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Holunder – Wirkung, Standort und Kultur

Der Holunder (Sambucus) ist ein halb- bis vollständig verholzender Strauch, der vor allem wegen seiner schirmtraubigen Rispenblüten wohl bekannt ist. Die Holunderblüten sind dabei nicht nur ein wunderschöner Blickfang im Garten, sondern werden auch zu Herstellung von Getränken wie Tee oder zur heilpflanzlichen Anwendung genutzt.

Insbesondere bei Erkältungskrankheiten und Entzündungen, sowie der Behandlung von Magenbeschwerden und Fieber wird immer wieder ein Tee aus Holunderblüten empfohlen. Wer sich den vielseitig einsetzbaren Holunder im eigenen Garten kultivieren möchte, für den haben wir hier einen kleinen Leitfaden zusammengestellt.

Wissenswertes: Der Likör Sambuca hat trotz Namensähnlichkeit nichts mit Holunder zu tun. Denn er enthält nur in seltensten Fällen Holunder als Zutat und wird ansonsten eher aus Anis, Sternanis und Süßholz hergestellt. Bedingt durch seine Herkunft aus Italien ist es aber denkbar, dass Sambuca einem alten italienischen Heiltonikum mit Holunder ähnelt. Immerhin hat die Anwendung von Sambucus als Heilmittel in der Volksmedizin Italiens lange Tradition.

 

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Holunderblüte | © Das Grüne Archiv

Holunder im Volksglauben

Die Nutzung von Holunder als Nahrungs- und Färberpflanze ist bereits aus prähistorischer Zeit bekannt. Seine Hohlstängeln wurden in der Antike wie auch im Mittelalter zudem in der Herstellung von Flöten und altertümlichen Bohrwerkzeugen mit Bogensehnen verwendet.

Ebenso spielt Holunder im Volksglauben verschiedener Völker seit jeher eine bedeutende Rolle. So glaubten die Germanen und Wikinger beispielsweise, dass sich die Göttin Freya den Holunderbusch als Wohnsitz auserchoren haben soll. Er wurde deshalb häufig als Schutzgehölz in der Nähe von Häusern gepflanzt, um den Schutz der Göttin zu erlangen.

Seinen Beinamen „Hollerbusch“ verdankt der Holunder wiederum der Brunnen- und Quellgöttin Holla. Besser bekannt als Frau Holle aus dem gleichnamigen Grimms Märchen, bot man ihr im Sommer blühende Zweige des Holunders an, damit sie den Feldern Fruchtbarkeit beschwerte und so für eine reiche Ernte sorgte.

Im Christentum deutete man ein aus Holunderholz gefertigtes Grabkreuz, das nach der Bestattung wieder grünte, als Zeichen dafür, dass die Seele unbeschadet im Jenseits angekommen war. Ein verdorrter Holunderbausch vor dem Haus kündigte dagegen den Tod eines Familienmitglieds an.

Übrigens: Niemals pflanzen sollte man laut Aberglauben einen Holunderbusch vor dem Schlafzimmer. Der schwere, süßliche Duft der Holunderblüten mache die Hausbewohner im Schlafe ansonsten benommen, so hieß es.

 

Holunder in der Küche und Medizin

Ein wichtiges Ritual- und Festtahskraut ist der Holunder noch heute im Rahmen von Mittsommerfeierlichkeiten wie Litha oder dem Johannistag. Verantwortlich hierfür ist wahrscheinlich die Tatsache, dass der Holunder recht punktgenau zur Sommersonnwende blüht.

Entsprechende Sonnwendbräuche mit Holunder gibt es daher viele. Beispielsweise soll man ein ganzes Jahr lang Fieber abwehren können, wenn man am Johannistag um 12 Uhr mittags eine in Butter gebratene Blütendolde des Holunders unter der Feueresse des Schornsteins verzehrte. Ein Holundertrunk, der an Litha gereicht wird, schütze ebenfalls vor Krankheit.

