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Rezept: Vegane Proteinriegel

Proteinriegel sind für Fitness-Fans und Sportler eine wertvolle Eiweißquelle. Doch gerade dieses Eiweiß wird in der veganen Sporternährung oft zum Problem. Immerhin stammen Proteine überwiegend aus tierischen Lebensmitteln. Doch es gibt durchaus Möglichkeiten, vegane Proteinriegel herzustellen.

Gute Zutaten für vegane Proteinriegel

In einer Welt, die gerade ihre Liebe für pflanzliche Produkte wiederentdeckt, erblüht die Kunst der Zubereitung von veganen Snacks wie eine zarte Blume im ersten Licht des Frühlings. Die köstlichen, pflanzlichen Leckerbissen nähren nicht nur den Körper, sondern auch die Seele.

Gerade vegane Proteinriegel sind hier eine Symphonie aus pflanzlichen Zutaten, die in der Rührschüssel harmonisch zusammenkommen. Die Zubereitung erfordert dabei aber etwas Geschick und Wissen um die Koch- und Backeigenschaften pflanzlicher Lebensmittel.

 

Kreative Protein-Alternativen aus der Pflanzenwelt

Während in der karnivoren Küche Milch und Honig fließen, werden sie in der veganen Küche gerne durch Pflanzenmilch und Agavendicksaft ersetzt. Und das gilt für viele proteinreiche, tierische Lebensmittel.

Vegane Proteinriegel sind in diesem Zusammenhang eine Hommage an die Vielfalt pflanzlicher Eiweißerzeugnisse. Es wird viel mit proteinreichen Mehlalternativen, Früchten und Zerealien als pflanzliche Bindemitteln hantiert. Dazu gehören allen voran Nüsse, Saaten, Getreide und Hülsenfrüchte wie:

  • Cashews
  • Chia
  • Hanfsamen
  • Erbsen
  • Erdnüsse
  • Haselnüsse
  • Leinsamen
  • Linsen
  • Mandeln
  • Walnüsse

 

Hier entfaltet sich die Magie der pflanzlichen Proteine, denn man kann die meisten dieser Proteinquellen auch zu feinem Mehl mahlen. Proteinpulver wie das aus Hanfprotein, Linsenprotein oder Kichererbsenprotein haben in Sachen vegane Proteinriegel daher ihren großen Auftritt.

 

Vegane Bindemittel und Konsistenzgeber

Wer vegane Proteinriegel zubereiten möchte, muss auf die richtige Auswahl und Kombination der richtigen setzen. Während ungemahlene Nüsse und körnige Saaten wie Haselnüsse, Mandeln, Walnüsse, Leinsamen oder Chia insbesondere für Müsliriegel und Proteinbällchen ideal sind, sollten es in cremigen Proteinriegeln eher gemahlene Varianten der Zutaten sein.

Aus Nussarten wie Erdnüssen oder Mandeln lassen sich zudem auch Erdnussmus bzw. Erdnusscreme und Mandelmus herstellen. Die pflanzlichen Pasten verleihen dem Teig für vegane Proteinriegel nicht nur die nötige Konsistenz, sondern auch einen einzigartigen Geschmack.

Übrigens: Saaten und Nüsse sind neben Proteinen auch reich an Mineralstoffen und wertvollen Omega-3-Fettsäuren. Ein Bonus für vegane Proteinriegel, die den Körper nach dem Sport stärken sollen.

Ein echter Geheimtipp unter den Bindemitteln für vegane Proteinriegel ist zudem Hanfproteinpulver. Es wird aus den Samen der Hanfpflanze gewonnen und gilt als besonders hochwertiges, veganes Proteinpulver. Der Clou: Das Pulver ist tief grün und verleiht den Proteinriegeln so auch gleich eine originelle Farbe.

Weitere gute Bindemittel finden sich im Bereich der zähflüssigen Pflanzenextrakte. Alles, was gut klebt oder eindickt, ist optimal. Empfehlenswert ist diesbezüglich zum Beispiel Agavendicksaft oder Ahornsirup.

 

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Übrigens: Proteinbällchen sind eine tolle Alternative zu Proteinriegeln. | © Das Grüne Archiv

Die Vielfalt der Aromen

Vegane Proteinriegel sind nicht nur nahrhaft, sondern auch unglaublich vielfältig in ihren Aromen. Die Wahl der Zutaten ermöglicht es, eine Vielzahl von Geschmacksrichtungen zu kreieren. Von schokoladigen Riegeln, über fruchtige Varianten mit getrockneten Beeren und Kokosflocken, bis hin zu exotischen Kreationen mit Matcha und Ingwer – die Möglichkeiten sind endlos.

