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Litha (Mittsommer) – Kräuter, Bräuche und Rezepte

Das besser als Mittsommerfest oder Sonnwendfest bekannte Fest Litha markiert die Hälfte das Ende der ersten Jahreshälfte. Die Sonne erreicht nun mit dem Sommerpunkt zwischen dem 20. und 22. Juni ihren höchsten Mittagszenit. Es steht der längste Tag des Jahres an, wobei die Sonne in Ländern am Polarkreis selbst nachts nur kurz oder gar nicht untergeht. Man spricht hier auch von der Mitternachtssonne oder der Weißen Nacht.

 

Die Essenz der Sommersonnenwende

Die Sommersonnwende als außergewöhnliches Naturphänomen fasziniert die Menschheit schon seit Jahrtausenden. Als Inbegriff menschlicher Faszination für die Beobachtung der Sonnenbahn bis zu ihrem sommerlichen Höhepunkt gilt das legendäre Stonehenge. Es wurde vor gut 5.000 Jahren als rituelles Heiligtum errichtet, wobei sein Ringwall ziemlich exakt auf den Sonnenaufgang am Tag der Sommersonnwende ausgerichtet ist.

 

Fest der fruchtbaren Jahreszeit

Auch Poeten und Dichter zog die Magie der Sommersonnwende immer wieder in ihren Bann. Man denke nur an William Shakespeares berühmten Sommernachtstraum, der im Original eigentlich „A Midsummer Night’s Dream“ (Mittsommernachtstraum) heißt und damit direkten Bezug auf die Nacht zum Mittsommerfestes nimmt. Der Elfenaufzug im Theaterstück mit Titania und Oberon als mächtiges Königspaar, ebenso wie die Hochzeitsvorbereitungen von Theseus und Hippolyta thematisieren klassische Inhalte der Sonnwendlegenden.

So sollen in der Nacht zum Sonnwendfest beispielsweise Elfen und Feen durch die blühende Natur tanzen. Gemeinsam mit den Menschen begrüßen die fruchtbare Zeit des Überflusses, die mit dem Hochsommer bevorsteht. Auf den Feldern beginnt nun allmählich die Getreideernte. Obstbäume blühen nun in großer Zahl und werden schon bald leckere Früchte hervorbringen.

Die große Göttin ist nach ihrer Vereinigung mit ihrem gehörnten Gott zu Beltane nun schwanger und somit ebenfalls auf dem Gipfel ihrer Fruchtbarkeit. Ihr Geliebter wird unterdes zum Eichenkönig, der die Personifikation des Sonnengottes auf dem Höhepunkt seiner Männlichkeit darstellt. Doch trotz seinem strahlenden Aufstieg ist er noch immer der Herr des Waldes und wacht über die Sonnwendfeierlichkeiten von seinem grünen Thron.

 

Die milde Brise des Sommers

In Skandinavien wird das Mittsommerfest übrigens nicht vom 20. bis zum 22. und damit zur eigentlichen Sommersonnwende gefeiert. Stattdessen fällt das skandinavische Midsommar immer auf den ersten Samstag zwischen dem 20. und 26. Juni, wobei am Freitag davor der sogenannte Midsommarafton (Mittsommerabend) begangen wird.

Im keltischen Kulturraum steht während Litha hingegen die tatsächliche Sommersonnwende (Summer Solstice) im Zentrum der Feierlichkeiten. Der Name des Festes geht auf die angelsächsische Bezeichnung des Monats Juni zurück. Er hieß bei den Angelsachsen Ǣrra Līða, wohingegen Juli als Æftera Līða bekannt war. Die beiden Monatsnahmen werden häufig mit „Vor-Milde“ und „Nach-Milde“ der Sommersonnwende interpretiert. Als Milde ist hierbei die milde Brise bzw. das milde Wetter vor und nach dem Mittsommerfest gemeint. Der angelsächsische Mönch Bede schrieb hierzu in seiner Abhandlung De temporum ratione (Die Berechnung der Zeit) von 725:

„[…] der Monat wird Iunius in Latein genannt und in unserer Sprache Ǣrra Liða, denn der Himmel ist ruhig und so auch die Winde. Und es ist üblich [zu dieser Zeit] über das Meer zu segeln“

 

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Von Lichtsegen, Blütenzauber und milder Sommerbrise: Litha ist das Fest des üppigen Sommers

Litha – Bräuche und Rituale

Es gibt allerdings noch andere Theorien zur Namensentstehung des Festes Litha. So bedeutet das Wort līða in Island und auf den Faröer Inseln zum Beispiel „sich nähern“ , „sanft dahingleiten“ oder „fortschreiten“. Damit könnte der saisonale Fortschritt der Sonne oder der fließende Übergang zwischen länger und kürzer werdenden Tagen im Juni gemeint sein.

Da beide Länder außerdem zum nordischen Kulturkreis gehören, dem einige der ältesten Festtagsbräuche zum Mittsommerfest entstammen, könnte das Verständnis von Litha als saisonale Pforte zum Jahreszeitenwechsel durchaus hier seinen Ausgang genommen haben.

 

Ritualbaum für Litha: Die Eiche

Apropos Jahreszeitenportal: Der Eichenbaum als Kraftbaum des Eichenkönigs heißt auf Keltisch Duir was übersetzt ebenfalls „Pforte“ bedeutet. Eichenblätter und Dekorationen mit Zweigen des Eichenbaums (z.B. im Eingangsbereich der Haustür oder auf dem Hausaltar) haben an Litha daher lange Tradition. Zudem schmückt man Eichenbäume zum Fest gerne mit bunten Bändern oder spricht unter ihrer Krone Wünsche und Zauber aus, wobei gerade Liebeswünsche, Heilungs- und Wohlstandzauber für Litha-Rituale typisch sind.

Nun symbolisiert die Eiche zum Sonnwendfest aber nicht nur die Macht des Eichenkönigs, sondern kündet auch von dessen Rückzug zur Jahreshälfte. Ein wichtiges Thema der Feierlichkeiten ist die Machtübergabe des Eichenkönigs an seinen Bruder, den Stechpalmenkönig. Er ist der Regent der dunklen Jahreszeit, die, obwohl noch kaum spürbar, zur Sommersonnwende beginnt, wenn die Tage wieder kürzer werden.

Es ist ein friedlicher Machtwechsel der beiden Brüder und doch kündet er vom Abschied nehmen. Ein langer Abschied von warmen Sonnentagen, der fruchtbaren Natur, aber auch von einigen Erinnerungen und Ereignissen gehört darum ebenso zu den Litha-Feierlichkeiten wie das Genießen der Sommerwonne. Es ist ein idealer Zeitpunkt, um mit lange schwelenden Angelegenheiten abzuschließen, persönliche Projekte fertigzustellen und die Lektionen des ersten Halbjahres zu verinnerlichen, um mit ihnen gestärkt im Geiste voranzuschreiten und ein neues Kapitel aufzuschlagen.

 

Blumen und Blütenzauber

Auch in die für das Mittsommerfest üblichen Blumenkränze darf neben Blumen übrigens gerne Eichenlaub mit eingebunden werden. Man sammelt es traditionellerweise gemeinsam mit großblütigen Blumen am Morgen der Sommersonnwende.

Verliebte Mädchen zogen früher oftmals schon in der Mittsommernacht aus, um neben sieben unterschiedliche Blumen von sieben unterschiedlichen Wiesen zu pflücken. Sie wurden dann nicht nur für den Blumenkranz verwendet, sondern auch in einem Liebesstrauß zusammengebunden und unter das Kopfkissen gelegt. Im Traum an den Liebsten gedacht, soll sich der Liebeswunsch dann in den Wochen nach Litha erfüllen.

