Skimmie, Skimmia, Japanische Skimmie, Skimmia japonica

Skimmie – Pflanzen, Pflege, Schneiden

Obwohl die Skimme (Skimmia) in ihrer asiatischen Heimat bis zu 7 Meter in die Höhe ragen, erreichen in den gemäßigten Breitengraden Europas nur selten mehr als 1,5 Meter. Ihre ledrigen Laubblätter bilden dabei mit ihrer frischgrünen Färbung einen schönen Kontrast zu den kleinen, weißen Blüten, welche aus den rot-bräunlichen Knospen der Skimmie hervorgehen.

Es gibt sowohl männliche als auch weibliche Vertreter der Pflanze, wobei männliche Skimmien durch die Blüten einen intensiveren Duft verströmen, dafür aber keine Beeren ausbilden. Die weibliche Skimme besitzt zusätzlich zu ihrem süßlichen Honigduft rot-orangene Beeren, deren Zweige in der Floristik gerne als elegante Ornamente für Blumensträuße verwendet werden. Die beliebteste Sorte für einen Anbau ist die Skimmia japonica.

Achtung: Die Skimmie ist eine Giftpflanze! Das in den Blättern enthaltene Skimmianin kann bei Verzehr zu willkürlichen Muskelkontraktionen führen.

 

Skimmie pflanzen – Standort und Ablauf

Skimmien gehören zur Familie der Rautengewächse (Rautaceae). In ihrer Heimat Ostasien wachsen die Sträucher überwiegend im Schatten kühler Gebirgswälder. So ist es nicht verwunderlich, dass die Pflanze auch bei uns schattige bis halbschattige Standorte im Garten bevorzugt. Diese sollten nach Möglichkeit humusreich und homogen mit einem neutralen pH-Wert von 6 bis 7,4 sein. Soll die Pflanze im Topf kultiviert werden, ist Rhododendronerde am besten geeignet.

Direktes Sonnenlicht schätzen Skimmien im Garten überhaupt nicht. Am liebsten sind ihnen daher Schattenbeete unter dichten Nadelbäumen oder anderen Bäumen, die der Pflanze als Lichtschutz dienen. Schattengärten, ebenso wie schattige Naturgärten sind daher am besten geeignet

Einzelheiten zum Standort für die Skimmia japonica:

  • Skimmien bevorzugen schattige bis halbschattige Standorte
  • Vollsonne am besten vermeiden
  • Schattenbeete und Lichtschutz durch Nadel- oder Laubbäume
  • pH-Wert des Bodens: neutral, von 6 bis 7,4 Punkten
  • Nährstoffe können mit Kompost in den Boden eingebracht werden
  • im Topf erfüllt Rhododendronerde alle Bedingungen für die Skimmie

 

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Skimmie liebt schattige bis halbschattige Standorte | © Das Grüne Archiv

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Pflanzung

Ist der perfekte Standort im Garteb gefunden, können Sie die Skimmie dort pflanzen. Der Ablauf sieht dabei meistens folgendermaßen aus:

1. Schritt – Pflanze vorbereiten: Stellen Sie die Skimmie mit dem Wurzelballen in einen Eimer mit Wasser bis keine Luftblasen mehr zu sehen sind.

2. Schritt – Boden ausheben: Lockern Sie die Erde für die Skimmien mit einer Harke gründlich auf und entfernen Sie ggf. größere Steine, die die Verwurzelung behindern könnten. Heben Sie anschließend ein Pflanzloch aus, welches rund anderthalb mal so breit und tief wie der Wurzelballen sein sollte.

3. Schritt – Skimmie pflanzen: Setzen Sie die Skimmie in die Erde und decken Sie den Wurzelballen großzügig mit Erde zu. Bringen Sie falls möglich gleich eine Mulchschicht über dem Wurzelballen aus und pflanzen Sie nicht mehr als 2 Skimmien pro Quadratmeter.

Kurzschritte zum Pflanzen im Überblick:

  • Wurzelballen vor dem Einpflanzen in einen Eimer mit Wasser stellen
  • Boden gut auflockern und von Steinrückständen befreien
  • Pflanzloch mit 1 ½-fachem Umfang des Wurzelballens ausheben
  • Skimmie in die Erde setzen und mit Mulchschicht zudecken
  • nicht mehr als 2 Exemplare der Skimmie pro m² pflanzen

 

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Skimmie als Bodendecker im Schattengarten | © Das Grüne Archiv

Pflege der Skimmie – Gießen und Düngen

In heimischen Gärten oder Blumenkübeln benötigt die Pflanze einen mäßig feuchten Boden. Vor allem im Hochsommer ist darauf zu achten, dass der Wurzelballen der Skimmie nicht austrocknet. Ist die oberste Erdschicht trocken, wird nachgegossen. Zum Gießen kann Leitungswasser verwendet werden, leicht abgestandenes Regenwasser wäre allerdings ideal.

