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Bohnen – Nährwerte, Anbau und Ernte

Um die Gattung der Bohne (Phaseolus) rankt sich nicht nur einiges an eigensinnigem Pflanzengrün, sondern auch so manche Legende. Gerade dem außergewöhnlichen Wuchs der Stangenbohnen werden dabei häufig magische Fähigkeiten zugeschrieben. Grund hierfür ist nicht nur ihr hoher Nährstoffgehalt, sondern auch ihre mysteriöse Wuchsform.

 

Bohnen in der Küche und Volksmythologie

Schon das englische Märchen „Jack und die Bohnenranke“ berichtet von einer verzauberten Stangenbohne, die bis in den Himmel wächst. Für Gemüsegärtner kaum verwunderlich, denn bei Arten der Bohne handelt es sich um Kletterpflanzen mit recht üppigem Wuchs. Man muss dem wuchernden Rankenzauber im Garten daher oft schon frühzeitig Einhalt gebieten, damit die Bohnen einem nicht wortwörtlich über den Kopf wachsen.

 

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inmitten von Bohnenranken | © Das Grüne Archiv

Hat man die sich neckisch nach oben schraubenden Stängel aber erst einmal gebändigt, so bescheren Stangenbohnen und Co. ihrem Gärtner nicht nur eine reiche Ernte. Darüber hinaus ist die Bohne auch eine nahrhafte und heilsame Hülsenfrucht, die unter anderem blut- und harnreinigende Wirkung besitzt. Verantwortlich dafür ist ein hoher Gehalt an

  • essenziellen Aminosäuren,
  • Omega-Fettsäuren,
  • Flavonoiden und
  • Phytoöstrogenen.

Für Menschen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren, hat die Bohne noch einen ganz anderen Vorteil. Ähnlich wie die ihr artverwandte Erbse steckt sie nämlich voller gesunder Proteine und stellt daher eine wichtige Alternative zu tierischen Proteinquellen. Dabei ist aber zwischen verschiedenen Sorten der Bohne zu unterscheiden.

So besitzt die grüne Gartenbohne beispielsweise nur einen Gehalt von 2,2 g Proteinen pro 100 g. Weiße und Rote Bohnen schaffen hier mit 9 bis 9,7 g Proteinen pro 100 g deutlich mehr. Was der Gartenbohne an Protein fehlt, macht sie jedoch in Sachen Robustheit wieder wett. In unseren Breitengraden lässt sie sich nämlich deutlich unkomplizierter Anbauen als ihre exotischen Verwandten.

 

Nährwerte der  Gartenbohne im Überblick

NährwertGehalt pro 100 g
Brennwert
Eiweiß
Kohlenhydrate
Fett
Salz
Ballaststoffe
32,0 kcal / 134,0 kJ
2,2 g
4,3 g
0,4 g
0,67 g
2,3 g
Mineralstoffe:

Calcium
Chlorid
Eisen
Fluorid
Iodid
Kalium
Kupfer
Magnesium
Mangan
Natrium
Phosphor
Schwefel
Zink


50 mg
230 mg
484 μg
14 μg
2.4 μg
151 mg
63 μg
16 mg
176 μg
121 mg
27 mg
15 mg
217 μg
Vitamine:


Vitamin A
Vitamin B1
Vitamin B2
Vitamin B3
Vitamin B5
Vitamin B6
Vitamin B7
Vitamin B9
Vitamin C
Vitamin D
Vitamin E



35 μg
82 μg
0,1 mg
0,73 mg
0,23 mg
0,14 mg
4.5 μg
26 μg
12,2 mg
0.08 μg
0,41 mg

 

 

Bohnen anbauen – Standort und Aussaat

Bohnen gehören als Leguminosen zur Familie der Hülsenfrüchtler und hier speziell zur Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae). Sie stammen überwiegend aus Mittel- und Südamerika, und werden bei uns meist in Form von Buschbohnen und Stangenbohnen kultiviert. Diese stellen die zwei gängigsten Kulturformen der

  • Gartenbohne (Phaseolus vulgaris)

Während sich Varianten der Buschbohne im Beet eher bodennah ausbreiten und gerade einmal 50 Zentimeter hoch werden, bilden Varianten der Stangenbohne die allseits bekannten Ranken aus, welche bis zu 4 Meter in die Höhe wachsen. Für einen schönen und aufrechten Wuchs benötigt eine Stangenbohne deshalb unbedingt eine gute Rankhilfe, die schon früh im Beet verankert werden muss.

