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Kürbis – Wirkung, Anbau und Ernte

Der Kürbis (Cucurbita) ist das Herbstgemüse schlechthin und wird insbesondere mit den Herbstfeierlichkeiten zu Erntedank und Halloween in Verbindung gebracht. Der Brauch, Halloweenkürbisse auszuhöhlen und schaudrige Grimassen daraus zu schnitzen, stammt dabei vom ursprünglich keltischen Jahresfest Samhain. Das Fest markiert im keltischen Jahreskreis das Jahresende, das von den Kelten traditionell bereits am 31. Oktober begangen wird.

Man sagt, die magischen Barrieren zwischen der Welt der Lebenden und der Anderswelt seien an diesem Tag besonders dünn, weshalb sich am letzten Tag des Jahres zahlreiche Geister in unsere Gefilde verirren. Laute Musik, furchteinflößende Verkleidungen, Kerzenschein und Kürbisgrimassen seien die einzigen Mittel, um die Geister zurück ins Jenseits zu treiben, so heißt es.

Fernab dieser volkstümlichen Bräuche hat der Kürbis aber noch ganz andere nützliche Eigenschaften. Nicht nur, dass Kürbisse zahlreiche Vitamine und Mineralien besitzen, die sie in der kargen Jahreszeit zu einer willkommenen Nährstoffquelle machen. Daneben weist das Gemüse auch eine Fülle medizinisch relevanter Inhaltsstoffe auf, die Kürbisarten zu wertvollen Heilkräutern machen. Des Weiteren wartet so manche Untersorte der Gattung Cucurbita auch mit sehr ausgefallenen Fruchtformen auf.

Ein Zierwert entsteht beim Kürbis damit nicht nur durch die zu Halloween beliebten Kürbislaternen. Was es braucht, um Kürbisse im Garten zu kultivieren und wie man sie am besten verarbeitet, erfahren Sie in unserem Spezialbeitrag zum Thema.

 

Kürbisse in der Küche und Medizin

Man mag es kaum glauben, doch botanisch gehören Kürbisse eigentlich zu den Beerenfrüchten. Mehr noch, handelt es sich beim Kürbis neben der Melone um die wohl größte Beere der Welt.

Zu den Kürbisarten zählt dabei auch die Zucchini. Sie stellt eine besondere Unterart des Gartenkürbisses namens Cucurbita pepo subsp. pepo dar. Das Gemüse unterscheidet sich im Geschmack deutlich von anderen Kürbisarten. Zudem ist das Fruchtfleisch wesentlich fester. Entstanden ist die Zucchini dabei in Europa. Ein weiterer Aspekt, in dem sich die Zucchini von den ansonsten tropischen Kürbisarten unterscheidet.

Für den Kürbis gibt es deutlich mehr Zubereitungsmöglichkeiten als es zunächst den Anschein hat. Der Klassiker ist hierbei sicherlich die Kürbissuppe, die aus dem eingekochten Fruchtfleisch der Kürbisse hergestellt wird. Denkbar sind aber auch Eintöpfe, Gemüsebeilagen Reis- und Nudelgerichte mit Kürbis, Kürbisgulasch, gebratener oder gebackener Kürbis sowie Kürbispfannengerichte.

Verarbeitet man den Kürbis zu Püree, sind sogar Süßspeisen wie Kuchen, Cookies oder Pudding denkbar. Eine besondere Delikatesse sind auch Kürbismarmelade, Kürbis-Chutney und Kürbiskernöl. Die ganzen Kürbiskerne sind darüber hinaus eine beliebte Zutat für Vollkornbrote und Müsli

 

ein echter Geheimtipp in der Küche: Kürbismus

Inhaltsstoffe und Wirkung von Kürbis

Mit der Riesenbeere Kürbis lässt sich nicht nur in der Küche recht vielseitig experimentieren. Denn Kürbis besitzt ein äußerst vielfältiges medizinisches Profil. Das Gemüse reich an Kalium, Kalzium, Magnesium und Vitamin A. Vier Nährstoffe, die insbesondere für Haut, Hare, Zähne, Knochen und Gelenke besonders wichtig sind. Kein Wunder ist es da, dass der Kürbis in der Volksmedizin bewusst gegen Erkrankungen wie Gicht oder Rheuma eingesetzt wird, die sich gezielt im Bewegungsapparat manifestieren.

