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vegane Proteinbällchen, Proteinbällchen

Rezept: Vegane Proteinbällchen

Die auch als Energy Balls bekannten Proteinbällchen sind eine Mischung aus Riesenpraline und Proteinriegel. Diese kleinen, aber kraftvollen Kugeln sind nicht nur reich an Nährstoffen, sondern auch ein Genuss für den Gaumen. Vegane Proteinbällchen können zudem auch Fans der pflanzlichen Ernährung genießen. Dabei haben die proteinreichen Bällchen manche exotische Inspirationsquelle.

Die Basis: Natürliche Zutaten

Vegane Proteinbällchen reihen sich ein in ein exklusives Repertoire an Power Snacks für Veganer. Dazu gehören neben proteinreichen Energy Balls auch vegane Müsliriegel und vegane Proteinriegel. Die Basis eines jeden Proteinbällchens sind das beste, was die Fruchternte zu bieten hat.

Die Bällchen bestehen in der Regel aus Nüssen, Samen und Trockenfrüchten. Diese Zutaten bieten nicht nur eine Vielzahl an Geschmacksrichtungen, sondern auch wertvolle Nährstoffe wie Proteine, gesunde Fette, Ballaststoffe und Vitamine.

 

Nüsse und Samen

Saaten und Nussfrüchte bilden die Grundstruktur vieler Proteinbällchen. Sie liefern einerseits Proteine, Ballaststoffe und gesunde Fette wie Omega-3-Fettsäuren. Andererseits verleihen sie den Proteinbällchen auch ihre Textur und einen nussigen Geschmack. Einige Zutaten-Ideen sind hier:

  • Cashew-Kerne
  • Chia-Samen
  • Hanfsamen
  • Haselnüsse
  • Kokosflocken
  • Leinsamen
  • Mandeln
  • Sesam
  • Walsnüsse

 

Gerade weiche und kleine Saaten wie Leinsamen oder Sesam und Kokosflocken geben auch einen wunderbaren Mantel für vegane Proteinbällchen ab. Dabei nutzen gerade Proteinbällchen mit Sesam- oder Kokosmantel oft die jamaikanische oder arabische Küche als Inspirationsquelle.

So gibt es in Jamaika zum Beispiel die Coconut Balls und Coquito Balls. Letztere sind eine karibische Variante der Rumkugeln.

Zwar sollte Alkohol nicht in vegane Proteinbällchen, doch man kann andere Zutaten der Coquito Balls nutzen, um den Bällchen einen exotischen Touch zu verleihen. Das gilt allen voran für Gewürze wie Zimt, Vanille oder Muskat.

 

Trockenfrüchte

Die zweite wichtige Komponente für vegane Proteinbällchen sind Trockenfrüchte. Sie geben der Teigmasse für Energy Balls eine angenehme Süße und eine klebrige Konsistenz, die hilft, die Zutaten zusammenzuhalten.

Darüber hinaus liefern Trockenfrüchte auch Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe wie Kalium und Eisen. Besonders beliebte Trockenrucht-Zutaten für vegane Proteinbällchen sind:

  • Aprikosen
  • Cranberrys
  • Datteln
  • Feigen
  • Rosinen

 

Gewürze und natürliche Farbstoffe

Es gibt eine ganze Reihe von Gewürzen, die sich für Proteinbällchen anbieten. Denkbar sind unter anderem Zimt, Vanille, Nelken oder Ingwer. Gewürz- und Teepulver wie Kurkuma oder Matcha verleihen den Bällchen obendrein sogar einen originellen Farbakzent.

 

Die Proteinkomponente: Pflanzliche Eiweißquellen

Die namensgebende Zutat der Proteinbällchen ist natürlich das Protein. Diesbezüglich gibt zahlreiche Quellen, aus denen das Protein stammen kann.