 

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Im Vergleich: Stangenbohne (links) und Buschbohne (rechts) | © Das Grüne Archiv

Der richtige Boden für Arten der Bohne

Ungeachtet ihrer Wuchsform bevorzugen Arten der Bohne im Garten windgeschützte und sonnige Standorte, sowie einen humusreichen, sandig-lehmigen und tiefgründig aufgelockerten Boden. Dieser sollte einen sauren bis neutralen pH-Wert zwischen 4,5 und 8,0 Punkten, sowie eine warme und sonnige Lage haben.

Als Begleitpflanzen für Bohnen eignen sich vor allem Kohlsorten, Erdbeeren und Radieschen. Ein besonderer Tipp sind zudem Mischkulturen mit Tagetes und Bohnenkraut, lassen sich Schädlinge hierdurch doch erfolgreich fernhalten. Abzuraten ist hingegen von Pflanzpartnern wie Zwiebel- und Lauchgemüse. Auch andere Hülsenfrüchte, zum Beispiel Erbsen oder Lupine, sollten Sie nicht in unmittelbarer Nähe zu Phaseolus-Arten anbauen.

Einzelheiten zum Anbau von Bohnen:

  • Varianten der Buschbohne wachsen bodennah
  • Varianten der Stangenbohne benötigen eine Kletterhilfe
  • Arten der Bohne lieben sonnige und windgeschützte Standorte
  • Boden sollte humos, sandig-lehmig und tiefgründig sein
  • pH-Wert des Bodens: sauer bis neutral, von 4,5 bis 8,0
  • nicht neben anderen Hülsenfrüchten, Zwiebeln oder Lauch anbauen
  • gute Pflanzpartner: Bohnenkraut, Erdbeeren, Kohl, Radieschen

 

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Junge Ranken der Feuerbohne | © Das Grüne Archiv

Aussaat von Bohnen

Bohnen lassen sich am besten durch Aussaat in Töpfen oder Beeten anbauen. Entsprechendes Saatgut erhalten Sie in großer Sortenvielfalt im Garten- bzw. Online-Handel. Hier finden sich neben Formen der Gartenbohne oftmals auch originelle Arten und Sorten, so zum Beispiel die Ackerbohne, Feuerbohne, Mondbohne oder Jackbohne. Sie alle folgen ungefähr den selben Anbaubedingungen und werden vie folgt im Garten ausgebracht:

1. Schritt – Aussaattermin wählen: Bohnensamen sollten erst nach den Eisheiligen ins Freilandbeet ausgesät werden, wenn die Bodentemperatur über 10 Grad beträgt. Zudem fühlen sich die Hülsenfrüchte in mitteleuropäischen Gärten erst wohl, wenn die Außentemperaturen bereits zwischen 20 und 30 Grad betragen. Aus diesem Grund sollten Sie die Hülsenfrüchte erst ab Mitte Mai anbauen, wenn keine Spätfröste mehr zu erwarten sind.

2. Schritt – Boden vorbereiten: Sofern es sich um eine Beetkultur handelt, muss der Boden vor der Aussaat der Bodensamen tiefgründig umgegraben werden. Je nach Bodenbeschaffenheit können Sie auch noch Kompost untermischen, um optimale Nährstoffverhältnisse zu schaffen. Im Topf genügt die Ausbringung einer guten Drainage, sowie die Wahl einer geeigneten Anzuchterde.

3. Schritt – Bohnen aussäen: Setzen Sie die Samen der Buschbohne in Gruppen zu je 6 Samen und mit einem Reihenabstand von 40 Zentimetern in 2 bis 3 Zentimeter tiefe Löcher. Für Stangenbohnen sollte bereits während der Aussaat eine Kletterhilfe in die Erde gesetzt werden. Die Samen werden dann ebenfalls in 6er Grüppchen um jeweils ein Klettergerüst gesät. Der Abstand zwischen einzelnen Rankenpflanzungen sollte auch hier 40 Zentimeter betragen.