Zu den weiteren Anwendungsgebieten des Kürbisses gehören Herz- und Gefäßerkrankungen, Erkrankungen der Harnwege sowie Leber- und Magen-Darm-Beschwerden, so zum Beispiel Prostataleiden, Blasen- und Nierenschwäche, Leberschwäche oder Verstopfung. Ebenso zeigen Kürbisprodukte gute Wirkung bei Hauterkrankungen und Herzbeschwerden.

Wichtige Inhaltsstoffe, welche die Heilwirkung des Kürbisses entscheidend mitbestimmen, sind diesbezüglich vor allem Pflanzensäuren wie Kieselsäure, Linolsäure, Phytinsäure oder Salicylsäure, und sekundäre Pflanzenstoffe wie Lecithin oder Phytosterin. Sie alle sind für ihre stoffwechselanregenden, verdauungsfördernden, harntreibenden sowie haut- und schleimhautschützenden Eigenschaften bekannt und machen aus dem Kürbis ein echtes Superfood.

 

Kürbis anbauen – Standort und Ablauf

Als namensgebende Gattung in der Familie der Kürbisgewächse steht der Kürbis in seinen Standortansprüchen stellvertretend für viele seiner Artgenossen. Diese stammen zumeist aus den tropischen bis subtropischen Regionen Amerikas, Asiens oder Afrikas, wobei Kürbisse ursprünglich ausschließlich in Amerika wuchsen.

Es lässt sich erahnen, dass der Kürbis herkunftsbedingt sehr kälteempfindlich ist. Bei uns kultiviert man das Herbstgemüse darum lediglich einjährig. Auch benötigt Cucurbita sehr sonnige Standorte, denn im Schatten wird der Kürbis sehr schnell krankheitsanfällig und entwickelt nur sehr kleine Früchte.

 

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Von Haus aus kleinfrüchtig: der Naschkürbis | © Das Grüne Archiv

Als Bodensubstrat wählen Sie für den Kürbis am besten humose, nährstoffreiche und frisch-feuchte Böden. Sandige oder kiesige Lehmböden mit einem neutralen pH-Wert von 6,5 bis 7 sind ideal. Da Kürbispflanzen stark in die Breite wachsen, muss ferner genügend Platz am Standort eingeplant werden.

Pflanztipp:Der Kürbis wird von vielen Gärtnern gerne neben dem Komposthaufen angebaut, wo er die unansehnliche Gartenecke mit seinen ausladenden Blättern und seinen schmuckvollen gelben Glockenblüten verschönert. Außerdem bietet der humose Grund des Komposthaufens den Kürbispflanzen eine wunderbare Nährstoffquelle, was die Düngung des Herbstgemüses sehr vereinfacht.

 

Einzelheiten zum Standort für Kürbisse:

  • Cucurbita stammt aus den Tropen und ist nicht winterhart
  • die Gemüsepflanze wird bei uns darum einjährig angebaut
  • ein sonniger Standort ist für den Kürbis herkunftsbedingt unerlässlich
  • der Standortboden muss humos, nährstoffreich und frisch-feucht sein
  • optimal sind sandig-lehmige oder kiesig-lehmige Böden
  • pH-Wert des Bodens: neutral, zwischen 6,5 und 7 Punkten
  • Kürbis benötigt ausreichend Platz am Standort
  • das Gemüse wird gerne neben Komposthaufen angebaut
  • beliebte Arten: Gartenkürbis, Riesenkürbis und Moschuskürbis