 

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Kultgetränk zur Sommersonnwende: Holunderblütensaft | © Das Grüne Archiv

Inhaltsstoffe und Wirkung von Holunder

Tatsächlich besitzt Holunder so einige heilsame Wirkungen. Vor allem der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) wird heilpflanzlich sehr umfangreich genutzt, etwa gegen:

  • Atemwegserkrankungen
  • Fieberkrankheiten
  • Gelenkentzündungen
  • Halsschmerzen und Heiserkeit
  • Harnwegserkrankungen
  • Haut- und Bindehautentzündung
  • Herz-Kreislauf-Beschwerden
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Magen-Darm-Entzündungen
  • Nervenbeschwerden
  • Rheumaerkrankungen
  • Schlafstörungen
  • Stoffwechselstörungen
  • Wunden und Verbrennungen
  • Verdauungsbeschwerden

Die Anwendungsgebiete von Sambucus sind also vielseitig. Seine Heilwirkung entsteht dabei insbesondere durch beruhigende Schleimstoffe sowie antioxidative, desinfizierende und entzündungshemmende Gerbstoffe und Flavonoide.

Holunderbeeren sind darüber hinaus reich an Vitamin C und Farbstoffen aus der Gruppe der Anthocyane wie Sambucin oder Sambicyan, die ebenfalls als hochwirksame Antioxidantien und antibiotische Wirkstoffe bekannt sind. Sie helfen daher insbesondere gegen Herz-Kreislauf-Beschwerden und Stoffwechselstörungen, die mit ungesunden Stoffwechselschlacken in Verbindung stehen.

Selbst die in der Volksheilkunde gebräuchliche Anwendung von Holunder gegen Diabetes mellitus hat durchaus ihren Sinn. In einer Studie nordirischen Studie der School of Biomedical Sciences an der Universität von Ulster konnte nämlich nachgewiesen werden, dass Schwarzer Holunder eine insulinähnliche Wirkung besitzt.

 

Heilsam und aromatisch zugleich

Das Aroma von Holunder ist so vielseitig wie seine Heilwirkung. Die Blüten haben einen herb-süßen Geschmack mit leicht grüner bis saurer Note, der sich hervorragend in erfrischenden Getränken wie Tees, Limonaden, Sommerweine oder Schnäpse macht, aber auch für Gelee und Sirup macht.

Bei Holunderbeeren kommt neben dem würzig herben und schwer süßlichen Geschmack außerdem eine leichte Bitternote mit ins Spiel, der von dem hohen Gehalt an Anthocyanen und Gerbstoffen insbesondere der schwarzen Beeren herrührt. Die herben Beeren werden neben Säften und Konfitüren auch gerne als Zutat für Süßgebäck wie Holunderkuchen, Holundersuppe oder die berühmten Hollerkückerl verwendet.

Achtung: Mit Ausnahme seiner Blüten und Beeren ist der Holunder in allen Pflanzenteilen giftig. Auch die Samen der Holunderbeeren enthalten Blausäure, weshalb der Rohverzehr zu Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden und Erbrechen führen kann. Bei der Verarbeitung der Früchte ist daher Umsicht gefragt.

 

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Wichtig beim Auskochen von Holunderblüten: Die Blütendolden dürfen nur am Stock ins Wasser getaucht werden, damit die giftigen Inhaltsstoffe der Stiele nicht ins Extrakt gelangen

Holunder pflanzen – Standort und Ablauf

Sambucus bildet eine eigene Pflanzengattung in der Familie Moschuskrautgewächse (Adoxaceae). Seine Arten sind weltweit auf allen großen Kontinenten heimisch, wo sie bei geeigneten Standortbedingungen bis zu 10 m hoch werden können. Für ein gutes Wachstum benötigt Holunder dabei vor allen ausreichend Sonne. Ein halbschattiger Standort ist ebenfalls tolerierbar, allerdings könnten sich die ziervollen Blüten hier etwas zaghafter entwickeln.