4. Schritt – Saatgut bewässern: Bei Varianten der Stangenbohne ist bis zur ersten Keimbildung sparsam zu gießen. Arten der Buschbohne dürfen Sie hingegen bereits vor der Keimung regelmäßig wässern. Vermeiden sie aber in beiden Fällen Staunässe, um kränkelnde Keimlinge und Fäulnis zu vermeiden.

5. Schritt – Jungpflanzen pikieren und stabilisieren: Bohnen müssen nur bei einer Anzucht in Töpfen oder Kästen pikiert werden. Dies geschieht, sobald die Pflanzen eine Höhe von 15 Zentimetern erreicht haben. Die ersten Triebe der Stangenbohnen können zu diesem Zeitpunkt bereits vorsichtig um die Kletterhilfe gelegt und angebunden werden, was auch für Freilandkulturen gilt. Nach der Blüte bildet die Bohne dann ihre langen Hülsen aus, die sich bereits ab Juli ernten lassen.

Kurzschritte zur Aussaat im Überblick:

  • Aussaattermin: Mitte Mai
  • Boden im Freiland vor der Aussaat gut auflockern
  • Substrat ggf. mit Kompost anreichern
  • bei Topfkultur Drainage im Gefäß ausbringen
  • Saattiefe: 2 – 3 cm
  • Bohnen in Gruppen zu je 6 Samen säen
  • Reihenabstand: 40 cm setzen
  • bei Stangenbohnen Samen um ein Rankengerüst säen
  • Buschbohnen schon nach der Aussaat regelmäßig gießen
  • Stangenbohnen bis zur Keimung nur sparsam bewässern
  • bei Topfkultur ab einer Höhe von 15 cm pikieren
  • bei Freilandkulturen ab derselben Größe an Rankhilfe fixieren
  • Ernte der von Arten der Bohne ist ab Juli möglich

 

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Bohnen an Rankhilfe | © Das Grüne Archiv

Bohnen gießen und düngen

Busch- wie auch Stangenbohnen entwickeln je nach Zeitpunkt der Aussaat von Juni bis September in weiße bis rotviolette Blüten. Für die Blüten-, ebenso wie für die Fruchtbildung benötigen die Hülsenfrüchte dabei sehr viel Wasser. Der Boden sollte daher konstant feucht gehalten, Staunässe aber dennoch vermieden werden.

Eine intensive Düngung von Sorten der Bohne ist bei geeignetem Boden normalerweise nicht nötig. Stattdessen reicht es aus, ab und an ein wenig Kompost unter die aufgeharkte Erde zu mischen. Falls das Bodensubstrat nicht ausreichend Nährstoffe enthält, sollte zur Nachoptimierung nur stickstoffarmer, organischer Dünger verwendet werden. Hierzu eignen sich Knochenmehl oder Holzasche am besten.

Wichtig: Bei Holzasche ist diesbezüglich auf eine sparsame Ausbringung zu achten, da die Asche stark basisch wirkt. 200 bis 400 g pro Quadratmeter sind daher völlig ausreichend.

Kurztipps zum Gießen und Düngen:

  • Blütezeit reicht von Juni bis September
  • während der Blüte herrscht erhöhter Wasserbedarf
  • Boden sollte stetig feucht aber nicht schwemmnass sein
  • Düngung erfolgt mit Kompost, Holzasche oder Knochenmehl
  • Düngemittel muss organisch und stickstoffarm sein

 

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erntereife Bohnen | © Das Grüne Archiv

Bohnen ernten und vermehren

Neben der richtigen Bewässerung und einer wohl bemessenen Düngung erfordert das Anbauen von Arten der Bohne auch gelegentliches Unkrautjäten und Harken der Erde. Zudem müssen die Triebe in ihrem Wuchs gelegentlich an die Kletterhilfe angepasst werden. Ein Rückschnitt der Pflanzen ist allerdings nicht erforderlich.

