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Kümmel, Carum carvi

Kümmel pflanzen – Wirkung, Standort und Kultur

Bei dem Heil- und Gewürzkraut Kümmel muss maßgeblich zwischen dem mehrjährigen Echtem Kümmel (Carum carvi) und dem als Kumin bekannten, ein- bis zweijährigen Kreuzkümmel (Cuminum cyminum) differenziert werden. Die beiden Kümmelpflanzen unterscheiden sich nämlich nicht nur in ihren Klima- und Pflegeansprüchen, sondern auch in ihrem Geschmack. Während Carum einen eher milden, an Fenchel oder Anis erinnernden Geschmack besitzt, lässt sich das Aroma von Cuminum als erdig und herb beschreiben. Kein Wunder also, dass die beiden Gewürze in der Küche grundverschieden genutzt werden.

 

Kümmel in der Küche und Medizin

Die Kulturgeschichte von Carum und Cuminum reicht bis 3000 v. Chr. zurück. Während Kreuzkümmel hier vor allem in Syrien und Ägypten als Gewürz zum Einsatz kam, war der Echte Kümmel das würzige Gegenstück in Europa.

 

Unterschied zwischen Kümmel und Kreuzkümmel

Carum und Cuminum unterscheiden sich nicht nur mit Blick auf ihre Herkunft. Auch der Geschmack beider Gewürze ist nicht identisch. So besitzt Carum carvi beispielsweise einen eher deftigen und herzhaften Geschmack, während das Aroma von Cuminum cyminum eher süßlich-würzig ist.

Probleme gibt es bei der optischen Unterscheidung beider Kümmelarten oft. Ein einfacher Trick hilft aber bei der Identifizierung. Denn die Samen von Carum sind eher groß und dunkel, wohingegen die von Cuminum etwas kleiner und heller erscheinen.

 

Echter Kümmel, Carum carvi
Die dunklen Samen von Echtem Kümmel schmecken deftiger

Kümmel und Kreuzkümmel als klassische Gewürz- und Verdauungskräuter

Sowohl Carum als auch Cuminum sind bedeutsame Gewürzpflanzen und Heilkräuter. In beiden Fällen erkannte man schon früh die verdauungsfördernde Wirkung der Pflanzensamen. Bis heute zählen sie neben den Samen von Anis und Fenchel zu den wichtigsten Verdauungskräutern und sind wie diese eine beliebte Zutat für Verdauungsschnäpse und Magenbitter.

Davon abgesehen gestaltet sich die weitere Verwendung in der Küche je nach Kümmelart aber recht unterschiedlich. Echter Kümmel eignet sich hier hervorragend für deftige Suppen, Krautspezialitäten, Kartoffel- und Fleischgerichte. Nennenswert wäre diesbezüglich zum Beispiel das leicht bekömmliche Sauerkraut. Und auch als wichtige Ingredienz von Brotgewürz kennt man Carum carvi nur zu gut.

Kreuzkümmel ist dagegen maßgeblich für die Zubereitung orientalischer und fernöstlicher Gerichte wie zum Beispiel Falafel oder indisches Garam Masala. Faszinierenderweise werden Carum und Cuminum trotz ihrer zahlreichen Unterschiede in der Heilkunde aber bei ähnlichen Gesundheitsbeschwerden eingesetzt.

 

Kreuzkümmel, Cuminum cyminum
Die hellen Samen von Kreuzkümmel haben ein süß-würziges Aroma

Inhaltsstoffe und Wirkung von Kümmel

Die Anwendungsgebiete von Carum und Cuminum reichen von Verdauungsproblemen wie Blähungen über Kopf- und Zahnschmerzen bis hin zu Frauenleiden. Schon Dioskurides beschrieb in seiner „Materia medica“ sowohl den Echten Kümmel als auch den bei ihm Mutterkümmel genannten Kreuzkümmel als gutes Heilmittel gegen Verdauungsbeschwerden.