Als Standortsubstrat wählen Sie für Sambucus am besten ein kalk-, stickstoff- und humusreiches Substrat. Sandige Lehmböden sind ideal, wobei Holunder auch auf anderen Substraten gut gedeiht. Der Boden-pH-Wert sollte für die Ansprüche des Holunders neutral sein und zwischen 6,5 bis 7,5 Punkten liegen. Empfehlenswerte Pflanzpartner für Holunder sind zum Beispiel Johannisbeeren, Brombeeren oder Flieder.

Einzelheiten zum Standort für Holunder:

  • Sträucher des Sambucus bevorzugen sonnige Standorte
  • im Halbschatten entwickeln sich weniger Holunderblüten
  • kalk-, stickstoff- und humusreiche Böden wählen
  • sandig-lehmige Substrate sind perfekt
  • pH-Wert des Bodens: neutral, von 6,5 bis 7,5
  • Pflanzpartner: Johannisbeeren, Brombeeren und Flieder

 

Pflanzanleitung für Holunder

1. Schritt – Pflanzzeit wählen: Die Pflanzzeit für Holundersträucher liegt im Herbst oder zum Beginn des Frühjahrs. Sollte der Holunderstrauch bereits vor der Pflanzung Triebe entwickelt haben, ist es wichtig diese vorab auf 20 cm zurück zu schneiden.

2. Schritt – Boden vorbereiten: Der Boden sollte vor der Pflanzung mit ausreichend organischem Dünger angereichert werden, am besten mit Kompost. Auch ein ausreichendes Auflockern des Substrates sowie die Hinzugabe von Kalk oder Stickstoff ist für die Bodenvorbereitung wichtig. Das Pflanzloch sollte etwa den doppelten Durchmesser des Wurzelballens haben und kann gerne mit etwas Hornspänen ausgestattet sein.

4. Schritt – Holunder pflanzen: Der Pflanzabstand zwischen einzelnen Holundersträuchern sollte bei 2 bis 3 m liegen. Sobald das Pflanzloch mit Aushub aufgefüllt wurde, geht es daran, den Holunderstrauch zum ersten Mal anzugießen. Vermeiden Sie hierbei Staunässe, sorgen sie aber gleichzeitig dafür, dass die Wurzeln des Strauchs sich gut mit Wasser vollsaugen können. Auf diese Weise erleichtern Sie dem ziervollen Blütenstrauch das Anwachsen im Boden.

Kurzschritte zur Pflanzung im Überblick:

  • Pflanzzeit: Herbst oder Anfang Frühling
  • zu lange Triebe vorab auf 20 cm kürzen
  • Boden vor der Pflanzung auflockern
  • ggf. mit Kalk oder Stickstoff anreichern
  • das Pflanzloch sollte doppelt so groß wie der Wurzelballen sein
  • es kann auch gerne mit etwas Hornspänen versehen werden
  • Pflanzabstand für Holunder: 2 – 3 m
  • nach dem Einpflanzen den Blütenstrauch erstmals angießen
  • Staunässe ist hierbei zu vermeiden

 

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Holunderbusch an einer Mauer | © Das Grüne Archiv

Holunder gießen und düngen

Gießen müssen Sie Sambucus nur bedingt. Das Laubgehölz regelt seinen Wasserbedarf normalerweise selbst. Wenn im Sommer starke Trockenheit herrscht, ist es jedoch wichtig, dem Holunder mit manueller Bewässerung unter die Arme zu greifen. Achten Sie bei den Wassergaben aber darauf, dass im Wurzelbereich des Holunderstrauchs keine Staunässe entsteht. Kalkhaltiges Leitungswasser ist für den kalkliebenden Strauch kein Problem.