Die Ernte der Bohnenhülsen erfolgt etwa 8 bis 10 Wochen nach der Aussaat, sobald diese beim Biegen glatt aufreißen. Die Hülsen werden hierbei vorsichtig von der Pflanze abgenommen, zum Beispiel durch Abzwicken der Fruchtstände. In ein feuchtes Tuch gewickelt, können Sie Ihre Phaseolus-Pflanzen dann bis zu 3 Tage im Kühlschrank aufbewahren oder einfrieren. Da die Hülsenfrüchte im rohem Zustand das giftige Protein Phasin enthalten, müssen sie vor dem Verzehr aber unbedingt gut erhitzt werden.

 

Vermehrung durch Aussaat

Samen der Bohne erhalten Sie, wenn Sie einige Hülsen an der Pflanze aufreifen lassen. Pflücken Sie die reifen Hülsen erst, wenn sich die Kerne von innen durchzeichnen und lagern Sie diese an einem warmen und trockenen Platz. Wenn die Bohnen spröde geworden sind, können Sie die Samen leicht entfernen und dann im nächsten Jahr wie gewohnt aussäen.

Kurztipps zur Ernte und Vermehrung:

  • bis zur Ernte hin und wieder Unkraut jäten
  • Boden gelegentlich gut durchharken
  • Pflanzentriebe ggf. an Rankhilfe nachfixieren
  • ca. 8 bis 10 Wochen nach Aussaat erfolgt die Ernte
  • hierfür Hülsenfrüchte vorsichtig von der Pflanze lösen
  • Lagerung von bis zu 3 Tagen die Hülsen im Kühlschrank
  • für längere Haltbarkeit einfrieren
  • Vorsicht, rohe Bohnen sind schwach giftig
  • sie müssen vor dem Verzehr erhitzt werden
  • für Vermehrung einige Hülsen an der Pflanze belassen
  • absammeln, wenn sich die Kerne durch Hülse abzeichnen
  • danach die Hülsenfrüchte warm und trocken lagern
  • Samen können entfernt werden, sobald die Hülsen spröde sind

 

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Bohnen gibt es in allerlei Farben und Größen, hier: Kidneybohne, Pinto-Bohne und Mond- bzw. Limabohne

Interessante Arten der Phaseolus

Die Gattung Phaseolus weist über 100 verschiedene Kultursorten auf. Hierzu zählen neben den bekannten Formen der Gartenbohne auch die Feuerbohne und Mondbohne. Darüber hinaus werden auch einige Hülsenfrüchte aus anderen Gattungen als Kulturbohnen genutzt.

Beispielsweise gehört die Jackbohne, welche ihren Namen dem berühmten Märchen von Jack und der verzauberten Bohnenranke verdankt, zur Gattung Canavalia. Die bei uns ebenfalls sehr beliebte Ackerbohne wiederum entstammt der Gattung Vicia, deren Arten viele als Wicken kennen dürften. Zur besseren Übersicht haben wir hier ein paar interessante Varianten für Sie zusammengefasst:

SorteBeschreibung
Gartenbohne (Grüne Bohne)
Phaseolus vulgaris


  • Buschbohnen
    Phaseolus vulgaris var. nanus

  • Stangenbohnen
    Phaseolus vulgaris var. communis

Erntezeit: Juli bis September
Frucht: weiße, grüne, rotbraune oder schwarze Hülsenfrüchte
Kocheigenschaften: ideal für Suppen, Eintöpfe, Salate und Gemüsebeilagen; rote Gartenbohnen sind als Kidney-Bohnen bekannt und eine beliebte Zutat für Chili con Carne
gute Sorten: 'Alubia', 'Amethyst', 'Apollo', 'Blauhilde', 'Burke', 'Cristal', 'Diacol-Calima', 'Othello', 'Maverick', 'Red Kidney', 'Redkloud', 'Sierra', 'Sigma', 'White'
Feuerbohne
Phaseolus coccineus





