Cornbread, Maisbrot, Mais, Maismehl

Rezept: Cornbread (Maisbrot)

In Amerika ist Cornbread oder Maisbrot zu Thanksgiving oder als Beilage zu würzigem Chili con Carne ein wahres Kultrezept. Und auch in Europa sieht man zu Erntedank immer öfter Brot mit Maismehl oder frischem Mais als Zutat. Je nachdem, welche Mehlsorte und Zusatzingredenzien man verwendet, erhält das Brot sogar eine maisgelbe Färbung. Das passt natürlich wunderbar in die Herbstküche. Aus diesem Grund nachstehend ein einfaches Maisbrotrezept. Zuvor aber eine kleine Brotkunde.

 

Cornbread – Ein Brot, hundert Rezepte

Nicht jedes Maisbrot ist gleich. Das fällt einem spätestens dann auf, wenn man sich die unterschiedlichen Rezepte einmal genauer ansieht. Da gibt es von in Topf gedämpftem über frittiertes oder gebratenes Maisbrot aus der Pfanne bis hin zum traditionellen Maisbrot aus dem Ofen so einige Varietäten.

Ein Irrtum ist es dabei, zu glauben, Maisbrot wäre eine US-amerikanische Erfindung. Denn schon die amerikanischen Ureinwohner kannten Maisbrot als Grundnahrungsmittel. Immerhin hat auch die Kultur von Mais im vorkolonialen Mexiko ihren Ursprung. Dort bereitet man das klassische Mexican Cornbread mit Cheyenne Pfeffer, Chilis  und Käse zu.

In Paraguay kennt man die Sopa paraguayana – ein soufflé-ähnliches Maisbrot, das ebenfalls mit Käse und Eiern zubereitet wird. Und selbst in der Türkei gibt es mit dem Mısır Ekmeği eine eigenständige Maisbrotvariante.

 

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Ohne sie geht es nicht: Maismehl und Maisbrei bzw. Polenta gehören in ein echtes Maisbrot einfach mit hinein | © Das Grüne Archiv

Maisbrot oder Maiskuchen?

Nun hat Maismehl alleine leider nicht das Zeug zum Teigmehl, da es gesondert kaum Triebfähigkeit besitzt. Um einen anständigen Maisteig herzustellen, sind darum noch andere Zutaten wie Weizenmehl, Hefe, Eier und Milch notwendig. Speziell dann, wenn Eier und Milch mit im Spiel sind, handelt es sich allerdings meist nicht mehr um Maisbrot, sondern um Maiskuchen. Er stellt die süße Version des Maisteigs dar und beinhaltet in der Regel auch Zucker und andere aromatische Kuchenzutaten.

Die gelbe Farbe im Maiskuchen stammt für gewöhnlich auch nicht vom Maismehl sondern von den darin verarbeiteten Eiern. Um eine ähnlich schöne Färbung in echtem Maisbrot zu erzielen, kann man dem Teig Polenta aus Maisgries oder aber Maisbrei zusetzen. Wichtig ist außerdem Hefe, damit der Brotteig im Ofen schön aufgeht.

 

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Durch Maisbrei und Polenta erhält der Maisbrotteig eine herrlich gelbe Farbe | © Das Grüne Archiv

Cornbread zubereiten

Auch wenn es sich bei Maisbrot streng genommen um einen Sauerteig handelt, besitzt der Teig doch eine deutlich kürzere Ruhezeit als beispielsweise Bauernbrot oder anderes Schwarzbrot. Dadurch ist die Zubereitungszeit von Maisbrot auch wesentlich kürzer.

 

Zutaten:

  • 300 g Weizenmehl
  • 200 g Maismehl
  • 2 TL Hefe
  • ½ Dose Mais (alternativ ½ Tasse Polenta)
  • ½ Tasse Wasser
  • ½ Tasse geriebenen Käse
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Zucker
  • 1 Prise Cheyenne Pfeffer

 

Zubereitung:

Bereitet zunächst aus Weizenmehl, Wasser, Zucker, Salz und Hefe einen Vorteig zu. Dieser darf im Anschluss zu einer Kugel geformt zugedeckt für 30 Minuten ruhen. Währenddessen könnt ihr den Mais pürieren bzw. die Polenta zubereiten.

Nach Ablauf der Ruhezeit gebt ihr Maisbrei oder Polenta, Cheyenne Pfeffer und geriebenen Käse in den Teig. Knetet diesen noch einmal kräftig durch und formt ihn abermals zu einer Kugel, bevor er weitere 30 Minuten lang ruhen darf.

Sobald der Teig schön aufgegangen ist, gebt Ihr ihn entweder in eine Kastenform oder formt einen Brotlaib und setzt ihn auf ein mit Backpaper ausgelegtes Backblech. Das Maisbrot muss anschließend im vorgeheizten Backofen bei 180 °C für etwa 60 Minuten ausbacken. Danach kann es gerne noch warm als Beilage serviert werden.

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