Auch beim Dünger ist der Holunder sehr leicht zu pflegen. Denn bei guter Bodenbeschaffenheit bedarf Sambucus keinerlei zusätzlicher Nährstoffgaben. Sollten Sie keinen idealen Boden besitzen und dem Holunder etwas Gutes tun wollen, können Sie ihn allerdings hin und wieder mit stickstoffhaltigen Nährstoffgaben verwöhnen.

Kurztipps zum Gießen und Düngen:

  • Holunder versorgt sich größtenteils selbst mit Feuchtigkeit
  • in Trockenphasen muss man manchmal aber manuell nachhelfen
  • kalkhaltiges Leitungswasser darf hier bedenkenlos verwendet werden
  • eine Düngung des Holunders ist für gewöhnlich nicht notwendig
  • bei ungünstigem Standortboden Stickstoffdünger nutzen

 

Holunder schneiden und vermehren

Im ersten Jahr ist ein Rückschnitt der Holundersträucher normalerweise nicht notwendig. Das Auslichten seiner Sträucher ist dennoch zu jederzeit möglich und kann vor allem dann nötig werden, wenn das Strauchgeäst zu dicht wächst oder störende Triebe das Gesamtbild verunstalten.

Auch die Holunderblüten wachsen nach einem Auslichtungsschnitt wieder üppiger, wenn gezielt blühfaules Holz abgetragen wird. Nach einigen Standjahren kann dann erstmals ein radikaler und bodennaher Rückschnitt erfolgen. Keine Sorge, die Sträucher erholen sich rasch von dem Radikalschnitt und treiben binnen kürzester Zeit wieder nach.

Holunderblüten lassen sich während der Blütezeit von Mai bis Juli entnehmen. Schneiden sie einfach einige Blütenrispen aus dem Geäst, die im Anschluss entweder frisch verarbeitet oder getrocknet werden können. Auch die Holunderbeeren lassen sich ernten. Von einem Rohverzehr der Steinfrüchte ist jedoch abzuraten, denn Holunderbeeren besitzen im Rohzustand eine schwach toxische Wirkung, deretwegen Holunder trotz seiner Heilwirkung zu den Giftpflanzen zählt.

 

Vermehrung durch Stecklinge

Für die Stecklingsvermehrung von Sambucus werden im Hochsommer einige gesunde Triebe bis zu einem halb verholzten Bereich abgeschnitten. Der abgeschnittene Trieb sollte danach in ein Wasserglas gestellt werden und idealerweise einen Standort erhalten, der warm und hell ist. Hat er Trieb Wurzeln gebildet, kann dieser direkt ins zurück Freiland verpflanzt werden.

Kurztipps zum Schneiden, Ernten und Vermehren:

  • im ersten Jahr bedarf Sambucus lediglich einer Auslichtung
  • vorrangig lichtraubende Äste und blühfaule Triebe ausschneiden
  • nach mehreren Standjahren wird dann ein Rückschnitt nötig
  • Holunder darf hier radikal auf Bodenhöhe gestutzt werden
  • die Ernte der Holunderblüten erfolgt zwischen Mai und Juli
  • Vorsicht, unreife Beeren des Holunder sind giftig
  • Holunderbeeren deshalb nur gekocht verzehrt werden
  • von einer Ernte der Steinfrüchte ist deshalb abzusehen
  • für Vermehrung im Hochsommer gesunden Trieb auswählen und in Wasserglas geben
  • der Standort für den Steckling sollte warm und hell sein
  • nach ausreichender Bewurzelung kann der Steckling dann zurück ins Freiland

 

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Blütendolden des Schwarzen Holunders | © Das Grüne Archiv

Interessante Arten des Sambucus

Die Gattung Sambucus umfasst etwa zehn Arten von denen 3 in Mitteleuropa heimisch sind. Am bekanntesten ist sicherlich der Schwarze Holunder (Sambucus nigra), der sowohl als Zierstrauch als auch zu medizinischen Zwecken genutzt wird. Einzelheiten zu diesem auch Hollerbusch genannten Holunderstrauch, sowie zu weiteren Varianten des Holunders haben wir nachstehend für Sie festgehalten:

SorteBeschreibung
Blauer Holunder
Sambucus cerulea
Blütezeit: Mai bis Juli
Blütenfarbe: cremeweiße Holunderblüten, blauschwarze Steinfrüchte
Wuchshöhe: 2 bis 6 m
Herkunft: Amerika
Eignung für Kultivierung: gut
Besonderheiten: bis -20 °C winterhart
Kanadischer Holunder
Sambucus canadensis


Blütezeit: Juni bis Juli
Blütenfarbe: weiße Holunderblüten, schwarze Steinfrüchte
Wuchshöhe: 3 bis 4 m
Herkunft: Kanada, Amerika
Eignung für Kultivierung: sehr gut
Besonderheiten: bis -29 °C winterhart
Roter Holunder
Sambucus racemosa
Blütezeit: Juli bis August
Blütenfarbe: hellgelbe Blüten, rote Steinfrüchte
Wuchshöhe: 2 bis 4 m
Herkunft: Europa
Eignung für Kultivierung: sehr gut
Besonderheiten: bis -29 °C winterhart
gute Sorten: 'Tenuifolia'
Schwarzer Holunder (Hollerbusch)
Sambucus nigra
Blütezeit: Juni bis Juli
Blütenfarbe: weiße Holunderblüten, schwarze Steinfrüchte
Wuchshöhe: 3 bis 7 m
Herkunft: Asien, Arabien, Europa
Eignung für Kultivierung: sehr gut
Besonderheiten: bis -28 °C winterhart; Heilpflanze; Sambucus nigra wird gerne als Wallhecken gepflanzt
gute Sorten: 'Aurea', 'Aureomarginata', 'Black Beauty', 'Eva', 'Gerda', 'Guincho Purple', 'Haschberg', 'Laciniata', 'Linearis', 'Mammut', 'Monstrosa', 'Naomi', 'Pulverulenta', 'Pygmy', 'Pyramidalis', 'Sampo''Samyl'
Zwergholunder (Attich)
Sambucus ebulus
Blütezeit: Juni bis August
Blütenfarbe: hellgelbe Blüten, rote Steinfrüchte
Wuchshöhe: 0,5 bis 1,5 m
Herkunft: Europa
Eignung für Kultivierung: sehr gut
Besonderheiten: bis -29 °C winterhart; dieser Holunder wächst als Staude

 

Holunder – Mögliche Krankheiten und Schädlinge

Der Holunder ist eine sehr widerstandsfähige und robuste Pflanzenart. Nennenswerte Krankheiten und Schädlinge sind für seine Sträucher nicht bekannt.

 

Fazit

Es gibt hierzulande kaum einen Traditionsgarten, in dem nicht mindestens ein Holunderstrauch steht. Aus gutem Grund, denn Holunderblüten besitzen nicht nur einen besonderen Zierwert, sondern darüber hinaus auch so manche Heilwirkung. Für sein Wohlbefinden benötigt Holunder dabei lediglich einen sonnenreichen Standort, sowie ein humoses, kalk- und stickstoffreiches Standortsubstrat. Wer diese Standortbedingungen erfüllt, dem bereiten die Sträucher des Holunders weder beim Gießen, noch beim Düngen großen Aufwand. Darüber hinaus ist Sambucus äußerst Schnittverträglich und verzeiht so manchen Radikalschnitt. Wer sich einen pflegeleichten Blütenstrauch anschaffen möchte, der ist mit Holunder definitiv gut beraten. Neben dem beliebten Sambucus nigra ist hier vor allem Sambucus racemosa zu empfehlen, dessen rote Steinfrüchte optisch eine Alternative zu den schwarzen Beeren des Hollerbuschs liefern. Seien sie aber vorsichtig denn die Steinfrüchte des Holunderstrauchs sind im Gegensatz zu den Blüten giftig und dürfen nicht roh verzehrt werden.

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