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Rezept: Maronensuppe

Maronensuppe ist eine echte Delikatesse für kalte Herbst- und Wintertage. Nicht nur, dass sie mit ihrem leicht nussigen Aroma vorzüglich schmeckt, besitzt sie zudem auch heilsame Eigenschaften. Dieses Rezept verrät, wie man die Maronensuppe zubereitet.

 

Die Heilwirkung von Maronensuppe

Dass Maronen nicht nur lecker schmecken, sondern zugleich auch sehr gesund sind, wusste man schon in der Antike. Die Nussfrüchte der Edelkastanie standen sowohl bei den alten Griechen als auch den Römern und Phöniziern hoch im Kurs. Denn wegen ihrem hohen Gehalt an Vitamin C und Kohlenhydraten galten sie insbesondere im Winter als begehrte Nährstoffquelle.

Nachdem bereits der Urvater der Medizin, Hippokrates, wie auch der Begründer der Pharmazie, Dioskurides, den Maronen großes Lob in ihren Schriften aussprachen, beschäftigte man sich im Mittelalter zunehmend mit der konkreten Heilwirkung der Esskastanie. Bekannt sind unter anderem Anwendungen gegen:

  • Fruchtbarkeits- und Potenzprobleme
  • Herz-Kreislauf-Beschwerden
  • Immunschwäche
  • Krampfleiden
  • Kopfschmerzen
  • Nervenbeschwerden
  • Magen-Darm-Erkrankungen
  • Verdauungsbeschwerden

 

Besagte Heilwirkungen sind maßgeblich auf die antioxidativen und antibiotischen Inhaltsstoffe der Maronen wie Flavonoide und Gerbstoffe zurück zu führen. Laut Studien sind diesbezüglich vor allem in kälteren Regionen wachsende Maronen medizinisch von Bedeutung, da in ihnen heilpflanzliche Wirkstoffe vermehrt vorkommen.

 

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Voller gesunder Inhaltsstoffe: Maronen | © Das Grüne Archiv

Maronensuppe und Maronenmus als Verdauungshelfer

Gerade mit der guten Wirkung der Maronen gegen Verdauungsbeschwerden und Magen-Darm-Erkrankungen wie Blähungen, Leberschwäche, Gallenleiden oder Magen-Darm-Infekte beschäftigte sich die Mutter aller Kräuterhexen, Hildegard von Bingen sehr ausführlich. Sie empfahl hierzu ein Mus aus Maronen, Engelwurz und Süßholzpulver.

Die Konsistenz von Maronenmus ähnelt stark jener der Maronensuppe, wobei die letztere dem Körper auch eine gesunde Wärme spendet, die belebend und verdauungsanregend wirkt.

„Wer Magenschmerzen hat, koche die Früchte lange in Wasser, zerkleinere sie zu Brei und mische dann in einer Schüssel etwas Dinkelhabermus unter Zugabe von Süßholzpulver und etwas weniger Engelsüßwurzelpulver, koche daraus nochmals ein Mus und esse es dann, und es wird seinen Magen reinigen und ihn warm und kräftig machen“

– Hildegard von Bingen –

 

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Maronenmus nach Hildegard von Bingen | © Das Grüne Archiv

Maronensuppe zubereiten

Das Rezept für Maronensuppe ist wunderbar zum Experimentieren mit verschiedenen Gewürzkomponenten geeignet. Dank ihrem mild-nussigen Aroma erlaubt die Suppe zahlreiche Variationen. Wer sie passend zu Weihnachten etwas süßlicher möchte, der bereitet sie mit Pastinake und etwas Zimt zu. Für eine würzigere Geschmacksnote eignen sich dagegen Petersilienwurzel und Muskat. Hier das Rezept für die würzige Variante:

 

Zutaten:

  • 500 g Maronen
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 1 Petersilienwurzel
  • 1 Messerspitze Muskat
  • 1 TL Thymian
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Pfeffer

 

Zubereitung:

Bereitet zunächst die Maroni nach unserer Anleitung für heiße Maronen zu. Anschließend werden die Maroni geschält und grob gehackt. Das Garwasser bitte nicht wegschütten, denn es enthält ein wunderbares Grundaroma für die Suppe, weshalb wir es später wiederverwenden.

Im nächsten Schritt schält Ihr die Zwiebel und würfelt sie danach fein. Die Petersilienwurzel wird ebenfalls geschält, halbiert und in Scheiben geschnitten.

Dünstet die Zwiebelstücke danach in einem Topf mit heißem Öl glasig an. Dies getan, kommen auch Petersilienwurzel und Maronenstücke hinzu und werden kurz mit angeschwitzt. Würzt das Gemüse mit Thymian, Pfeffer, Salz und etwas Muskatpulver, ehe Ihr das Ganze mit dem Garwasser der Maronen aufgießt.

Lasst die Suppe nun für etwa 30 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln. Ihr könnt zwischendurch bei Bedarf noch etwas abschmecken. Zum Schluss wird die Maronensuppe noch püriert. Danach ist sie servierfertig.

Tipp: Wenn ihr etwas weniger Wasser für die Zubereitung verwendet, wird aus der Suppe im Handumdrehen die Basis für Hildegards berühmtes Maronenmus.

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