Hartriegel, Hornstrauch, Kornelkirsche, Cornus, Cornus mas

Kornelkirsche im Garten: Nützliche Tipps zur Kultur

Die Kornelkirsche (Cornus mas) gehört zu den Gehölzen, die schon sehr früh im Jahr ihre Blüten öffnen. Sie bildet ab März eine Vielzahl kleiner goldgelber Blüten, die in Dolden stehen und einen guten Duft verbreiten. Diese Blüten sind eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und andere Insekten, weil das Angebot an Nektar in dieser Zeit noch sehr gering ist.

 

Über die Kornelkirsche

Die Kornelkirsche ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Hartriegel und somit Teil der Familie der Hartriegelgewächse (Cornaceae). Sie stammt aus Mittel- und Südeuropa und ist im deutschen Sprachraum auch unter den Namen Herlitze und Dirlitze bekannt. Eine Verwandtschaft zu den Kirschen besteht trotz des Namens aber nicht. Dieser bezieht sich auf das Aussehen der kirschenähnlichen Früchte, die ebenfalls rot und essbar sind. Sie haben jedoch eine längliche Form, bleiben etwas kleiner und schmecken bei der ursprünglichen Form der Kornelkirsche leicht säuerlich.

Kornelkirsche eignet sich als einzelne Zierpflanze und für eine blühende Hecke, wird aber auch wegen ihrer Früchte angebaut. Die Kornelkirsche wird bis zu acht Meter hoch und wächst als Baum oder mit mehreren Stämmen in Strauchform. Sie hat aber vor allem in jungen Jahren einen sehr langsamen Wuchs und benötigt daher viele Jahre, bis sie diese Größe erreicht. Die Blätter der Kornelkirsche laufen vorn spitz zu und verfärben sich im Herbst gelb bis orange, bevor sie abgeworfen werden. Ihr Holz ist so hart und schwer, dass es im Wasser untergeht.

Inzwischen gibt es jedoch einige Züchtungen, bei denen die Früchte größer werden und süßer sind. Falls Sie eine Kornelkirsche hauptsächlich wegen ihrer Kirschen anpflanzen möchten, sollten Sie möglichst zwei Bäume pflanzen. Zwar bildet diese Pflanze sowohl männliche wie auch weibliche Blüten, der Ertrag ist bei zwei Bäumen jedoch sehr viel größer als bei einem einzelnen Exemplar.

 

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Früchte der Kornelkirsche | © Das Grüne Archiv

Kornelkirsche im Garten

Ein günstiger Zeitraum zum Pflanzen einer Kornelkirsche sind die Monate von Oktober bis März, soweit der Boden nicht gefroren ist. Eine Pflanze, die Sie in einem Container gekauft haben, können Sie allerdings auch außerhalb dieser Zeit pflanzen.

Suchen Sie einen möglichst sonnigen Standort aus, wenn Sie viele Früchte ernten möchten. Als reine Zier- oder Heckenpflanze gedeiht die Kornelkirsche aber auch in einem halbschattigen Bereich ganz gut. Sie eignet sich auch für einen Platz, an dem sich im Sommer die Hitze staut oder wo es sehr windig ist.

Die Kornelkirsche ist sehr genügsam und kommt daher im Prinzip auf jedem Boden gut zurecht. Auch beim Düngen dürfen Sie daher ruhig sparsam sein. Ein Rückschnitt ist nicht nötig, falls Sie Ihren Baum aber trotzdem einkürzen möchten, machen Sie dies am besten nach der Blütezeit. So bringen Sie sich nicht um die Blüte im folgenden Frühling, denn die Kornelkirsche blüht immer am Holz des letzten Jahres.

 

Kornelkirschen ernten und verarbeiten

Kornelkirschen können ab September geerntet werden. Sie reifen über einen Zeitraum von mehreren Wochen und sollten erst dann gepflückt werden, wenn sie dunkelrot und weich geworden sind, denn dann haben sie den besten Geschmack. Kornelkirschen ernten Sie daher am besten in mehreren Etappen.

Am einfachsten gelingt Ihnen dies, indem Sie unter dem Baum ein großes Tuch ausbreiten und den Baum einfach schütteln. Kornelkirschen schmecken frisch, können aber auch zu Marmelade oder Likör verarbeitet werden. Im Unterschied zu den Süß- und Sauerkirschen ist es bei den Kornelkirschen jedoch nicht ganz einfach, den Stein aus der Frucht zu lösen.

Planen Sie daher etwas mehr Zeit für die Verarbeitung ein. Falls Sie sich diese Arbeit nicht machen möchten, werden sich die Vögel freuen, denn vielen Singvögeln schmecken die Kornelkirschen äußerst gut.

 

Pflanz- und Pflegetipps zur Kornelkirsche im Überblick

  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Boden: beliebig
  • Düngerbedarf: gering
  • Rückschnitt: nicht nötig (bei Bedarf nach der Blüte)
  • Ernte: ab September

Die Kornelkirsche ist eine gute Alternative zur Forsythie, denn sie bildet ebenso schöne gelbe Blüten und blüht zum Teil sogar noch früher. Ebenso können Sie aber auch beide Pflanzen für eine blühende Hecke verwenden, um möglichst frühzeitig wieder Farbe in Ihren Garten zu bringen.

Im Unterschied zur Forsythie, deren Heimat in China liegt, ist die Kornelkirsche in ökologischer Hinsicht jedoch sehr viel wertvoller. Sie bietet vielen heimischen Tierarten Nahrung und Unterschlupf und ist zudem sehr widerstandsfähig gegen Schädlinge. Mit dem Pflanzen einer Kornelkirsche unterstützen Sie daher das ökologische Gleichgewicht und die Artenvielfalt.

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