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Obstgarten anlegen – Bio-Obst aus eigenem Anbau

Wer gerne leckere Marmeladen, frische Obstkuchen und fruchtige Desserts zubereitet, für den ist ein Obstgarten genau das Richtige. Um diesen anzulegen, stehen Ihnen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Neben dem traditionellen Obsthain und der Streuobstwiese können Sie hier auch kleinere Obsthecken, Obstspaliere und, wenn der Platz im Garten ausreicht, eine weitläufige Obstbaumallee oder Obstplantage anlegen.

Eine Kombination des Obstgartens mit anderen Gartentypen ist ebenfalls nicht selten. Welche Kriterien beim Obstanbau im Garten zu beachten sind und was es sonst noch über Obstgärten und ihre Pflanzen zu wissen gibt, verraten wir Ihnen im nachstehenden Beitrag.

 

Mensch und Obstgarten schrieben gemeinsam Geschichte

Die Geschichte der Obstgärten ist so alt wie die der menschlichen Zivilisation selbst. Erste Funde reichen bis zum Ende der letzten Eiszeit zurück. Zuvor als Jäger und Sammler unterwegs, machten sich die Menschen im Zuge der jüngsten Kälteperiode unseres Planeten vermehrt Gedanken über nachhaltige Kulturkonzepte für lagerfähige Nutzpflanzen. Der strategische Anbau besagter Pflanzen führte schließlich zur Entstehung von Nutzgärten und Ackerfeldern, die neben Getreide und Gemüse bald auch Obst hervorbrachten.

Der Obstgarten im Speziellen fand dabei in der Antike, etwa zwischen 3000 und 2000 v. Chr. zur Vollendung. Noch heute existieren zahlreiche Aufzeichnungen aus jener Zeit, welche zum Großteil aus dem Mittelmeerraum, der arabischen Halbinsel und Asien stammen. Hier trieb der Obstanbau besonders extravagante Formen aus, die nicht selten zum Gegenstand von Mythen, Sagen und Legenden wurden.

Man denke nur an die Hängenden Gärten von Semiramis, welche zu den sieben Weltwundern der Antike zählen und nach der griechisch-assyrischen Sagengestalt Semiramis benannt wurden. Der legendäre Garten beinhaltete laut Überlieferung beachtliche Obstbestände, die sich zusammen mit einigen Zier- und Gemüsepflanzen auf ein in mehrere Etagen gegliedertes Gartenareal verteilten.

 

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Für eine gute Ernte im Obstgarten unabdingbar: Ein gutes Bewässerungssystem ist für die Fruchtbildung an Obstgehölzen äußerst wichtig

Systeme zur Wasserversorgung – Eine Errungenschaft der frühen Obstgärten

Die Bewässerung der Pflanzen in den Hängenden Gärten galt für damalige Verhältnisse als Wunderwerk der Technik, soll hier doch erstmals in der Geschichte die archimedische Schraube zum Einsatz gekommen sein. Hinter dem Begriff verbirgt sich eine besondere Förderanlage, mit der sich z.B. Flüssigkeiten aus tiefer gelegenen Ebenen auf ein höheres Niveau empor pumpen lässt. Die Schraube war seiner Zeit noch aus Palmstämmen gebaut, vereinfachte aber schon in dieser rustikalen Bauweise die Gießvorgänge in Etagengärten enorm.

Ähnlich berühmte und ausgeklügelte Konzepte für Obstgärten entwarfen auch die alten Griechen und Ägypter. Sie hielten ihre Kreationen meist eindrucksvoll auf Lehmkeramik, Steintafeln, Papyrus oder Tempelwänden fest.

Dank der anschaulichen Aufzeichnungen botanischer Ausnahmetalente der Antike können sich auch unsere Generationen noch ein gutes Bild von den ersten Obstgärten machen. Logischer Weise prägten die Überlieferungen auch die mittelalterlichen Obstgärten auf Bauernhöfen und in Klöstern.

Dabei wurden aus den riesigen Obstplantagen des Altertums erst im Laufe der Zeit kleine Obsthaine mit individuellen Gestaltungskonzepten. Diese Kleinformen des Obstgartens anzulegen ist inzwischen wesentlich gebräuchlicher und einfacher, als es bei den großen Obstfeldern der antiken Hochkulturen der Fall war.