Sonnwend-Blumenkränze werden in Skandinavien vor allem beim Tanz um die Majstång getragen. Diese mag dem Maibaum sowohl im Aussehen als auch im Namen recht ähneln, hat aber nichts mit dem Mai oder Maifest zu tun. Das Wort Maj leitet sich nämlich vom schwedischen Brauch „att maja“ ab, der so viel bedeutet wie „mit Blumen dekorieren“. Und dekoriert wird mit Blumen zu Midsommar reichlich. Abgesehen von Blumenkränzen sind hier auch Blumengestecke, Blumendekorationen auf dem Altar, Blumenbrot und Getränke mit Blumenblüten üblich.

Holunderblüte als Sonnwendblüte: Eine ganz besondere Blüte für Mittsommergetränke ist diesbezüglich die Holunderblüte. Denn der Holunder blüht ziemlich punktgenau zur Sommersonnwende und Holunderblütenwein ist daher für Litha was die Maibowle für Beltane.

 

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Die strahlenden Sternblüten des Holunders | © Das Grüne Archiv

Saatzauber und Nützlingssegen

Im Garten begeht man die Sommersonnwende gerne mit dem Aussäen von nektarreichen Sommerblumen für die Nützlingsweide. Auch kleine Vogelfutterhäuschen, Futterkolben und Insektenhotels für Gartennützlinge wie Marienkäfer, Hummeln und Bienen werden um diese Zeit vermehrt angebracht. Speziell Bienenwaben rufen Ende Juni außerdem Imker zur Honigernte. Dieser wird in zahlreichen Litha-Rezepten auch gerne verwendet.

 

 

Das Licht als heilende Kraft

Ein wichtiger Aspekt von Litha ist die heilende Kraft der Sonne. Viele Feiernde bleiben zum Mittsommerfest die ganze Nacht wach, um die aufgehende Sonnwendsonne früh am Morgen zu begrüßen. Das kann man zum Beispiel ganz klassisch mit dem Yoga-Sonnengruß tun.

Tipp: Wer einmal die Möglichkeit hat, zum Mittsommerfest nach Stonehenge zu reisen, sollte das unbedingt tun. Die hiesige Festgemeinde hält während der Sommersonnwende traditionelle Festriten im alten Stil ab, zu denen Gäste von außerhalb immer herzlich eingeladen sind.

Schutz- und Heilzauber basieren zu Litha vor allem auf rituellen Arbeiten mit Sonnenlicht und Feuer. Im deutschsprachigen Raum ist hier der Brauch des Johannisfeuers bekannt, das neben Eichen- und Birkenholz auch mit Kräutern wie Johanniskraut, Johannisbeeren, Johannisblume (Arnika) und Beifuß bestückt wird, um seine heilenden Kräfte zu mehren. Ein Tanz um das Feuer soll anschließend Reinigung und Heilung bringen.

Für Heilzauber im Namen der Sonne ist auch die Herstellung von heilendem Sonnenwasser denkbar. Dazu füllt man eine saubere Phiole mit klarem Wasser und stellt sie gut verschlossen an einen Ort, der während der Feierlichkeiten gut von der Sonnwendsonne beschienen wird. Wer möchte, kann auch ein paar gereinigte und aufgeladene Litha-Heilsteine mit in das Sonnenwasser geben. Es kann danach zum Beispiel zum Backen oder der Herstellung von Sonnentee, gesunden Säften und Heiltränken genutzt werden.

