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Müsliriegel

Müsliriegel selber machen

Müsliriegel sind ein echter Powersnack in allen Lebenslagen. Sie eignen sich sowohl als Frühstückssnack als auch für ein leckeres Picknick oder Nachtisch einer Brotzeit. Dabei hat das Studentenfutter in Riegelform mehr als nur einen gesundheitlichen Vorteil.

Ein Erbe der Hippie-Bewegung

Die Geschichte der Müsliriegel ist eng mit der Entwicklung von Gesundheitsbewusstsein und der Nachfrage nach praktischen, nahrhaften Snacks verbunden. Die Ursprünge dieser beliebten Leckerei reichen bis in die 1960er Jahre zurück, als der Gesundheits- und Fitnessboom in den USA begann.

Ihre Wurzeln haben die leckeren Haferriegel in der Hippie-Kultur der 1960er und 1970er Jahre. Die Bewegung legte großen Wert auf natürliche Lebensmittel und gesunde Ernährung.

In dieser Zeit begannen viele Menschen, Haferflocken, Nüsse und Trockenfrüchte zu Hause zu mischen und in Riegelform zu backen, um einen nahrhaften Snack für unterwegs zu haben.

Diese selbstgemachten Riegel wurden oft als „Granola Bars“ bezeichnet, wobei „Granola“ ein Begriff war, der ursprünglich ein Frühstücksgetreide aus Hafer und anderen Getreidesorten beschrieb.

 

Hafer, Haferflocken, Avena sativa
Die wohl wichtigste Zutat in einem guten Müsliriegel: Haferflocken

Gesunde Zutaten für Müsliriegel

Letztendlich hängt der Gesundheitswert von Müsliriegeln stark von den gewählten Zutaten ab. Riegel aus Bio-Zutaten, glutenfreien Optionen und veganen Rezepturen wurden diesbezüglich im Laufe der Zeit immer wichtiger. Dabei kamen neben klassischen Varianten auch immer öfter Riegel mit Superfoods wie Chia-Samen und Quinoa auf.

Grundsätzlich enthalten Müsliriegel eine Vielzahl von nährstoffreichen Zutaten wie Haferflocken, Nüsse, Samen, Trockenfrüchte und Honig. Haferflocken, eine häufige Basis für Müsliriegel, sind reich an Ballaststoffen, Mineralstoffen und Vitaminen.

 

Getreide, Saaten und Nüsse

Haferflocken sind mit Abstand die wichtigste Zutat für Müsliriegel. Die löslichen Ballaststoffe im Hafer, auch bekannt als ß-Glucane, senken die Cholesterinwerte und verlangsame die Verdauung. Letzterer Effekt sorgt für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl, was helfen kann, Heißhungerattacken zu vermeiden und das Körpergewicht zu regulieren.

Für eine gesunde Diät sind Müsliriegel also wie geschaffen. Doch die Riegel können noch mehr, wenn man die richtigen Zutaten wählt. Beispielsweise stecken Nüsse und Samen voller Proteine und einer Vielzahl von Vitaminen und Mineralstoffen. Gerade der hohe Proteingehalt kann Sportlern beim Muskelaufbau helfen.

Walnüsse, Mandeln, Chia-Samen und Leinsamen enthalten ferner Omega-3-Fettsäuren, die entzündungshemmende Eigenschaften haben und das Herz-Kreislauf-System unterstützen. Darüber hinaus liefern sie Antioxidantien, die den Körper vor schädlichen freien Radikalen schützen.

Grundsätzlich eignen sich zahlreiche Getreideprodukte und Saaten für die Riegelherstellung. Neben Chia und Quinoa sei hier auch auf Kürbiskerne und Sonnenblumenkerne verwiesen.

 

Müsliriegel
Das Beste aus Haferflocken, Nüssen und Trockenfrüchten | © Das Grüne Archiv

 

Trockenfrüchte

Ähnlich wie in Proteinriegeln und Proteinbällchen werden zudem gerne Nüsse und Trockenfrüchte wie Rosinen, Cranberries und Aprikosen verarbeitet. Sie fügen den Riegeln nicht nur natürliche Süße hinzu, sondern sind auch reich an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen.

Die Trockenfrüchte fördern die Verdauung, unterstützen das Immunsystem und tragen zur allgemeinen Vitalität bei. Der natürliche Zucker in Trockenfrüchten liefert auch schnelle Energie, was sie zu einer idealen Zutat für einen Energieboost während des Tages macht.

 

 

Natürliche Süßungsmittel

Neben süßen Trockenfrüchten bieten auch Honig und andere natürliche Süßungsmittel wie Stevia in Müsliriegeln eine gesündere Alternative zu raffiniertem Zucker. Dennoch ist es mit Blick auf Kalorien wichtig, auf den Zuckergehalt zu achten. Veganer sollten anstatt zu Honig außerdem zu einer pflanzlichen Alternative wie Ahornsirup greifen.

 

Cranberry, Cranberries, Großfrüchtige Moosbeere, Kranbeere, Vaccinium macrocarpon
Ein echtes Highlight im Riegel: getrocknete Granberries stecken voller Antioxidantien und Vitamine und verleihen den Müsliriegeln auch gleich eine fruchtige Süße

Rezept für Müsliriegel

Müsliriegel mit Cranberries und Nüssen

Wir wählen für unsere Müsliriegel Haferflocken als klassische Basis. Zusätzlich geben wir noch ein paar Trockenfrüchte als fruchtige Komponente hinzu. Das Topping besteht Cranberries, Mandeln und ein paar Klecksen dunkler Schokolade.

Rezeptausbeute: 6 bis 8 Riegel

Rezept-Zutaten:

  • 250 g Haferflocken (kernig)
  • 2 EL Mandeln (gehackt)
  • 2 EL Rosinen
  • 2 EL Cranberries
  • 1 EL Honig oder Ahornsirup
  • etwas dunkle Kuvertüre

Rezeptanweisungen:

Gebt Haferflocken, Mandeln, Rosinen, Cranberries und Honig oder Ahornsirup in eine große Rührschüssel.

Vermengt die Zutaten gut miteinander, bis sich eine zähe Masse ergibt. Sollte die Masse noch nicht klebrig genug sein, könnt ihr noch etwas Honig oder Sirup hinzufügen.

Drückt die Masse nun zu einer festen Kugel zusammen, bevor ihr einzelne Riegel daraus formt. Alternativ könnt ihr die Riegelmasse auch auf ein Blech streichen und nach dem Backen mit einem scharfen Messer in Riegel zerteilen.

Die Müsliriegel müssen nun im vorgeheizten Backofen bei 150 °C für etwa 7 bis 10 Minuten ausbacken. Unterdes könnt Ihr die Kuvertüre erhitzen.

Nehmt die Riegel nach der Backzeit aus dem Ofen und lasst sie etwas abkühlen. Danach könnt ihr sie mit Kuvertüre, gehackten Cranberries und Nüssen nach Belieben verzieren.

Bewertung des Redakteurs:
5

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