 

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Der klassische Obsthain

Obstgarten anlegen – Die richtige Planung für den Obstanbau

Unsere heutigen Obstgärten sind eine Sonderform des Nutzgartens und bestehen meist aus kleinen Fruchtoasen mit räumlich begrenzter Ausdehnung. Nur selten steht Gartenbesitzern genügend Platz zur Verfügung, auf dem sich weitläufige Obstplantagen anlegen lassen.

Ein derart riesiger Obstgarten ist zur Selbstversorgung aber auch gar nicht nötig, denn für eine durchschnittliche Familie reichen drei bis vier Obstbäume und ein paar Obststräucher bereits völlig aus, um den Eigenbedarf an frischen Früchten zu decken. Bei der Gestaltung im Garten sollten Obstgärtner dennoch ein paar grundlegende Dinge beachten.

 

Heimische Obstsorten geben den Ton an

Ein mitteleuropäischer Obstgarten lebt von Gehölzen. Zwar gibt es auch diverse Obststauden, doch bis auf Erdbeerstauden sind die meisten von ihnen in tropischen Breitengraden beheimatet. Im gemäßigten Klima Europas lässt sich Staudenobst deshalb nur bedingt anbauen. Das macht aber nichts, denn mit heimischen Obstgehölzen stehen Ihnen unzählige Pflanzen für den Obstanbau im Garten zur Verfügung. Die größte Auswahl bieten hier Kernobst, Steinobst und Beerenobst.

Tipp: Für einen privaten Obstgarten mit vielfältigem Fruchtangebot empfiehlt es sich, je einen Obstbaum jeder Sorte mit kleineren Beerensträuchern zu kombinieren.

 

Unterschiedliche Erntezeiten für Obstpflanzen

In Sachen Erntezeit sollte man Obstgehölze für den Garten nach ihrer Fruchtreife unterscheiden. Wählen Sie am besten einen ausgewogenen Mix aus Frühlings-, Sommer- und Herbstobst, damit Sie zu keiner Jahreszeit auf die süßen Früchtchen aus eigenem Anbau verzichten müssen. Wer seine Obsternte auch im Winter genießen will, kann die Früchte zusätzlich Einlegen und sie so bis in die kalte Jahreszeit hinein haltbar machen.

 

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Wenn im Juni die Erntesaison für Heidelbeeren und Kirschen beginnt, sind Äpfel, Birnen und Pflaumen noch gar nicht reif

Standortbedingungen für Bäume und Sträucher

Im Allgemeinen benötigen Obstbäume im Garten sehr viel Licht, um eine üppige Blütenpracht, sowie die daraus entstehenden Früchte auszubilden. Teilen Sie für Ihrem Obsthain daher unbedingt einen sonnigen Standort zu, der im Idealfall an einem Hang liegt. Auch müssen die obsttragenden Pflanzen genügend Frischluft erhalten und dürfen keiner Staunässe ausgesetzt sein. Zeitweise trockene und gut durchlässige Böden sind hier deutlich besser geeignet, als zu feuchte oder schwere Substrate.

Ergänzend sollten Sie auf eine gute Grunddüngung des Bodens Wert legen und sicher stellen, dass die tief reichenden Wurzeln von Bäumen und Sträuchern im Erdreich nicht auf Hindernisse stoßen. Für die meisten Obstbäume bedeutet dies, auf eine Pflanzung in Mauernähe zu verzichten. Obststräucher lassen sich dagegen oft problemlos an Mauern und Grundstücksbegrenzungen pflanzen.

 

Platzbedarf von Obstgehölzen im Garten

Wie bereits aufgezeigt, muss bei der Platzwahl zwischen Obststräuchern und Obstbäumen unterschieden werden. Während Obststräucher für gewöhnlich nicht größer als 2 m werden, erreichen Obstbäume am Hochstamm bekanntlich weitaus größere Wuchshöhen von 5 bis 10 m.

Allerdings gibt es auch hier kleinwüchsige Alternativen, so zum Beispiel den Halb- bzw. Viertelstamm, Spalierobst und Spindelbüsche. Es handelt sich hierbei um spezielle Obstbaumformen, die durch gezielten Schnitt unter ihrer eigentlichen Wuchshöhe gehalten werden und somit ideal für einen Garten mit kleiner Fläche sind. Zudem haben die meisten Obstbaumgattungen kleinwüchsige Zwergsorten im Repertoire, die es selbst Kleingartenbesitzern erlauben, zumindest einen Obstbaum zu pflanzen.

