zu viele Plugins und umfangreiche JavaScript- oder CSS-Protokolle sind ebenfalls sehr stromintensiv, weshalb man die Dateien so gut es geht komprimieren sollte. Es gibt inzwischen viele gute Software-Programme und auch Service-Anbieter zur Optimierung der Skripte, die bei der Komprimierung helfen können.
  • Cookies vermeiden: Tracking- und Analyse-Tools lassen sich auf Webseiten heutzutage kaum mehr vermeiden. Das gilt insbesondere dann, wenn man die Website monetarisieren möchte. Jedoch sollte man Nutzern zumindest die Option geben, unnötige Cookies zu deaktivieren, was die Nachhaltigkeit der Website zusätzlich verbessern kann.

 

Green Technology, Green Computing
Grün auf Schwarz passt eigentlich ganz gut und reduziert in Sachen Seitendarstellung auch gleich den Energieverbrauch

Nachhaltige Inhaltsrecherche

Wir haben sie im Grünen Archiv schon oft erwähnt und sie ist noch immer unsere favorisierte Suchmaschine für mehr Nachhaltigkeit bei der Inhaltsrecherche: die grüne Suchmaschine Ecosia. Jede Suchanfrage unterstützt hier ein Projekt zur Renaturierung und Wiederaufforstung. Grüne Websites können so praktisch während der Erstellung von Inhalten passiv neue Wälder pflanzen.

Wer seine Recherchezeit online und damit auch den Stromverbrauch während der Recherche insgesamt reduzieren möchte, kann außerdem öfter mal offline in Büchern recherchieren oder Interviews mit Experten durchführen. Das gibt oft exklusive Einblicke in einen Sachverhalt und ermöglicht dank Insider-Wissen bei neuen Seiteninhalten einzigartigen Mehrwert für die Leser.

 

Fazit

Grüne Websites zu erstellen, erfordert von Webmastern und Seitenbesitzern deutlich mehr Engagement als grüne Werbeslogans und visuelle Inhalte zu Green Topics. Denn wirklich grün ist eine Webseite nur dann, wenn sie sowohl in Sachen Firmenethik als auch bei der inhaltlichen Gestaltung der Seiteninhalte einen grünen Daumen beweist.

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