Erntezeit: Juli bis November
Frucht: weiße, rotbraune oder schwarzviolette Hülsenfrüchte
Kocheigenschaften: Feuerbohnen sind wunderbar für Suppen, Gemüsebeilagen und Bohnensalat geeignet
gute Sorten: 'Butler', 'Fasolia Gigantes', 'Hestia', 'Meienbohne', 'Preisgewinner', 'Primado', 'Rotblühende', 'Red Run', 'Summer Medley', 'Weiße Riesen'
Mondbohne (Limabohne)
Phaseolus lunatus

Erntezeit: August bis September
Frucht: grünweiße oder rotbraune Hülsenfrüchte
Kocheigenschaften: kastanienähnlicher Geschmack; ausgezeichnet für Delikatessen und extravagante Bohnengerichte
Ackerbohne
Vicia faba





Erntezeit: Mai bis Juni
Frucht: grünliche bis braunschwarze Hülsenfrüchte
Kocheigenschaften: ideal für nahrhafte Eintöpfe; Hülsen der Ackerbohnen nur im sehr jungen Zustand genießbar
gute Sorten: 'Karmesin', 'Perla', 'Piccola', 'Witkiem'
Augenbohne
Vigna unguiculata





Erntezeit: August bis September
Frucht: weiße bis schwarze Hülsenfrüchte mit markantem Auge
Kocheigenschaften: gut für exotische und außergewöhnliche Bohnengerichte; gerne auch als Bohnengemüse zubereiten
gute Sorten: 'Biflora', 'Black Eye', 'Brown Crowder', 'Butter Peas', 'Liane', 'Sesquipedalis', 'Tapir', 'Unguiculata'
Jackbohne
Canavalia ensiformis
Erntezeit: August bis September
Frucht: grünliche bis elfenbeinweiße Hülsenfrüchte
Kocheigenschaften: Heil- und Gemüsepflanze; zum Verzehr werden meist nur die Bohnensamen aus unreifen Hülsen genutzt
Pferdebohne
Macrotyloma uniflorum
Erntezeit: Juli bis September
Frucht: hellrote bis braunschwarze Hülsenfrüchte
Kocheigenschaften: gut für asiatische und orientalische Bohnengerichte

 

Mögliche Krankheiten und Schädlinge

Die pflegeleichte Bohne wird vor allem von Bohnenrost gefährdet. Die Pilzerkrankung lässt sich durch frühzeitiges Abzupfen der befallenen Blätter allerdings eindämmen. Im Folgejahr sollte die Beetfläche vorsorglich gewechselt werden. Bei Erkrankungen durch den Bohnenmosaikvirus und die Brennfleckenkrankheit müssen die Pflanzen allerdings vollständig aus den Beeten entfernt und dürfen nicht kompostiert werden. Einige Kultursorten der Bohne sind gegen diese Krankheiten bereits resistent, wie zum Beispiel die Sorte ‚Primado‘ der Feuerbohne.

Gegen Schädlinge wie Schnecken, Bohnenblattläuse und Bohnenfliegen helfen Gemüseschutznetze an den Gemüsepflanzen. Auch das Besprühen der Bohne mit Brennnesselaufguss kann einem Befall vorbeugen. Ein guter Trick ist es zudem, Bohnenkraut und Tagetes neben den Hülsenfrüchten zu pflanzen. Der Geruch dieser Gewächse hält eine Vielzahl an Schädlingen auf gebührendem Abstand.

 

Fazit

Bohnen sind pflegeleichte Gemüsepflanzeeignen, die mit einem warmen Platz an der Sonne und einer guten Grunddüngung bereits rundum wohl fühlen. Außer beliebten Formen der Gartenbohne wie zum Beispiel Varianten der Stangen- und Buschbohne, gibt es dabei noch eine Reihe anderer Arten der Bohne, die allesamt mit einer üppigen Farbvariation, sowie einer Fülle an Zubereitungsmöglichkeiten aufwarten. Eine Ernte ist bei den meisten Sorten dieser Hülsenfrüchte schon ab Juli möglich. Die Haupterntezeit erstreckt sich dann von Spätsommer bis Frühherbst.

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