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Hagebuttenöl, Hagebutten

Hagebuttenöl selber machen – Wirkung und Rezept

Aus Hagebutten kann man nicht nur Tee machen. Speziell in der Naturkosmetik ist auch das Hagebuttenöl sehr beliebt. Einzelheiten zur Wirkung sowie ein einfaches Rezept zur Herstellung gibt es nachstehend.

 

Hagebuttenöl zur natürlichen Hautpflege

Hagebutten stecken voller nützlicher Hautvitamine, darunter Provitamin A sowie die Vitamine E und K. Zudem enthält das Öl auch Kieselsäure, ein Derivat des Siliciums. Für ein natürliches Hautpflegeprogramm ist es also wie geschaffen.

 

Das Anti-Aging-Serum aus der Nachbarschaft

Mit seinen hautschützenden, hautverjüngenden und zellregenerativen Inhaltsstoffen ist Hagebuttenöl ein echter Anti-Aging-Wirkstoff. Vor allem Provitamin A ist diesbezüglich als Vorstufe des auch Retinol genannten Vitamin A von besonderer Bedeutung für Anti-Aging-Produkte. Das Vitamin strafft das Bindegewebe und sorgt so für glatte Haut. Retinolöl ist hier ein essenzieller Bestandteil diverser Falten- und Feuchtigkeitscremes zur Verjüngung der Haut.

Gleiches gilt für Anti-Aging-Cremes und Anti-Aging-Serum, die Silicium bzw. Kieselsäure oder Kieselerde enthalten. Silicium ist wichtig für Haut, Haare und Nägel und ebenfalls dafür bekannt, die Kollagenfasern im Bindegewebe der Haut zu stärken. Dadurch wird die Haut schön straff und wirkt jünger. Kieselsäure als Sauerstoffsäure des Siliciums kann ähnliches leisten und ist unter anderem ein wichtiger Wirkstoff in Gesichtsmasken aus Kieselerde.

Nun sind die genannten Anti-Aging-Produkte im Handel allerdings oft sehr teuer, weil sich ihre hautwirksamen Inhaltsstoffe nur sehr aufwändig extrahieren lassen. Wie gut ist es da, dass man sich ein Anti-Aging-Öl auch ganz einfach selbst machen kann und das mit Früchten, die im Grunde an jeder Hausecke wachsen.

 

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Die Hauptzutat für Hagebuttenöl kann man im Herbst an fast jedem Straßen- oder Waldrand selbst sammeln | © Das Grüne Archiv

Zur Tagespflege und Wundbehandlung geeignet

Hagebuttenöl kann noch mehr als nur Falten glätten. So wurde in verschiedenen Studien zum Beispiel eine entzündungshemmende und wundheilende Wirkung des Öls festgestellt. Beides hervorragende Eigenschaften für eine Anwendung im Bereich der Wundbehandlung sowie der entzündlichen Hauterkrankungen.

Und auch in der täglichen Hautpflege kann das Öl der Hagebutte die Haut stärken und schützen. Dabei bietet sich das Hagebutten-Hautöl gerade als Zutat für pflegende Cremes und Salben besonders an.

 

Hagebuttenöl zur natürlichen Haarpflege

Vitamine und Pflegestoffe, die gesund für die Haut sind, tun in der Regel auch den Haaren gut. Man kann das Öl der Hagebutte deshalb auch problemlos zur natürlichen Haarpflege nutzen. Denkbar ist zum Beispiel eine Anwendung als Haaröl, um störrisches Haar geschmeidiger zu machen. Ebenso ist eine Ölkur für die Haare möglich.

 

Verwendung als Haaröl, Haarmaske oder Ölkur

Hagebuttenöl ist ähnlich wie Rosmarinöl oder Rosmarinwasser eine natürliche Pflegekur für die Haare. Während Rosmarinöl für seine gute Wirkung bei Haarausfall bekannt ist, liefert der Ölextrakt aus Hagebutten wertvolle Nährstoffe und Fettsäuren, die die Haarstruktur stärken und glätten.

Darüber hinaus gilt das Öl der Hagebutte auch als besonders feuchtigkeitsspendend für die Haare. Es wirkt somit ausgezeichnet gegen trockene Haare, Spliss und trockene bzw. juckende Kopfhaut. Schuppen lassen sich mit dem Öl ebenfalls gut behandeln.

 

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Das ätherische Öl der Hagebutte ist medizinisch wertvoll und pflegt Haut und Haare gleichermaßen.

Vor der Anwendung: Haartyp beachten

Mit Blick auf die Anwendung des Hagebuttenöls als Haaröl ist dringend der individuelle Haartyp zu beachten. Denn sehr feines und dünnes Haar könnte bei Verwendung des Öls schnell fettig werden. Besser geeignet ist ein Ölauszug der Hagebutte dagegen für sehr dickes, lockiges oder krauses Haar.

Zur Anwendung auf die Haare erwärmt man das Öl der Hagebutte einfach schonend im Wasserbad. Danach massiert man es dann sanft in die Haare ein. Ist das Öl als Ölkur gedacht, lässt man es einfach ein paar Stunden oder auch über Nacht einwirken. Anschließend spült man es unter fließendem, lauwarmem Wasser gründlich aus.

 

Rezept für Hagebuttenöl

Für die Herstellung von Hagebuttenöl braucht man nicht viel. Ein paar Hagebutten und ein gutes Basisöl reichen völlig aus. Allerdings sollte man die Hagebutten vorab gut trocknen lassen, damit sie keine Feuchtigkeit mehr enthalten. Ansonsten könnte das Öl schnell ranzig werden. Tipps zum Trocknen von Kräutern findet Ihr hier.

 

Zutaten:

  • 1 große Tasse Hagebutten (getrocknet)
  • 500 ml Basisöl (am besten Distelöl oder Mandelöl)

 

Zubereitung:

Füllt die getrockneten Hagebutten in ein großes Schraubglas und übergießt sie mit dem Basisöl. Verschließt das Glas gut und stellt es anschließend an einen vor Sonne geschützten, aber warmen Ort (z.B. die Speisekammer). Der Lichtschutz ist wichtig, da die hautpflegenden Vitamine in Hagebutten hitze- und lichtempfindlich sind.

Lasst das Öl für etwa zwei bis vier Wochen gut durchziehen und schüttelt das Glas täglich, damit sich die Wirkstoffe schön gleichmäßig im Öl verteilen. Nach der Reifezeit filtert Ihr das Öl dann durch ein sauberes Leinentuch oder ein feinmaschiges Sieb.

Das Öl kann anschließend direkt zur Hautpflege verwendet werden oder als Zutat für höhere naturkosmetische Produkte dienen

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