Die Kunst, perfekte vegane Proteinriegel zuzubereiten, liegt in der Balance. Während Zutaten wie Nussmus und Hanfproteinpulver den Riegeln eine cremige Konsistenz geben, sorgen Zutaten wie vegane Schokolade, Kakaopulver, Vanilleextrakt und süße Früchte wie Datteln, Rosinen und Cranberries für eine erlesene Geschmacksnote.

 

Vegane Proteinriegel herstellen

Die Zubereitung veganer Proteinriegel beginnt mit der sorgfältigen Auswahl und dem Messen der Zutaten. Besonders maßvoll sollte man hier bei Zutaten wie Matchapulver abwiegen, denn das Pulver erzeugt in zu hoher Konzentration schnell einen bitteren Geschmack.

Bei der Glasur ist es ferner wichtig, nur auf vegane Schokolade zu setzen. Gleiches gilt für Süßungsmittel. Viele Veganer essen keinen Honig. Dementsprechend muss man, wenn man raffinierten Zucker vermeiden möchte, entweder auf unraffinierten, braunen Zucker, Stevia, Ahornsirup oder Agavendicksaft setzen.

Das nachstehende Rezept nutzt als Proteinbasis Hanfproteinpulver. Die Hanfproteinriegel sind besonders reich an Eiweiß und enthalten zudem auch gesunde Aminosäuren und Omega-Fettsäuren.

Vegane Hanfproteinriegel

Hanfproteinriegel enthalten eine der hochwertigsten pflanzlichen Proteinsorten überhaupt. Ein echter Protein-Boost für Veganer und Sportler gleichermaßen, der darüber hinaus auch noch super lecker schmeckt.

Rezeptausbeute: 8 bis 10 Portionen

Rezept-Zutaten:

  • 250 g Erdnussmus
  • 150 g Hanfproteinpulver
  • 100 g dunkle Schokoladen-Kuvertüre (vegan)
  • 100 g weiße Schokoladen-Kuvertüre (vegan)
  • 50 g Kokosöl
  • 100 ml Ahornsirup
  • 1 Handvoll Cranberrys (gehackt)
  • 1 Vanilleschote (Mark)

Rezeptanweisungen:

Gebt das Kokosöl in einen großen Topf und erwärmt dieses bei mittlerer Hitze. Sobald das Kokosfett geschmolzen ist, fügt ihr Ahornsirup, Erdnussmus, 1 Prise Meersalz und das Mark einer Vanilleschote hinzu.

Anschließend gebt ihr das Hanfproteinpulver hinzu. Dreht den Herd auf niedrige Hitze, damit das Proteinpulver nicht verbrennt und verrührt das Ganze zu einer teigähnlichen Masse.

Falls der Teig noch nicht fest genug ist, könnt Ihr ihn mit noch etwas Proteinpulver eindicken. Ist er zu fest, lockert ihn mit etwas Sirup auf

Im nächsten Schritt füllt Ihr die Teigmasse in eine flache Form (20 cm Ø) und streicht ihn gleichmäßig glatt. Der Teig muss nun für ca. 3 Stunden im Kühlschrank aushärten. Danach könnt Ihr ihn mit einem Messer in kleine Riegel unterteilen.

Für die Glasur schmelzt ihr nacheinander helle und dunkle Kuvertüre. Eine Hälfte der Riegel wird dann mit einer dunklen, die andere mit einer hellen Schokoladenglasur versehen.

Fürs Topping streut ihr dann abschließend noch ein paar gehackte Cranberrys über die Riegel. Nach einer weiteren Stunde der Kühlung sind die veganen Proteinriegel dann verzehrfertig.

Bewertung des Redakteurs:
5

 

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Vegane Proteinriegel mit Zartbitter-Schokoladenglasur | © Das Grüne Archiv

Nährwerte der veganen Proteinriegel

Vegane Proteinriegel sind mehr als nur ein Snack. Als gehaltvolle Nährstoffquelle mit einem Proteingehalt von bis zu 18,5 g und stolzen 500 kcal pro Riegel können sie ähnlich wie Proteinshakes eine ganze Mahlzeit ersetzen. Sie dürfen deshalb nur wohl portioniert genossen werden.