 

Wilder Kürbis | © Das Grüne Archiv

1. Schritt – Wahl des Aussaattermins: Weil Kürbisse sehr kälteempfindlich sind, werden sie frühestens Mitte Mai nach den Eisheiligen ausgesät. Kontrollieren Sie vorsichtshalber dennoch die Bodentemperatur und achten sie auf die Wettervorhersage, denn auch nach den letzten Spätfrösten könnte der Boden noch zu nasskalt sein. Erst wenn die Temperaturen konstant zwischen 20 °C und 22 °C liegen, ist die Anbauzeit für Kürbisse im Garten gekommen. Alternativ ist eine Vorzucht im Haus ab Mitte April möglich. Hier dürfen die Standorttemperaturen etwas niedriger, etwa bei 18 °C liegen.

2. Schritt – Vorbereitung des Standortbodens: Lockern Sie den Boden vor der Aussaat gut auf und reichern Sie die Erde nach Bedarf mit Kompost sowie Sand oder Kies an. Bei Topfkulturen ist Anzuchterde ratsam. Außerdem sollten Sie sich hier eine Klarsichtfolie zur Abdeckung bereitlegen, um ein feuchtes Standortmilieu zu schaffen.

3. Schritt – Vorbereitung der Kürbissamen: Die Samen der Kürbisse müssen vor der Aussaat für 24 Stunden in lauwarmem Wasser vorquellen. Empfehlenswert ist diesbezüglich Weidenwasser, welches die Keimung des Saatguts positiv beeinflusst.

4. Schritt – Kürbis säen: Stecken Sie die Samen des Kürbisses mit der Spitze nach unten ins Erdreich. Für eine schnelle Keimung sollte das Saatgut noch ein Stück aus der Erde ragen. Als nächstes wird die Erde mit einer Sprühflasche gut angefeuchtet. Topfkulturen erhalten im Anschluss eine Folienabdeckung. Die Keimung sollte dann innerhalb einer Woche erfolgen. Bis dahin muss das Saatgut konstant feucht gehalten werden, ohne Staunässe zu erzeugen. Bei Freilandkultur ist je nach Wuchsbreite der Kürbisart ein Saatgutabstand von 1 bis 2 m einzuhalten.

5. Schritt – Kürbis pikieren und stabilisieren: Vorzuchten im Topf werden vereinzelt, nachdem sie etwa 6 bis 8 Blattpaare ausgebildet haben. Es ist sinnvoll die jungen Kürbispflanzen zunächst für 7 Tage abzuhärten, indem die Töpfe tagsüber in den Garten kommen. Handelt es sich um eine rankende Untersorte des Kürbisses, müssen Sie zudem eine Rankhilfe anbringen.

Kurzschritte zur Aussaat im Überblick:

  • Pflanztermin für Kürbis im Freiland: Mitte Mai, nach den Eisheiligen
  • Vorzucht von Cucurbita ist ab Mitte April im Haus möglich
  • bei Freilandkultur: konstante Temperatur zwischen 20 °C und 22 °C
  • Anzuchten im Topf kann bei 18 °C etwas kühler stehen
  • vor der Aussaat Gartenboden auflockern und mit Kompost anreichern
  • Sand oder Kies verbessert ergänzend die Bodendurchlässigkeit
  • für Topfkulturen am besten Anzuchtsubstrat nutzen
  • Samen der Kürbisse müssen vorab 24 Std. in Wasser vorquellen
  • Weidenwasser erhöht diesbezüglich die Keimfähigkeit
  • Samen mit dem spitzen Ende nach unten in die Erde stecken
  • ein kleiner Teil des Saatguts sollte noch aus der Erde ragen
  • Pflanzabstand für Kürbis im Freiland: je nach Untersorte 1 bis 2 m
  • anschließend mit Sprühflasche gut befeuchten
  • bei Anzucht im Topf das Gefäß mit Klarsichtfolie abdecken
  • Keimung erfolgt normalerweise binnen einer Woche
  • Vorzuchten werdenvereinzelt, sobald sie 6 – 8 Blattpaare aufweisen
  • Topfpflanzen zuvor für 1 Woche abhärten
  • rankende Kürbisse bedürfen abschließend einer Rankhilfe