Speziell Carum carvi Dioskurides ihm zudem als harntreibend und erwärmend. In medizinischen Studien ließ sich außerdem eine gute antimikrobielle Wirkung für Carum carvi feststellen. Als Hauptaromastoff gilt hier das pflanzeneigene Carvon. Insgesamt sind im ätherischen Öl von Carum folgende Hauptwirkstoffe vertreten:

  • Bitterstoffe
  • Carvon
  • Caryophyllen
  • Cymol
  • Gerbstoffe
  • Limonen
  • Myrcen
  • Phellandren
  • Pinen

 

Bei Kreuzkümmel bildet Cuminaldehyd den primären Aromastoff. Er wird von Dioskurides ebenfalls als verdauungsfördernd, sowie wundheilend, blutstillend und menstruationsfördernd beschrieben. Letztere Eigenschaft ist inzwischen auch für Carum carvi belegt. Daneben sagt man ihnen milchfördernde Eigenschaften während der Stillzeit nach, weshalb die würzigen Samen beider Pflanzen als wertvolle Frauenheilkräuter gelten. Ebenso ließen sich in Studien antioxidative, antibakterielle und sogar antikarzinogene Eigenschaften von Cuminum cyminum bestätigen. Hier ein Überblick zu den wichtigsten Inhaltsstoffen in Cuminum cyminum:

  • Cuminaldehyd
  • Cuminalkohol
  • Cymole
  • Phellandren
  • Pinen
  • Terpene

 

Echter Kümmel, Carum carvi, Blüte
Blütenstand an Carum carvi | © Das Grüne Archiv

Kümmel pflanzen – Standort und Aussaat

Sowohl Carum als auch Cuminum gehören zur Familie der Doldenblütler und stammen ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, bzw. dem Orient. Die pflegeleichten Kräuter bevorzugen folglich warme Beetstandorte in der Sonne oder im hellen Halbschatten. Diese sollten möglichst windgeschützt sein und im Falle von Cuminum Keimtemperaturen von mindestens 18 bis 20 °C aufweisen. Auch ist Kumin nicht winterhart und muss daher im Haus überwintern. Damit steht er ganz im Kontrast zu Carum, der Temperaturen von bis zu -40 °C verträgt.

Es sei darauf hingewiesen, dass sich Samen von Carum und Cuminum oftmals erst ab dem zweiten Standjahr ernten lassen. Denn die Heil- und Gewürzpflanzen benötigen mitunter eine ganze Weile, um eine kräftige Blüte, sowie ihre intensiv würzigen Samenkörner auszubilden. Kreuzkümmel im Speziellen ist hier auf ganze vier sonnenreiche Monate angewiesen, ehe er mit einer Blüte erfreut, was bei Sommeraussaaten nicht immer im selben Jahr zu erreichen ist.

 

Der richtige Boden für Carum und Cuminum

In Bezug auf den Standortboden sind sich die Kümmelarten erfreulicher Weise relativ ähnlich. Sie kommen mit fast jedem Substrat zurecht, solange dieses gut durchlässig, frisch-feucht, lehmig und nicht zu sandig ist.

Eine gute Nährstoffgrundlage ist für das Wachstum der Gewürzpflanzen ebenfalls förderlich. Hierfür können Sie bei Bedarf etwas organischen Dünger (z.B. Kompost) in den Boden einbringen. Der pH-Wert des Bodens sollte für die Bedürfnisse der Kümmelarten im neutralen Bereich, zwischen 6,5 und 7,5 Punkten liegen.

Anbautipp: Carum und Cuminum lassen sich am besten via Aussaat kultivieren. Geeignete Beetnachbarn tummeln sich vor allem im Gemüsebeet, denn Gemüsearten wie Gurken, Kartoffeln und Kohl harmonieren nicht nur auf dem Teller gut mit dem Gewürz. Auch Koriander, der beim Kochen immer wieder gerne mit Kreuzkümmel kombiniert wird, stellt einen wunderbaren Pflanzpartner. Dill und Fenchel hingegen ist in direkter Nachbarschaft der Gewürzpflanzen nicht zu empfehlen.