Das Ganze hat aber auch gesundheitliche Vorteile. Die Proteine aus Hanfprotein, Nüssen und Samen unterstützen den Muskelaufbau und die Regeneration der Muskelzellen. Darüber hinaus liefern gesunde Fette aus Nüssen und Samen Energie und unterstützen die Gehirnfunktion.

Die Zugabe von pflanzlichem Proteinpulver stellt sicher, dass die Riegel eine ausreichende Menge an Proteinen enthalten, um den täglichen Bedarf zu decken. Trockenfrüchte wie Cranberrys liefern außerdem reichlich Ballaststoffe und fördern so die Verdauung. Auch halten länger satt.

 

Proteinriegel richtig lagern

Manche Riegel erfordern das sanfte Backen im Ofen, wo die Hitze die Aromen intensiviert und die Textur verfestigt. Das Backen ist ein Prozess der Verwandlung, bei dem die Zutaten zu einem harmonischen Ganzen verschmelzen.

Doch nicht alle Riegel benötigen diesen Schritt. Einige entfalten ihre Magie durch richtiges Erhitzen der Zutaten auf dem Herd und anschließendes Lagern im Kühlschrank, wo die Kühle sie festigt und ihnen ihre charakteristische Konsistenz verleiht. Dazu gehören auch vegane Proteinriegel.

Hier gleicht schon das Mischen einem Tanz, bei dem jede Zutat ihren Platz und ihre Rolle hat. Im Topf werden zunächst die (zäh-)flüssigen Zutaten und Aromen erhitzt, damit sie zu einer würzigen, liquiden Einheit verschmelzen.

Erst zum Schluss wird das Proteinpulver als trockene Zutat hinzugegeben. Es verbindet sich unter dem Einfluss von Hitze und Rührbewegung mit den flüssigen Bestandteilen zu einer sämigen, halbfesten Crem. Dieses Zusammenspiel der trockenen und feuchten Zutaten ist ein wahrer Moment der kulinarischen Alchemie.

Das Kühlen stellt für die noch etwas weiche Teigmasse der Riegel dann die Ruhephase dar. Die Zutaten verbinden sich final und festigen sich im kalten Zustand zu einer soliden Masse. Die weitere Lagerung sollte dann ebenfalls im Kühlschrank erfolgen, damit Zutaten wie Erdnussmus oder Öl nicht wieder schmelzen. Insgesamt halten sich die Proteinriegel kühl gelagert bis zu einer Woche.

 

Die Freude des Teilens

Die Zubereitung veganer Proteinriegel ist eine wunderbare Gelegenheit, um Freunde und Familie mit leckeren Snacks zu beschenken. In Anbetracht ihrer Reichhaltigkeit, sollte man die Riegel ohnehin mit anderen teilen.

Das muss nicht zwangsläufig im Rahmen sportlicher Aktivität geschehen. Auch für nahestehende Personen, die schwere körperliche oder geistig anstrengende Arbeit verrichten, sind vegane Proteinriegel eine tolle Geschenkidee.

Das Teilen dieser selbstgemachten Riegel fördert nicht nur das Bewusstsein für gesunde Ernährung, sondern inspiriert auch andere, die Schönheit und Vielfalt der veganen Küche zu entdecken. Es ist ein Kreislauf des Gebens und Nehmens, der die Gemeinschaft stärkt und verbindet.

Tipp: Wer die Riegel gerne zum Kaffee oder Tee servieren möchte, sollte sie in kleine Stückchen teilen. So lassen sich die leckeren, aber kalorienreichen Snacks wohl portioniert genießen.

 

Fazit

Die Zubereitung von veganen Proteinriegeln ist eine Kunstform, die sowohl Kreativität als auch Wissen erfordert. Es ist eine Reise, die von der Auswahl der Zutaten bis zum Genuss des fertigen Produkts reicht. Jeder Schritt ist von Bedeutung und trägt zur Entstehung eines gesunden und köstlichen Snacks bei.

Diese Riegel sind ein Symbol für die Möglichkeiten der pflanzlichen Ernährung und ein Ausdruck der Liebe zur Natur. Sie zeigen, dass es möglich ist, gesunde und nahrhafte Snacks zu kreieren, die sowohl den Körper nähren als auch den Gaumen erfreuen.

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