 

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Zum Vergleich: Apfelgehölze am Niederstamm (links) und als Spindelsträucher (rechts)

Schnittbedarf der Obstgehölze

Ein alljährlicher Schnitt ist bei den meisten Obstgehölzen notwendig. Zum einen dient er der Formgebung und muss gerade bei kriechenden Obststräuchern (z.B. Himbeer- und Brombeersträuchern) schon sehr früh erfolgen, um einen aufrechten Wuchs zu gewährleisten.

Bei Obstbäumen wiederum sollte ab einem bestimmten Alter die Krone regelmäßig ausgelichtet werden, damit das Sonnenlicht weiterhin in alle Bereiche der Baumkrone vordringen kann. Ein weiterer Grund für den Obstbaumschnitt ist zudem der Ertragreichtum. Neben Schnittmaßnahmen zur besseren Verzweigung ist diesbezüglich auch oft ein Veredelungsschnitt wichtig, der Obstbäumen selbst im Alter noch einen hohen Ertrag beschert.

 

Düngung nur mit biologischen Düngemitteln

In aller Regel benötigen Obstgehölze bei ausreichender Grunddüngung keine zusätzlichen Nährstoffgaben. Sollte dennoch einmal eine Düngung nötig werden, kommen dafür ausschließlich biologische Präparate in Frage. Chemische Düngemittel machen das Obst nämlich ungenießbar und können bei Verzehr sogar zu Allergien und Vergiftungen führen. Setzen Sie im Obstgarten daher lieber auf organischen Dünger, beispielsweise in Form von Kompost, Laub, Vogelguano oder Brennnesseljauche.

 

Ökologische Schädlingsbekämpfung

Obst- und Gemüsepflanzen ist gemeinsam, dass ihre leckeren Früchte Schädlinge magisch anziehen. Folglich sind geeignete Präventivmaßnahmen gefragt, um Fressschäden am Obst vorzubeugen.

Nützlinge wie Marienkäfer, Schlupfwespen, Bienen und Hummeln sind hier eine umweltschonende Alternative zu chemischen Pflanzenschutzmitteln. Außerdem tragen viele der genannten Insekten zur Bestäubung der Fruchtblüten bei, was den Ertrag im Obstgarten deutlich steigert. Darüber hinaus dienen Obstgehölze im Garten als Bienenweide und sind als Nahrungsquelle für Nützlinge unerlässlich.

Richten Sie doch einfach ein kleines Insektenhotel in Ihrem Garten ein, um den Nützlingen eine einladende Unterkunft zu bieten. Wird daneben der richtige Pflanzabstand zwischen einzelnen Gehölzen gewährleistet, halten sich auch Pflanzenkrankheiten in Grenzen.

 

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Nützlinge sind im Obstgarten nicht nur für die Schädlingsabwehr, sondern mit Blick auf die Bestäubung der Fruchtblüten auch für den Ernteertrag wichtig

Wichtige Pflanzen im Obstgarten

Im Obstgarten tummeln sich einige einschlägige Pflanzenfamilien, die besonders beliebte Obstpflanzen hervorbringen. Im Detail handelt es sich hier um:

  • Maulbeerengewächse
    z.B. Maulbeeren
  • Moschuskrautgewächse
    z.B. Holunderbeeren
  • Ölweidengewächse
    z.B. Sanddorn
  • Rosengewächse
    z.B. Äpfel, Brombeeren, Erdbeeren, Himbeeren und Kirschen
  • Stachelbeeregewächse
    z.B. Stachelbeeren und Johannisbeeren
  • Weinrebengewächse
    z.B. Weintrauben

 

Insbesondere Rosengewächse gibt es unter den Obstpflanzen in üppiger Fülle. Die meisten von ihnen sind sogar Teil unserer heimischen Wildflora. So findet man Obststräucher wie Himbeeren und Brombeeren beispielsweise zuhauf in deutschen Wäldern. Die Waldbeerensträucher sind dort lichtarme Umgebung durchaus gewöhnt, weshalb sie im Garten problemlos schattige bis halbschattige Standorte vertragen.