Einzelheiten zum Standort für Carum und Cuminum:

  • windgeschützte, sowie sonnige bis halbschattige Standorte
  • für Cuminum Keimtemperaturen von mind. 18 – 20 °C
  • Arten der Gattung Carum sind kälteresistenter
  • durchlässige, frisch-feuchte, lehmige Substrate
  • pH-Wert des Bodens: neutral, bei 6,5 bis 7,5 Punkten
  • am besten durch Aussaat vorziehen
  • Beetnachbarn: Gurken, Kartoffeln, Kohl, Koriander
  • in direkter Nachbarschaft ungeeignet: Dill, Fenchel

 

Aussaat des Kümmels

1. Schritt – Termin für die Aussaat wählen: Echten Kümmel können Sie entweder von März bis April unter Glas bzw. im Frühbeet, oder von Juli bis August im Freiland aussäen. Beim frostempfindlichen Kumin ist eine Freilandaussaat mit Blick auf die erforderlichen Keimtemperaturen nur im Sommer zu empfehlen. Allerdings können Sie hier eine Vorzucht auf der warmen Fensterbank ab Februar in Erwägung ziehen.

2. Schritt – Standortboden vorbereiten: Zur Bodenoptimierung sollten Sie das Standortsubstrat Ihres Kümmels auflockern und mit Kompost oder Stallmist anreichern. Tun Sie dies etwa zwei Wochen vor der eigentlichen Aussaat, damit die Nährstoffe genügend Zeit haben, um sich im Boden zu entfalten. Im Falle von Kumin lassen sich zur Bodenoptimierung auch Torf oder Kokosfasern untermischen.

3. Schritt – Kümmel säen: Samen des Carum carvi müssen ungefähr 2 cm, jene des lichthungrigen Cuminum cyminum 1 cm tief ausgesät werden. Im Freilandbeet hilft es, entsprechend tiefe Saatrillen vorzubereiten. Bei Topfkultur genügt natürlich ein ausreichend tiefes Pflanzgefäß, in das Sie dann mit dem Finger geeignete Pflanzlöcher drücken. Der Reihen- bzw. Pflanzabstand beträgt bei beiden Pflanzen 20 bis 30 cm.

4. Schritt – Kümmel bewässern: Sobald das Saatgut mit Erde bedeckt wurde, ist eine angemessene Erstbewässerung wichtig. Diese führen Sie am besten unter Zuhilfenahme eines Gießaufsatzes oder einer Sprühflasche durch. Bis zur Keimung sollte der Boden in Folge aber etwas trockener gehalten werden, denn Staunässe führt während der Keimphase noch leicht zu Fäulniskrankheiten.

Kurzschritte zur Aussaat im Überblick:

  • Aussaat von Carum unter Glas: März bis April
  • Freillandaussaat von Carum / Cuminum: Juli bis August
  • Cuminum alternativ im Februar auf Fensterbank vorziehen
  • Standortboden etwa 2 Wochen vor Aussaat optimieren
  • hierzu Substrat gut auflockern
  • ggf. mit Kompost oder Stallmist vermischen
  • für Cuminum Torf oder Kokosfasern einbringen
  • Pflanztiefe: 2 cm bei Carum, 1 cm bei Cuminum
  • Reihen- bzw. Pflanzabstand: 20 – 30 cm
  • im Freiland ist das Vorziehen von Saatrillen sinnvoll
  • Erstbewässerung erfolgt mit Gießaufsatz oder Sprühflasche
  • danach das Saatgut bis zur Keimung etwas trockener halten
  • erste Ernte oft erst im Folgejahr möglich

 

Echter Kümmel, Carum carvi, Blüte
Ein heller und geschützter Standort ist für Carum und Cuminum gleichermaßen zu empfehlen. | © Das Grüne Archiv

Kümmel gießen und düngen

Obwohl Carum und Cuminum so ihre Eigenheiten haben, sind sie in Sachen Pflege relativ anspruchslos. Kreuzkümmel muss nur ab und an gegossen werden, denn er verträgt mäßige Trockenheit besser als zu feuchte Böden. Anders sieht es bei Echtem Kümmel aus, denn er benötigt regelmäßige Wassergaben und trocknet sehr leicht aus.