Skimmien brauchen kaum bis gar keinen Dünger. Im März und Oktober reicht es aus, der Erde Kompost oder Rasenschnitt beizumischen. Auch versorgt eine Mulchschicht, ausgebracht über den Wurzelballen, die Pflanze mit zusätzlichen Nährstoffen und verhindert gleichzeitig ein zu schnelles Austrocknen.

Wächst die Skimmie im Topf oder Kübel, ist es zudem empfehlenswert, der Pflanze alle zwei Wochen eine geringe Menge Dünger zukommen zu lassen. Ob als Flüssigdünger, verdünnt im Gießwasser, oder als Düngestäbchen verabreicht, ist hierbei unerheblich.

Kurztipps zum Gießen und Düngen:

  • Skimmien mögen mäßig feuchten Boden
  • Wurzelballen darf nicht austrocknen
  • abgestandenes Regenwasser ist Leitungswasser vorzuziehen
  • erst Nachgießen sobald die oberste Erdschicht trocken ist
  • Skimmia benötigt nur mäßig Dünger
  • Kompost, Rasenschnitt und Mulch reichen als Nährstofflieferanten
  • wurde die Skimmie im Topf gepflanzt, alle 14 Tage düngen
  • hierfür am besten Flüssig- oder Stäbchendünger nutzen

 

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Skimmienblüte | © Das Grüne Archiv

Pflege der Skimmie – Schneiden und Vermehren

Skimmien gedeihen sehr langsam. Bis sie eine Höhe von 1 bis 1,5 Meter erreichen, vergehen gerne mehrere Jahre. Trotzdem schätzen es die Pflanzen, wenn sie durch kleinere Korrekturschnitte und Ausputzen in ihrem Wachstum unterstützt werden.

Das Geschlecht der Skimmie spielt hierbei eine wichtige Rolle. So ist es beispielsweise wichtig, verwelkte Blütenknospen der männlichen Pflanze kontinuierlich zu entfernen, wohingegen die Blüten der weiblichen Pflanze stehen gelassen werden sollten, da sich aus ihnen die rotbraunen Steinfrüchte entwickeln. Ungeachtet des Geschlechts sollten Rückschnitte nur gering ausfallen. Am besten ist es, wenn Sie hierfür direkt unter den verblühten Knospen ansetzen um die Triebspitzen der Skimmien behutsam in Form zu bringen.

Skimmien sind im Garten absolut frosthart und können somit bequem überwintern. Um die unverholzten Jungtriebe trotzdem etwas zu schützen, sollten Sie das Wachstum der Rautengewächse im Herbst blockieren, indem Sie die zugeführte Wassermenge reduzieren. Im Topf benötigt die Pflanze zum Überwintern eine mäßig helle, kühle bis kalte Umgebung von etwa 5 bis 10 °C. Ein Treppenhaus oder ein Wintergarten sind hierfür ideal.

Bei frostfreiem Wetter ist häufigeres, aber kurzes Lüften angeraten. Das Gießen sollte beim Überwintern soweit reduziert werden, dass die Erde nicht völlig austrocknet. Düngen ist während der Überwinterung nicht notwendig.

 

Vermehrung durch Stecklinge

Die Skimmie lässt sich durch Stecklinge vermehren. Dies erfordert allerdings etwas Geduld, da die Pflanze als langsamwüchsig gilt. Idealerweise wird der Steckling im beginnenden Frühjahr oder im Spätsommer in einem Topf mit humusreicher Erde angesetzt. Der Trieb sollte eine Länge von etwa 15 cm haben und von einem nicht verholzten Trieb stammen.

Entfernen Sie Knospen, Blüten und einen Teil der Blätter, sodass nur noch 3 Blattpaare übrig sind. Wird eine Folie über den Topf gespannt, begünstigt dies das Verwurzeln. Ein heller Standort und warme Temperaturen sind für das Vermehren durch Stecklinge ebenfalls empfehlenswert, wobei der Steckling der Skimmia japonica bis zur soliden Verwurzelung im Haus behalten werden sollte.

Kurztipps zum Schneiden, Überwintern und Vermehren:

  • nur männliche Skimmia japonica von welken Knospen befreien
  • zur Formgebung Triebspitzen unterhalb verblühter Knospen einkürzen
  • die Skimmie ist im Garten winterhart
  • Wassermenge im Herbst reduzieren
  • Reduzierung schützt unverholzte Triebe vor Frostschäden
  • Topfexemplare der Pflanze hell bei 5 bis 10 °C überwintern
  • nur an frostfreien Tagen durchlüften
  • beim Überwintern nur sparsam wässern und nicht düngen
  • Stecklinge der Pflanze im beginnenden Frühling auspflanzen
  • als Startsubstrat humusreiche Erde wählen

 

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Japanische Skimmie (Skimmia japonica) | © Das Grüne Archiv