 

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Litha – Farben, Heilsteine und Kräuter

Zu Ehren der Sonnwendsonne dominieren während Litha die Farben Gelb, Orange und Weiß. Sie symbolisieren das wärmende Sonnenfeuer sowie die gleißenden Sonnenstrahlen. Als Akzentfarben kommen daneben auch Rot, Grün, Braun, und Blau in Frage. Die Festfarben spiegeln sich auch in den wichtigsten Heilsteinen für Litha wieder. Zu ihnen gehören vor allem

  • Bernstein
  • Diamant
  • Jade
  • Lapislazuli
  • Smaragd
  • Tigerauge

Eine wichtige Zeit ist Litha auch für Kräuterkundige, denn während der Feierlichkeiten erfolgt für gewöhnlich die Ernte von Sommerkräutern, die dann zum Trocknen aufgehängt oder frisch weiterverarbeitet werden. Vor allem sommerliche Blütenkräuter wie Holunder, Johanniskraut, Gänseblümchen und Lavendel zeigen pünktlich zum Fest ihre ersten Blüten und sind erntereif. In Festtagsgebäck und leckeren Cocktails kommen sie wunderbar zur Geltung. Und auch als aromatisches Räucherwerk für Litha sind viele von ihnen gut geeignet. Insgesamt gelten als klassische Litha-Kräuter folgende Pflanzen:

  • Arnika
  • Beifuß
  • Birke
  • Dill
  • Efeu
  • Eiche
  • Farn
  • Gänseblümchen
  • Geißblatt
  • Johanniskraut
  • Kamille
  • Königskerze
  • Lavendel
  • Lilie
  • Nelke
  • Myrrhe
  • Pinie
  • Rose
  • Rosmarin
  • Schafgarbe
  • Thymian

 

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Tipp: Viele Litha-Kräuter eignen sich hervorragend für leckere Mittsommerspeisen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem leichten Sommersalat mit Dill, Gänseblümchen und Sonnenblumenkernen?

Ein traditionelles Mittsommerpicknick

Das Mittsommerfest ist eine wunderbare Gelegenheit für ein idyllisches Picknick im Grünen mit Freunden und Familie. In Skandinavien reicht man hierzu gerne ein kultiges Cheese-Board kombiniert mit Hering, Lachs, einem leichten Sommersalat, Knäckebrot sowie einen nordischen Kartoffelsalat aus den ersten Babykartoffeln.

Auch Spargel und Rhabarber dürfen gerne mit an Bord sein, endet die Saison beider Gemüsesorten doch um die Sommersonnwende. Als Nachtisch gibt es dann insbesondere in Schweden Erdbeeren mit Schlagsahne. Weitere interessante Rezept-Ideen für Litha sind beispielsweise leichtes Gebäck mit Buttermilch und Honig, sommerliche Sandwiches (z.B. Gurkensandwiches), frische Obstsalate und Holunderblütengetränke, die auch gerne einen Schuss Wein oder Perlwein beinhalten dürfen.

 

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Nordische Mitsommer Käseplatte mit Mitsommerbrot, Lachs und Dill-Kartoffelsalat

Litha Rezept: Holunderblütensaft

Holunderblütensaft und Holunderblütensirup sind zum Mittsommerfest eine hervorragende Grundlage für saisonale Erfrischungsgetränke und Cocktails. Speziell für Holunderblütensaft gilt dabei die Faustregel: auf 1 Liter Wasser kommen 3 Blütendolden des Holunderbusches. Man kann den Saft danach zum Beispiel für eine Sonnwend-Gartenparty mit Wein, Sekt oder Champagner zu einer originellen Bowle mischen oder aber pur genießen.

 

Zutaten:

  • 7 Holunderblütendolden
  • 2 l Wasser
  • 3 EL Zucker
  • 1 Holzstock
  • saubere Phiolen

 

Zubereitung:

Hängt die Füllt das Wasser in einen großen Topf und bringt es auf dem Herd zum Kochen. Unterdes könnt Ihr die Holunderblütendolden auf einen ausreichend langen Stock hängen, der dann auf den Topfrand gelegt wird. Es sollten danach nur die Blütenköpfe des Holunders ins Wasser hängen, damit die Bitterstoffe in den Blütenstielen den Saft nicht ungenießbar machen.