 

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Kürbisblüte | © Das Grüne Archiv

Kürbis pflegen – gießen, düngen und ernten

Kürbisse müssen konstant feucht gehalten werden, regelmäßiger Niederschlag reicht jedoch meistens aus. Nur in anhaltenden Trockenphasen sollte manuell bewässert werden. Zu häufige Gießgänge könnten dagegen für Fäulnis und Mehltau sorgen. Bei der Bewässerung ist also etwas Augenmaß gefragt.

Damit sich die gewichtigen Kürbisfrüchte gut entwickeln, sind sie auf eine sorgsame Düngung angewiesen. Kaliumhaltiger Dünger ist hier deutlich besser als stickstoffhaltige Nährstoffgaben, denn zu viel Stickstoff hemmt das Blütenwachstum. Nutzen Sie deshalb am besten Blaukorndünger oder Kompost anstatt Brennnesselsud. Insgesamt sollte der Kürbis alle 6 Wochen mit Nährstoffen versorgt werden.

Kurztipps zum Gießen und Düngen:

  • Kürbis benötigt konstante Bodenfeuchte
  • natürlicher Niederschlag ist meist ausreichend
  • lediglich bei längerer Trockenheit muss nachgegossen werden
  • zu üppige Bewässerung sorgt hingegen für Fäulnis und Mehltau
  • zur Düngung eher kaliumhaltigen Dünger (z.B. Blaukorn) nutzen
  • alternativ kann man Kompost an den Kürbis ausgeben
  • Stickstoffdünger wie Brennnesselsud hemmt Blütenwachstum
  • die Düngung von Cucurbita erfolgt im Rhythmus von 6 Wochen

 

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erntereifer Feldkürbis | © Das Grüne Archiv

Schneidarbeiten sind am Kürbis eigentlich nicht nötig. Allerdings ist es möglich, durch gezielten Schnitt eine große Frucht, anstatt vieler kleiner zu ziehen. Schneiden Sie hierzu nach der Blüte alle welke Blütenköpfe bis auf eine ab. Um den Kürbis vor Fäulnis durch Bodenkontakt zu schützen, können Sie später eine Styroporplatte oder eine Kiste unter die Frucht legen. Diese zählt im Übrigen zu den Beeren, auch wenn es die Größe der Kürbisse nicht vermuten lässt. Neben der Melone ist der Kürbis damit die größte Beere der Welt.

Zubereiten kann man aus dem Fruchtfleisch des Kürbisses allerhand. Am vielfältigsten lässt sich die Frucht diesbezüglich einsetzen, wenn man das Fruchtfleisch zu Püree verarbeitet. Am geschmackintensivsten sind hierbei die Fruchtfleischfäden. Da es jedoch einiges an Mühe kostet, die zahlreichen Kürbiskerne aus den faserigen Fäden zu pulen, verwenden die meisten das Fruchtfleisch aus der Innenwand des Kürbisses. Dieses ist ebenfalls essbar und lässt sich neben Püree auch zu kleinen Stücken schneiden, etwa zur Zubereitung von Gulasch oder Eintopf.

Achtung: Das Fruchtfleisch des Kürbisses mag essbar sein, kann in seltenen Fällen jedoch einen sehr hohen Gehalt an Cucurbitacinen enthalten. Der in vielen Kürbisgewächsen vorkommende Bitterstoff ist giftig und entsteht im Kürbis bei hoher Stressbelastung, Überzüchtung oder Rückkreuzung selbstgezogener Samen. Da beim Verzehr eine Lebensmittelvergiftung eintreten kann, sollten bitter schmeckende Kürbisgerichte umgehend entsorgt werden.