Tierische Proteinquellen für herkömmliche Proteinbällchen sind häufig Molkenprotein (Whey-Protein) und Milchprotein (Kasein). Sie sind bekannt für ihre gute Aminosäuren-Zusammensetzung und ihre schnelle Verfügbarkeit für den Körper.

Entsprechende Proteinpulver aus tierischem Protein sind gerade bei Sportlern sehr beliebt, die eine schnelle Regeneration und Muskelaufbau fördern möchten. Für Veganer und Menschen mit Laktoseintoleranz sind diese Proteine jedoch nicht geeignet.

Hier werden pflanzliche Proteinpulver erforderlich, die jedoch eine ähnlich hohe biologische Wertigkeit aufweisen sollten wie vergleichbare tierische Proteinpulver. Infrage kommen hier vor allem folgende Proteinvarianten:

  • Erbsenprotein
  • Hanfprotein
  • Linsenprotein
  • Reisprotein
  • Sojaprotein

 

Besonders empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang Hanfprotein. Das Protein aus den Samen der Hanfpflanze gilt als besonders hochwertig, weil es neben Protein auch viele essentielle Aminosäuren enthält.

 

Vegane Proteinbällchen herstellen

Die Zubereitung von Proteinbällchen ist ein kreativer und einfacher Prozess, der keine besonderen Kochkenntnisse erfordert. Die Grundzutaten werden in einem Mixer oder einer Küchenmaschine zu einer homogenen Masse verarbeitet. Dabei ist es wichtig, die richtige Konsistenz zu erreichen – die Mischung sollte klebrig genug sein, um zusammenzuhalten, aber nicht zu feucht.

Vegane Proteinbällchen mit Matcha und Kakao

Vegane Proteinbällchen mit Matcha enthalten neben dem Matchapulver auch eine ordentliche Portion Hanfprotein und viele leckere Früchte. Dabei schmecken die Energy Balls nicht nur nach dem Training.

Rezept-Zutaten:

  • je ¼ Tasse Cashews und Mandeln (gehackt)
  • je ¼ Tasse Feigen und Datteln (gehackt)
  • je 1 Tasse Kokosflocken und Sesam
  • 3 EL Hanfprotein
  • 3 EL Mandelmus
  • 3 EL Ahornsirup
  • 2 EL Kokosöl (geschmolzen)
  • 2 EL Kakaopulver
  • 1 EL Matcha-Pulver
  • 1 Vanilleschote (Mark)
  • 1 Prise Zimt

Rezeptanweisungen:

Sofern die Trockenfrüchte noch nicht zerkleinert sind, werden diese im ersten Schritt fein gehackt. Alternativ kann man sie vorab auch in den Mixer geben. Das Gleiche gilt für die Nüsse.

Im Anschluss werden Nüsse und Trockenfrüchte gemeinsam mit dem geschmolzenen Kokosöl, Ahornsirup, Mandelmus, Hanfproteinpulver, Matcha-Pulver, Kakaopulver, Zimt und dem Mark einer Vanilleschote in eine große Schüssel gegeben.

Verknetet alles zu einem festen Teig. Falls dieser noch etwas zu klebrig ist, könnt Ihr noch ein wenig Proteinpulver hinzugeben. Zu fester Teig erhält noch etwas Kokosöl.

Als Nächstes formt Ihr einzelne Proteinbällchen aus dem Teig und wälzt diese im Anschluss entweder in Kokosraspeln oder Sesam. Danach kommen die Bällchen zum Aushärten für etwa 30 Minuten in den Kühlschrank.

Bewertung des Redakteurs:
4

 

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Tipp: Neben Kokosraspeln und Sesam kann man auch gemahlene Haselnüsse oder Mandeln fürs Coating verwenden | © Das Grüne Archiv

Vielfältige Kombinationsmöglichkeiten

Die Vorteile der Proteinbällchen gegenüber anderen Power-Snacks liegt in ihrer Vielseitigkeit. Vegane Proteinbällchen bilden da keine Ausnahme. Es gibt unzählige Variationen und Geschmacksrichtungen, die Sie ausprobieren können. Hier sind einige Ideen, um Ihre Proteinbällchen zu variieren und zu personalisieren:

 

Vegane Proteinbällchen mit Schokoladen-Erdnussbutter

Mischen Sie Kakaopulver und Erdnussbutter in Ihre Basis, um eine reichhaltige, schokoladige Note zu erzielen. Fügen Sie eine Prise Meersalz hinzu, um den Geschmack zu intensivieren.