Interessante Arten der Skimmia

KategorieBeschreibung
CherrytomatenFruchtform: kleine, kirschförmige Tomaten
Fruchtfarbe: gelb, rot-orange, violett, blau, schwarz oder panaschiert
Kocheigenschaften: festes Fruchtfleisch; ideal für Salate, Snacks, Vorspeisen oder Garnierungen
Sorten: 'Angora super sweet', 'Black Cherry', 'Cerise', 'Galina's Gelbe Korinthe', 'Glossy rose blue', 'Idyll', 'Johannisbeertomate', 'Katinka', 'Matt's Wild Cherry', 'Minibel', 'Orange Ping Pong', 'Red Alert', 'Sakura', 'Siberia', 'Sub Arctic Cherry', 'Weiße Traube'
EiertomatenFruchtform: eiförmige bzw. längliche Tomaten
Fruchtfarbe: gelb, rot-orange, violett, blau, schwarz oder panaschiert
Kocheigenschaften: festes Fruchtfleisch; für besondere Kochkreationen oder als Snack
Sorten: 'Amish Gold', 'Andenhorn', 'Banana Legs', 'Black Plum', 'Carabobo', 'Dasher', 'Flavorino', 'Himmelstürmer', 'Japanisches Ei', 'Jersey Devil', 'Juliet', 'Paprikatomate', 'Philovita', 'Roma', 'Santa Cruz', 'Wheatley's Frost Resistant'
FleischtomatenFruchtform: riesige, wulstige Tomaten
Fruchtfarbe: weiß, rosa, gelb, rot, orange, schwarz oder panaschiert
Kocheigenschaften: halbweiches bis weiches Fruchtfleisch mit sehr vollem Geschmack; in der Küche sehr vielseitig einsetzbar, vor allem als Basis für Soßen, Suppen und Gemüsebeilagen
Sorten: 'Big White Pink Stripes', 'Burbank', 'Canestrino', 'Caraibo', 'German Gold', 'Gigant', 'Herztomate Venus', 'HillyBilly', 'Hurma', 'Kleeblatt von Togo', 'Lucky Cross', 'Maria Peace', 'Nepal', 'Ponderosa', 'Rebellion', 'Rosa Riese', 'Schlesische Himbeere', 'St. Pierre', 'Weißes Ochsenherz', 'Zea's Sonnabend White'
StrauchtomatenFruchtform: klassische Rundtomaten mittlerer Größe
Fruchtfarbe: Tomaten in allen Farben und Panaschierungen erhältlich
Kocheigenschaften: traditionelle Küchentomate; lässt sich für so gut wie jedes Gericht verwenden
Sorten: 'Black Ethiopian', 'Bolzano', 'Budai Torpe', 'Culina', 'Datterino', 'Foose', 'Fuji Pink', 'Phantasia', 'Philona', 'Premio', 'Reginella', 'Sparta', 'Sportivo', 'Supreme'

 

Skimmie – Mögliche Krankheiten und Schädlinge

Skimmien sind nicht nur bei den Temperaturen im Garten, sondern auch in Bezug auf Krankheiten äußerst robust. Was Schädlingsplagen anbelangt, bildet jedoch auch diese Pflanze leider keine Ausnahme. Die kleinen, birnenförmigen Spinnmilben richten beispielsweise großen Saugschaden an der befallenen Skimmie an. Ihre feinen, spinnwebenartigen Gebilde sind neben einem scheinbar unerklärlichen Absterben einzelner Blätter ein sicheres Indiz für einen Befall der Schädlinge.

Ist der Befall nicht ausgeartet, hilft ein Sud aus Brennnesseln, gegen die Schädlinge anzukommen. Sofern die Behandlung regelmäßig über einen Zeitraum von etwa 6 Wochen erfolgt, sind die Spinnmilben bald verschwunden

Auch Blatt- oder Schmierläuse haben es gerne auf den Zellsaft der Skimmien abgesehen. Ihre Entfernung gestaltet sich schwieriger. Versuchen Sie, die Läuse durch ein Abspülen (Vorsicht vor Staunässe!) der Pflanze oder durch ein Abstreifen zu entfernen. Hilft das nicht, sind im Handel Nützlinge wie Marienkäfer und Pflanzenschutzmittel wie Insektizidstäbchen erhältlich, die den Schädlingen zuverlässig zu Leibe rücken.

 

Fazit

Skimmien sind dank ihrer Liebe zu schattigen Standorten, wie auch ihrer Winterhärte, die bis in den zweistelligen Minusbereich reicht, ideal für schwierige Standorte geeignet. Selbst an kalten, grauen Tagen sind sie eine Zierde für jeden Garten, da die Blüten mancher Sorten auch im Winter prächtig gedeihen. Ihr süßlicher Duft und die rötlichen Beeren weiblicher Pflanzen erfreuen zudem die Nase wie Augen. Bei Kindern im Garten sollten Sie mit einer Skimmia allerdings vorsichtig sein, weil es sich um eine Giftpflanze handelt.

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