Kürbis, Kürbisbrot, Kürbiskerne

Rezept: Kürbisbrot

Der Kürbis eignet sich bisweilen für eine Fülle an Kürbisrezepten. Ein ganz besonderes Kunstwerk, das sich nicht nur als Showcase zu Halloween hervorragend macht, ist hierbei das Kürbisbrot. Einerseits fasziniert es durch seine herrlich gelb-orange Farbe und seinen einzigartigen Geschmack. Andererseits können versierte Backkünstler hier auch ihre Gestaltungsfähigkeiten am herzhaften Backwerk unter Beweis stellen.

 

Kürbisbrot – Ein Brot, hundert Varianten

Die Entstehungsgeschichte von Kürbisbrot ist bis heute nicht gänzlich geklärt. Allerdings dürfte das hierfür verwendete Kürbismus schon im Altertum rege Verwendung gefunden haben. Immerhin begann die Geschichte der Kürbiskultur vor gut 10.000 Jahren. Dabei sind die Rezepte für Kürbisbrot so vielseitig wie die Nationalküchen der Länder, in denen die orange Riesenbeere kultiviert wird.

So genießt man Kürbisbrot im Orient und in Nordafrika beispielsweise gerne als süße Variante mit Honig, Bananen, Kokosraspeln, Datteln oder Trockenfrüchten. Es gibt sogar Kürbisbrote, in denen Kakaobohnen, Nüsse oder Cranberries verarbeitet sind.

In Europa mag man dagegen eher die deftige Sauerteigvariante. Dabei wird neben Hefe auch gerne Brotgewürz und herzhafte Gewürze wie Kümmel, Oregano oder Chili. Die orangegelbe Färbung des Brotes kann man zusätzlich mit Kurkuma oder Safran verstärken. Ideal passt das rustikale Kürbisbrot dann natürlich zu Kürbissuppe und anderen Gemüsesuppenrezepten.

 

Kürbis, Kürbisbrot, Kürbiskerne
Herzhaftes Kürbisbrot mit Sauerteig | © Das Grüne Archiv

Kürbisbrot selber machen

Für den Kürbisbrotteig nutzt man neben der herkömmlichen Rezeptur für Sauerteig fein püriertes Kürbismus. Als Kürbissorten eignen sich hier vor allem aromatische Kürbisse wie der Hokkaido Kürbis, Butternut Kürbis oder Moschus Kürbis. Um dem Brot eine originelle Form zu verleihen wird außerdem Backschnur benötigt.

 

Zutaten:

  • 500 g Weizen- oder Vollkornmehl
  • 400 g Kürbis
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 1 EL Kurkuma (gemahlen)
  • 1 EL Brotgewürz
  • 1 EL Zucker
  • 1 Prise Salz

 

Zubereitung:

Schält und würfelt den Kürbis und kocht ihn in einem Topf mit Wasser gar. Danach tropft ihr den Kürbis ab und püriert ihn im Mixer oder mit dem Pürierstab zu einem fein sämigen Kürbismus.

 

Kürbisbrot, Brotteig, Kürbismus
originelle Zutat für den Brotteig: Kürbismus | © Das Grüne Archiv

Im nächsten Schritt mischt ihr zunächst die trockenen Zutaten für das Kürbisbrot in einer großen Rührschüssel zusammen. Gebt anschließend das Kürbismus dazu und verknetet alles zu einem glatten Teig. Lasst diesen nun für etwa 90 Minuten zugedeckt an einem warmen Ort ruhen.

 

Kürbisbrot, Backschnur
Anordnung der Backschnur für die Kürbisform | © Das Grüne Archiv

Nachdem der Hefeteig schön aufgegangen ist, knetet ihr ihn nochmals gut durch und formt ihn zu einer Kugel. Belegt ein Backbleck mit Backpapier, bestäubt dieses mit Mehl und legt vier Backschnüre mit einer Länge von ca. 20 cm überkreuz. Platziert nun den Brotteig darauf und bindet ihn mit den Schnüren locker zu ab, sodass sich die Form einer Kürbisfrucht ergibt.

 

Kürbisbrot, Teig
Der abgebundene Teig für das Kürbisbrot | © Das Grüne Archiv

Heizt den Backofen auf 180 °C vor und lasst den Teig unterdes noch einmal kurz auf dem Backblech ruhen. Wer möchte kann das Brot bis dahin noch verzieren, zum Beispiel mit Kürbissamen. Das Kürbisbrot wird dann für etwa 35 bis 40 Minuten im Ofen ausgebacken.

 

Kürbisbrot, Teig, Verzierung, Kürbiskerne
Tipp: Wer das Kürbisbrot mit Kürbiskernen verzieren möchte, sollte die entsprechenden Teigstellen noch einmal kurz mit Wasser befeuchten, damit die Kerne besser am Teig haften | © Das Grüne Archiv

Tipp: Damit das Kürbisbrot später authentisch nach Kürbis aussieht, könnt ihr als Kürbisstiel eine Zimtstange in die Mitte des Brotes stecken.

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