 

Vegane Proteinbällchen mit Zitrusfrüchten und Beeren

Für eine fruchtige Variante können Sie getrocknete Beeren wie Cranberrys oder Goji-Beeren und Zitronen- oder Orangenschale hinzufügen. Diese Kombination verleiht den Bällchen eine erfrischende Säure und Süße.

 

Vegane Proteinbällchen mit Kokosnuss und Ananas

Kreieren Sie tropische Proteinbällchen, indem Sie getrocknete Ananasstücke und Kokosflocken verwenden. Ein Hauch von Limettensaft kann die Aromen abrunden und für zusätzliche Frische sorgen.

 

Vegane Proteinbällchen mit Ingwer und Kurkuma

Für eine würzige Variante können Sie gemahlenen Ingwer und Kurkuma hinzufügen. Diese Zutaten bieten nicht nur einen intensiven Geschmack, sondern auch gesundheitliche Vorteile.

Durch die Kombination aus Proteinen, gesunden Fetten und komplexen Kohlenhydraten bieten Proteinbällchen eine nachhaltige Energiequelle. Sie sind ideal als Snack vor oder nach dem Training, um die Energie- und Nährstoffspeicher des Körpers wieder aufzufüllen.

 

Gesunde Nährstoffe in Proteinbällchen

Proteinbällchen sind nicht nur lecker, sondern auch eine hervorragende Quelle für wichtige Nährstoffe. Hier sind einige der gesundheitlichen Vorteile, die sie bieten:

 

Hoher Proteingehalt

Proteine sind essentiell für den Aufbau und die Reparatur von Gewebe sowie für die Produktion von Enzymen und Hormonen. Proteinbällchen liefern eine konzentrierte Menge an Protein, das den täglichen Bedarf decken kann, besonders bei aktiven Personen und Sportlern.

 

Gesunde Fettesäuren

Die in Nüssen und Samen enthaltenen Fette sind vorwiegend ungesättigte Fettsäuren, die das Herz-Kreislauf-System unterstützen und entzündungshemmende Eigenschaften haben. Omega-3-Fettsäuren, die in Chia- und Leinsamen vorkommen, sind besonders wertvoll für die Gesundheit des Gehirns und die Reduzierung von Entzündungen.

 

Ballaststoffe

Proteinbällchen sind reich an Ballaststoffen, die die Verdauung fördern und für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl sorgen. Ballaststoffe helfen auch, den Blutzuckerspiegel zu regulieren und können das Risiko für Herzkrankheiten senken.

 

Vitamine und Mineralstoffe

Die verwendeten Trockenfrüchte und Nüsse sind eine hervorragende Quelle für Vitamine und Mineralstoffe wie Vitamin E, Magnesium und Kalium. Diese Nährstoffe unterstützen zahlreiche Körperfunktionen, von der Knochengesundheit bis zur Unterstützung des Immunsystems.

 

Lagerung und Haltbarkeit

Vegane Proteinbällchen sind der perfekte Power-Snack für unterwegs, sei es als schneller Snack im Büro, als Energieschub vor dem Training oder als nahrhafte Ergänzung zu den Mahlzeiten. Dabei lassen sie sich gut lagern und bleiben im Kühlschrank bis zu zwei Wochen frisch.

Die Energy Balls können auch eingefroren werden, um ihre Haltbarkeit zu verlängern. Dies macht sie zu einer idealen Option für die Vorratshaltung und Planung von Mahlzeiten.

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