Lasst das Ganze so lange kochen, bis die Blüten vollständig ausgezogen sind. Danach nehmt ihr den Stock vom Topf und fügt den Zucker zum Holunderblütensaft. Lasst den Saft nun noch einmal etwa 5 Minuten aufkochen, ehe Ihr ihn durch ein Sieb abfiltert. Sobald der Holundersaft etwas abgekühlt ist, könnt Ihr ihn zur Aufbewahrung in Flaschen oder Phiolen füllen.

Tipp: Für eine leckere Holunderblüten-Sektbowle mischt ihr einfach 1 l Holunderblütensaft und 2 l Sekt in einer Punschschüssel zusammen. Schmeckt das ganze gerne noch mit dem Saft einer Zitrone ab. Zur Garnierung könnt ihr Gänseblümchen und Zitronenschalen verwenden.

 

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Holunderblütenwein aus Sonnenwasser: Hierfür einfach den Holundersaft mit zuvor im Licht der Sonnwendsonne aufgeladenem Sonnenwasser herstellen und anschließend mit Wein oder Sekt mischen. Frische Zitronenscheiben geben dem Wein abschließend eine erfrischende Note

Litha Rezept: Mittsommerbrot

Halb Küchenzauber, halb Picknick-Beilage ist dieses Rezept. Auch als Buttermilch-Brot-Zauber bekannt, bespricht man das Brot nach dem Backen mit einem Schutz- oder Wohlstandszauber, der dann auf alle, die von dem Brot essen, übergeht.

Der Clou am Mittsommerbort: Eine hälfte des Brotes repräsentiert die helle Jahreshälfte und wird zu diesem Zweck mit Sonnenblumenkernen bestreut. Die andere Brothälfte wird mi Mohn bestreut und repräsentiert die dunkle Jahreszeit.

 

Zutaten:

  • 500 ml Buttermilch
  • 3 Tassen Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 1 Zweig Rosmarin
  • Sonnenblumenkerne
  • Moohnsamen
  • rotes Band

 

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Mittsommerbrot als Symbol des Wechsels von der hellen in die dunkle Jahreshälfte

Zubereitung:

Gebt das Mehl in eine große Rührschüssel und formt in der Mitte eine kleine Mulde. Danach vermischt ihr die Buttermilch mit dem Backpulver und einer Prise Salz. Füllt das Gemisch anschließend in die Mehlkuhle und verrührt das Ganze dann von innen nach außen zu einem glatten Teig.

Bei Bedarf könnt Ihr noch etwas Mehl hinzu geben, wenn der Teig zu flüssig ist.

Als nächstes nehmt Ihr den Teig aus der Schüssel und knetet ihn auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche noch einmal kräftig durch. Formt einen runden Brotlaib daraus, den Ihr nun mit einem scharfen Messer wie eine Pizza zweimal überkreuz einkerbt (nicht durchschneiden!). Es sollten im Teig die acht Abschnitte des keltischen Jahresrads sichtbar sein, einer für jedes Hochfest.

 

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Roher Brotlaib für das Mittsommerbrot

Jetzt könnt Ihr eine Brothälfte mit Sonnenblumenkernen, die andere mit Mohn bestreuen. Das Buttermilch-Brot darf im Anschluss für 20 bis 25 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 180 °C ausbacken. Wenn Ihr es nach der Backzeit aus dem Ofen nehmt, solltet Ihr es zunächst gut auskühlen lassen, ehe Ihr den Rosmarinzweig darauf legt und mit einem roten Band festbindet.

Für den Buttermilch-Brot-Zauber konzentriert Ihr euch für ein paar Minuten ganz fest auf all die guten Wünsche, mit denen Ihr Eure Kunstwerk belegen möchtet. Gesundheit, Glück in der Liebe, finanzielle Stabilität oder eine gute Ernte sind hier schöne Ideen. Sobald Ihr Euren Wunsch visualisiert habt, seht Ihr das Brot an und sprecht:

„Von den Feldern und durch Steine, ins Feuer, Mittsommerbrot,
während das Rad sich dreht, nähre jeden, dem ich dich anbot.
Die Göttin segne diesen Laib.“

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