Aus diesem Grund darf das Gießen bei ihm selbst in den Wintermonaten nicht vollständig abreißen. In dieser Zeit wird Echter Kümmel an frostfreien Tagen bewässert, wenn die natürliche Wasserzufuhr durch Schmelzwasser für längere Zeit ausbleibt. Als Gießwasser verwenden können Sie bei Kreuz- und Carum carvi sowohl Regen- als auch abgestandenes Leitungswasser.

Da Cuminum cyminum nur ein- bis zweijährig wächst, benötigt er bei ausreichender Voroptimierung des Bodens keinerlei zusätzliche Nährstoffgaben. Nicht so beim Echten Kümmel, der im Jahr öfter einmal Gedüngt werden muss.

Die Nährstoffgaben erstrecken sich in seinem Fall bis in den Herbst, denn nach der Aussaat müssen sich mehrjährige Kümmelpflanzen bis zur Erntereife ein Jahr lang gut entwickeln können. Die letzte Ausbringung von Dünger findet deshalb kurz vor dem ersten Frost statt. Wenn Sie hier eine Kompostschicht im Wurzelbereich ausbringen, haben sie auch gleich für einen ausreichenden Schutz vor Kälte gesorgt.

Kurztipps zum Gießen und Düngen:

  • Carum und Cuminum sind insgesamt sehr pflegeleicht
  • Carum gießen, sobald Oberboden trocken ist
  • Cuminum verträgt mäßig trockene Böden besser
  • in heißen Trockenphasen das Gießen intensivieren
  • Carum auch im Winter wässern
  • hier nur an frostfreien Tagen gießen
  • einjähriger Cuminum muss nicht gedüngt werden
  • mehrjähriger Carum benötigt Nährstoffgaben
  • hierzu unterm Jahr Kompost im Wurzelbereich ausbringen
  • letzte Nährstoffgabe erfolgt im Herbst vor dem ersten Frost
  • Schicht aus Kompost bietet guten Winterschutz

 

Kümmel ernten und verwenden

Spätestens nach einem Jahr entwickeln Kümmelpflanzen ihre ersten Blüten, die ungeachtet der Art in einem leuchtenden Weiß erscheinen. Geerntet wird, sobald sich die Blüten nach etwa 40 Tagen bräunlich verfärben, denn dann sind die Samenstände, welche das eigentliche Gewürz bilden, ausgereift.

Schneiden Sie die Blütenstiele etwas länger mit einem Messer oder einer scharfen Schere ab und hängen Sie diese gebündelt, sowie kopfüber zum Lufttrocknen auf. Nach dem Trocknen lassen sich die Samen durch Herausreiben dann ganz problemlos aus den Blütenständen entfernen.

Als Gewürz verwenden kann man Samen entweder im Ganzen oder als gemahlenes Pulver. Als traditionelle Verfeinerung von Kartoffel-, Fleisch- und Kohlgerichten ist diesbezüglich Carum carvi in Gebrauch. Kumin ist hingegen als Pulver in Kombination mit Koriander ein echter Geheimtipp. Die Aufbewahrung von Kümmel muss in einem luftdicht verschlossenen Gefäß erfolgen. Auch sollten die Gewürzkörner vor der Lagerung wirklich komplett getrocknet sein, damit es nicht zur Schimmelbildung kommt.