Obstbäume fühlen sich hingegen eher auf sonnigen Freiflächen wohl. Sie sollten daher im Obstgarten viel Sonne abbekommen und ohne Wurzelkonkurrenz auf lichtreichen Streuobstwiesen oder in Baumalleen stehen. Insgesamt können Sie beim Anlegen von Obstgärten aus folgenden Obstvarianten wählen:

 

Kernobst

Unter dem Begriff „Kernobst“ versteht man eine besondere Gruppe von Pflanzen aus der Familie der Rosengewächse, deren Früchte kernige Samen ausbilden. Bestes Beispiel sind hier Apfel und Birne. Als echtes Traditionsobst stehen ihre Arten hierzulande in vielen Obstgärten.

Dabei kann man das Kernobst entweder als großwüchsige Bäume oder als kleinwüchsiges Spalierobst pflanzen. Allerdings sind Äpfel und Birnen nicht die einzigen Vertreter der Kerbobstgewächse. Hier eine kleine Auswahl an entsprechenden Pflanzen, die für eine Kultur im Garten geeignet sind:

Äpfel, Apfelbeeren, Birnen, Felsenbirnen, Feuerdorn, Mehlbeeren, Mispeln, Quitten, Weißdorn

 

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Birnen sind neben Äpfeln das wichtigste Kernobst im Obstgarten

Steinobst

Anders als Kernobst bildet Steinobst wie die Kirsche keine Samenkerne, sondern einen steinigen Fruchtkern aus. Jedoch gehört auch Steinobst zur Familie der Rosengewächse. Genauer gesagt, handelt es sich hier um Obstbäume der Gattung Prunus, die eine beachtliche Vielzahl an Fruchtvarianten aufweisen. Maßgeblich unterscheiden sich Steinobstgewächse dabei in Färbung, Fruchtgröße und Geschmack, was der Experimentierfreude in der Küche natürlich zu Gute kommt.

Zusätzlicher Pflegeaufwand könnte bei Steinobst durch umfangreiche Schnittmaßnahmen entstehen. Damit Kirsche und Co. nämlich auch nach mehreren Standjahren im Garten noch ertragreich bleiben, ist bisweilen ein gezielter Verjüngungsschnitt nötig. Spezielle Kultursorten erfordern zudem einen Veredelungsschnitt, um spezielle Zuchteigenschaften wie Geschmack und Farbe zu erhalten. Bei der Sortenauswahl können Sie auf folgende Steinobstgewächse zurück greifen:

Aprikosen, Heckenkirschen, Japanische Blütenkirsche, Kirschpflaume, Mandeln, Mirabellen, Pflaumen, Chinesische Pflaume, Pfirsich, Schlehendorn, Sauerkirschen, Süßkirschen (Vogelkirsche), Ume

 

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Steinobst verleiht dem Obstgarten oftmals einen besonderen Zierwert, da Kirschen, Pflaumen, Pfirsiche und Co. eine Vielzahl an Sorten mit malerischen rosa Blüten liefern

Beerenobst

Beerensträucher mögen etwas kleiner wachsen als Obstbäume, sind dafür aber umso artenreicher. Zu unterscheiden sind hier Sammelsteinfrüchte (z.B. Himbeeren) von Sammelnussfrüchten (z.B. Erdbeeren). Des Weiteren wird auch so manches Stein- und Kernobst, gerne als „Beere“ bezeichnet. In Sachen Pflanzenfamilien finden sich beim Beerenobst außer Rosengewächsen eine Vielzahl an Heidekraut-, Maulbeer-, Moschuskraut-, Ölweiden-, Stachelbeer- und Weinrebengewächse.

Ungeachtet ihrer Unterschiede gedeihen Beerensträucher im Obstgarten aber alle wunderbar. Einzige Voraussetzung für gutes Wachstum ist ein frühzeitiger Erziehungsschnitt, sowie ein regelmäßiger Formschnitt. Dies gilt insbesondere für kriechende Obstgehölze wie Himbeeren und Brombeeren, die im Garten zusätzlich zu formgebenden Schnitten auch eine angemessene Kletterhilfe benötigen. Lesen Sie nachstehend eine kleine Auswahl an empfehlenswerten Beerenobstsorten:

Apfelbeeren, Brombeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Holunder, Johannisbeeren, Maulbeeren, Moltebeeren, Moosbeeren (Cranberry), Preiselbeeren, Sanddorn, Stachelbeeren, Steinbeeren, Taybeeren, Weinbeeren (Weintrauben)

 

Brombeere, Brombeeren, Rubus sectio Rubus, Rubus, Brombeerstrauch
Beerensträucher sind ideal für kleinere Obstgärten, da sie einen geringeren Platzbedarf haben als große Obstbäume

Schalenobst

Von den auch als Nussfrüchten bekannten Schalenobstgewächsen lassen sich hierzulande leider nicht allzu viele Varianten als Gartenobst kultivieren. Zwar gehören zum Schalenobst Klassiker wie Walnüsse und Erdnüsse. Die Erdnuss wächst jedoch zum Beispiel vorrangig in heißen Klimazonen, was sie für einen Anbau in Mitteleuropa relativ untauglich macht.

