Quitte, Quitten, Quittensaft

Rezept: Quittensaft

Das Obstsäfte das Aroma von Früchten bisweilen am besten einfangen ist kein Geheimnis. Quittensaft ist hierbei eine ausgezeichnete Möglichkeit, um die einzigartige Fruchtnote einer ganz besonderen Obstsorte zum flüssigen Genuss zu machen.

 

Quittensaft als altes Heilmittel

Die Quitte ist ein nahezu in Vergessenheit geratenes altes Heilkraut, das in der Volksheilkunde vor allem wegen ihrer entzündungshemmenden und reizlindernden Schleimstoffe rege verwendet wurde. Salbe aus Quittensamen fand beispielsweise lange Zeit Verwendung gegen Verbrennungen, Wunden, rissige Haut und Hämorrhoiden. In der modernen Kosmetik dienen die Quittenschleimstoffe sogar heute noch als Salbengrundlage.

Während Quittensamen eher zur äußeren Anwendung entsprechender Salben gedacht sind, ist Quittensaft für die innere Anwendung nützlich. Neben Schleimstoffen enthält der Saft auch reichlich Gerbstoffe, die für die leicht herbe Note der Quitte verantwortlich sind und zudem antibakteriell wirken. Klassische Anwendungsgebiete von Quittensaft sind dabei Entzündungen im Mund- und Rachenraum sowie Magen-Darm-Beschwerden. Der Saft ist somit nicht nur ein herrliches Erfrischungsgetränk, sondern auch eine echte Bereicherung für die Hausapotheke.

 

Quitte, Cydonia, Cydonia oblonga
Aromatisch und heilsam zugleich: die Quitte | © Das Grüne Archiv

Quittensaft selber machen

Quittensaft schmeckt wie Quitten-Marmelade von Haus aus sehr zitronig. Wer möchte, kann aber dennoch etwas Zitronensaft zusetzen. Ansonsten stellt man den Saft einfach pur her und das im Handumdrehen.

 

Zutaten:

  • 3 kg Quitten
  • 375 g Zucker 
  • 2 l Wasser
  • Saft einer Zitrone

 

Zubereitung:

Wascht die Quitten gründlich und befreit sie vollständig von etwaigen Flaumrückständen. Danach werden die Früchte entkernt, in kleine Stücke geschnitten und gemeinsam mit dem Wasser in einem großen Topf für 45 Minuten lang weich gekocht.

Im nächsten Schritt filtert ihr den Quittensaft durch ein Sieb oder sauberes Leinentuch. Wer seinen Saft naturtrüb mag, nimmt zum Filtern ein Sieb und passiert das Fruchtmus mit hindurch. Der Quittensaft muss danach noch einmal zusammen mit Zucker und dem Saft einer Zitrone kurz sprudelnd aufgekocht werden.

Ist der Quittensaft fertig, füllt Ihr ihn noch heiß in abgekochte Saftflaschen ab. Fest verschlossen und dunkel wie kühl gelagert, hält sich der Saft bis zu 12 Monate.

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