Kurztipps zum Schneiden und Ernten:

  • Schnitt ist nicht notwendig, kann aber größere Früchte erwirken
  • hierfür nach der Blüte alle welke Blüten bis auf eine abschneiden
  • um Fruchtschimmel zu vermeiden, Styropor oder Kiste unterlegen
  • Fruchtfasern in der Kürbismitte ist besonders geschmacksintensiv
  • für exklusive Rezepte Fruchtfleisch am besten zu Püree verarbeiten
  • alternativ Fruchtfleisch aus der Innenwand des Kürbisses verwenden
  • Vorsicht, ein gestresster oder überzüchteter Kürbis kann giftig sein!
  • hier entstehen vermehrt Cucurbitacine im Fruchtfleisch
  • der Bitterstoff verursacht in hohen Dosen Lebensmittelvergiftungen
  • bitter schmeckende Kürbisgerichte daher sofort entsorgen

 

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Kürbisernte in Hobbiton, Neuseeland | © Das Grüne Archiv

Interessante Arten und Sorten der Gattung Cucurbita

Der Kürbis existiert in 15 verschiedenen Arten, die gemeinsam eine beachtliche Anzahl an Sorten aufweisen. Ebenso groß ist die Vielfalt an Fruchtformen und -farben, die selbst innerhalb einer Art stark variieren können. Viele der beliebtesten Kürbisvarianten sind dabei lediglich eine Untersorte verschiedener Kürbisarten. Ein gutes Beispiel ist hier der Hokkaidokürbis, welcher eine Sonderform des Riesenkürbisses darstellt. Beim Zierkürbis handelt es sich wiederum um eine Untersorte des Gartenkürbisses. Darüber hinaus gibt es innerhalb der Kürbisgewächse noch einige andere Kürbisgattungen, von denen der Flaschenkürbis (Lagenaria) wohl die bekannteste ist. Zur besseren Übersicht hier einige der wichtigsten Kürbisvarianten im Überblick:

SorteBeschreibung
Gartenkürbis
Cucurbita pepo
Erntezeit: September bis Oktober
Frucht: grüne, gelbe, orange oder mehrfarbige Beerenfrüchte
Wuchshöhe: 2 bis 3 m
Eigenschaften: gelbes bis oranges Fruchtfleisch; Cucurbita pepo ist der Traditionskürbis für den Garten; es gibt unzählige Sorten in verschiedenen Formen und Farben; der Zierkürbis ist eine Untersorte
Sorten: 'Aladin', 'Aladins Turban', 'Aspen', 'Autumn Wings', 'Baby Bear', 'Big Max', 'Charmant', 'Crown of Thorns', 'Custard White', 'Flat Striped', 'Gem Squash', 'Hubbard' (Serie), 'Indian' (Serie), 'Jack O'Lantern', 'Lakota', 'Mandarin Orange', 'Nest Egg', 'Ölkürbis', 'Patisson', 'Pear Striped Bicolor', 'Small Sugar', 'Spoon', 'Sweet Dumpling', 'Sweet Jack', 'Tom Fox', 'Türkische Mütze', 'Vegetable Spaghetti', 'Warted'
Moschuskürbis
Cucurbita moschata
Erntezeit: September bis Oktober
Frucht: grüne, blassorange oder mehrfarbige Beerenfrüchte
Wuchshöhe: 0,25 bis 0,5 m
Eigenschaften: dunkelgelbes bis helloranges Fruchtfleisch; die Untersorte 'Butternut' weicht in ihrer Flaschenform stark von anderen Sorten des Cucurbita moschata ab
Sorten: 'Black Early', 'Bischofsmütze', 'Butternut', 'Early Butter', 'Muscade de Provence', 'Futsu'
Riesenkürbis
Cucurbita maxima
Erntezeit: September bis Oktober
Frucht: grüne oder orange Beerenfrüchte
Wuchshöhe: 0,25 bis 0,5 m
Eigenschaften: faserarmer Kürbis, aus dem gerne Püree für Babybrei hergestellt wird; das Fruchtfleisch des Riesenkürbisses ist oft tieforange gefärbt, die Schale häufig warzig; die Beerenfrüchte des Cucurbita maxima können bis zu 1,5 m groß und ganze 100 kg schwer werden; eine besonders beliebte Untersorte des Riesebkürbisses ist der Hokkaidokürbis
Sorten: 'Atlantic Giant', 'Banana', 'Berrettina Piacentina', 'Buttercuo', 'Delicius', 'Gran Gigante', 'Hokkaido', 'Hubbard', 'Marrow', 'Prizewinner', 'Rote von Etampes', 'Show', 'Turban', 'Türkenturban', 'Yellow Pumpkin'
Flaschenkürbis
Lagenaria
Erntezeit: September bis Oktober
Frucht: grüne Beerenfrüchte
Wuchshöhe: 8 bis 10 m
Eigenschaften: flaschen- bis birnenförmige Früchte; der Flaschenkürbis besitzt einen kletternden Wuchs; Flaschenkürbisse werden in Asien gerne als Trinkgefäße verwendet
Sorten: 'Herkuleskeule', 'Kobra', 'Marenka'
Schwammkürbis
Luffa
Erntezeit: September bis Oktober
Frucht: grüne, stark gefurchte Beerenfrüchte
Wuchshöhe: 10 bis 15 m
Eigenschaften: das getrocknete Fruchtfleisch der Schwammkürbisse wird als sogenannter Luffaschwamm vertrieben; wie andere Kürbisse ist auch der Luffa essbar und enthält sehr viel Vitamin C

 

Kürbis – Mögliche Krankheiten und Schädlinge

Das häufigste Schadbild am Kürbis ist der Mehltau. Er manifestiert sich häufig bei zu schattigen oder feuchten Standorten. Auf das Fruchtfleisch hat die Pilzerkrankung zwar keine Auswirkungen, jedoch kann der Mehltau auf Nachbarpflanzen übergreifen und sollte daher nach Möglichkeit vermieden werden. Kommt es dennoch einmal zu einem Befall, so können Spritzungen mit Milch-Wasser-Gemischen im Verhältnis 1:9 helfen.

 

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oft nicht zu vermeiden: Mehltau an der Kürbisplfanze

Beachten Sie, dass es sich bei der verwendeten Milch unbedingt um Frischmilch handeln muss, denn nur in ihr sind die milcheigenen Lecithine noch enthalten, welche den Mehltaupilz erfolgreich bekämpfen können. Ein befallener Kürbis sollte etwa zwei bis drei Mal wöchentlich mit dem Gemisch besprüht werden, bis der Pilz verschwunden ist.

 

Fazit

Der Kürbis ist im herbstlichen Nutzgarten eigentlich unverzichtbar. Dabei macht er nicht nur als Dekorationselement eine gute Figur. Die imposanten Riesenbeeren der Kürbispflanze sind darüber hinaus auch Bestandteil für eine Fülle herbstlicher Rezepte, wobei das Fruchtfleisch am besten zu Püree verarbeitet wird. Wer den Kürbis anbauen möchte, der sollte allerdings bedenken, dass das Herbstgemüse äußerst kälteempfindlich ist und deshalb erst nach den letzten Spätfrösten kultiviert werden darf. Zudem benötigt Cucurbita viel Licht, Wärme und ausreichend Nährstoffe um seine riesigen Früchte zu entwickeln. Wählen können Sie dabei aus einer ungeahnten Vielzahl an Sorten, von denen die meisten mit originellen Formen und Farbvariationen faszinieren.

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