Darüber hinaus bedürfen Nusspflanzen für eine ertragreiche Ernte bedarf wie so oft eines guten Schnitts zur Förderung der Blüte. Vor allem die Walnuss zeigt sich diesbezüglich sehr schnittbedürftig, bildet sie ohne geeignete Maßnahmen zur Verzweigung blütenreicher Äste doch nur wenige Nussfrüchte aus. Zu den wenigen, bei uns kultivierbaren Nüssen zählen:

Esskastanien (Maronen), Haselnüsse und Walnüsse

 

Kastanie, Kastanien, Maronen, Kastanienbaum, Edelkastanie, Castanea, Castanea sativa
Auch Esskastanien alias Maronen sind aufgrund ihrer Nussfrüchte streng genommen Obstbäume

Tipps zum Obstanbau im Garten

Die Haupterntezeit der meisten Obstsorten liegt zwischen August und September. Halten Sie von Spätsommer bist Herbst also schon mal ihre Erntekörbe bereit, denn ab diesem Zeitpunkt gibt es in Obstgärten viel zu tun. Rezepte für Eingelegtes, Marmeladen, Obstkuchen und andere Fruchtdesserts gibt es im Internet zuhauf. Ein individuelles Experimentieren lohnt sich aber trotzdem und sorgt für Abwechslung. Die Lagerung von Obst muss dann natürlich an einem trockenen und dunklen Ort erfolgen. Feuchtigkeit und Lichteinstrahlung lassen die Früchte nämlich schnell faulen.

Der Zierwert von malerischen Obstbaumalleen, ungezwungenen Strauchobstwällen und liebevoll gehegten Streuobstwiesen ist nicht von der Hand zu weisen. Für Kleingärten scheiden solche Obstgartenkonzepte ob der geringen Anbaufläche aber oftmals aus. Glücklicher Weise ist der klassische Anbau von Obstbäumen und Obststräuchern aber nur eine von vielen Gestaltungsmöglichkeiten im Obstgarten.

Wie wäre es zum Beispiel mit einer Obstsäule im Topf oder einem Torbogen aus Obstgehölz, der die Gartenwege säumt? Selbst eine Obsthecke (z.B. aus Haselnusssträuchern oder Apfelspalieren) grundsätzlich denkbar, solange man die Gehölze durch entsprechende Formschnitte auf Heckenhöhe hält.

Apropos Schnitt: Gärtner, die bislang noch keine Erfahrung im Obstanbau haben, sollten ihre Obstgärten zunächst auf kleinem Raum mit anderen Gartentypen kombinieren. Die Schnittmaßnahmen bei großflächigem Anbau könnten Anfänger ansonsten sehr schnell überfordern. Ein guter Tipp für Kombinationen sind Gemüsegärten, Naturgärten und Bauerngärten.

 

Fazit

Obstgärten folgen keinem festen Gestaltungsprinzip und lassen sich wunderbar in bestehende Gartenkonzepte integrieren. Einstellen sollten Sie sich beim Obstanbau auf mehr Schneidarbeit im Garten, denn mit Ausnahme der Erdbeerstaude kann man in unseren Breitengraden nur schnittbedürftige Obstgehölze erfolgreich kultivieren.

Das genügt aber auch vollkommen, denn neben Äpfeln, Birnen, Pflaumen und Kirschen gibt es noch eine Vielzahl anderer Bäume und Sträucher, deren Früchte bei uns als Traditionsobst gelten. Beerensträucher im Speziellen sind dabei für Einsteiger im Obstanbau, ebenso wie für Kleingartenbesitzer eine gute Empfehlung. Die Strauchgehölze bleiben in ihrer Wuchshöhe normaler Weise überschaubar und erforderliche Schnittmaßnahmen am Strauchobst sind eine gute Übung, um später auch große Obstbäume richtig schneiden zu können.

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