Kurztipps zum Ernten und Trocknen:

  • blüht oft erst im zweiten Jahr
  •  Samen ca. 40 Tage nach Beginn der Blüte erntereif
  • hierfür Blütenstiele lang genug abschneiden und bündeln
  • Kräuterbündel kopfüber aufhängen und trocknen
  • nach dem Trocknen die Samen entfernen
  • Samengewürz gemahlen oder ungemahlen verwenden
  • zur Aufbewahrung vollständige Trockenheit der Samen
  • Lagerung erfolgt in einem luftdicht verschlossenem Behälter

 

Kümmel überwintern – so geht’s

Wenn Sie Kreuzkümmel zweijährig anbauen möchten, so muss er den Winter im Warmen auf einer lichtreichen Fensterbank zubringen. Das Gießen muss in der kalten Jahreszeit dann mit sehr viel Augenmaß erfolgen, damit Kumin keine Staunässe ansetzt. Bei Echtem Kümmel reicht dagegen ein wenig Kompost im Wurzelbereich, sowie die Abdeckung der Pflanzen mit Gartenvlies bei Starkfrost und eisigen Winden genügt völlig aus.

 

Schwarzkümmel, Nigella sativa
Noch eine Kümmelart: Der Schwarzkümmel (Nigella sativa) schmeckt wie Sesam mit leichter Note von Carvum carvi, stammt aber wie Cuminum cyminum eher aus Asien und ist diesem ähnlich nur bedingt winterhart. Im Unterschied zu Carum und Cuminum stammt er aber aus der Familie der Hahnenfußgewächse und ist daher nicht näher mit den beiden Doldenblütlern verwandt. | © Das Grüne Archiv

Interessante Arten von Carum und Cuminum

Wer denkt, Carum carvi und Cuminum cyminum wären die einzigen Kümmelvarianten, der irrt. Tatsächlich gibt es noch eine Reihe weiterer, als Kümmel bezeichneter Pflanzen, die sich ebenfalls als Gewürze verwenden lassen. Manch ein Gattungsexemplar gehörte dabei früher sogar zur Gattung Carum, wird nach jüngsten Definitionen jedoch anderweitig zugeordnet. Damit Sie künftig den Überblick über die verschiedenen Aarten behalten, hier eine kleine Zusammenfassung:

SorteBeschreibung
Echter Kümmel (Wiesenkümmel)
Carum carvi

Blütezeit: Mai bis Juni
Blütenfarbe: weiße Blüten
Wuchshöhe: 40 bis 60 cm
Herkunft: Asien, Europa, Nordafrika
Eignung für Kultivierung: sehr gut
Besonderheiten: braune, sichelförmige Gewürzsamen mit fenchel- bis anisartigem Aroma
Quirlblättriger Kümmel (Quirl-Kümmel)
Carum verticillatum


Blütezeit: Juli bis August
Blütenfarbe: weiße Blüten
Wuchshöhe: 40 bis 60 cm
Herkunft: Europa
Eignung für Kultivierung: sehr gut
Besonderheiten: braune, sichelförmige Gewürzsamen mit Fenchel- bzw. Anisaroma
Knollenkümmel (Erdkastanie)
Carum bulbocastanum > Bunium persicum

Blütezeit: Juni bis Juli
Blütenfarbe: weiße Blüten
Wuchshöhe: 30 bis 60 cm
Herkunft: Europa
Eignung für Kultivierung: sehr gut
Besonderheiten: braune, sichelförmige Gewürzsamen mit erdig-nussigem Aroma
Königskümmel (Ajowan)
Carum copticum > Trachyspermum ammi

Blütezeit: Mai bis August
Blütenfarbe: weiße Blüten
Wuchshöhe: 15 bis 50 cm
Herkunft: Ägypten, Mittelmeerraum
Eignung für Kultivierung: gut
Besonderheiten: kugelförmige, braun-gelblich gestreifte Gewürzsamen mit Thymianaroma
Kreuzkümmel (Kumin)
Cuminum cyminum

Blütezeit: Februar bis Juni
Blütenfarbe: weiße Blüten
Wuchshöhe: 10 bis 30 cm
Herkunft: Afrika, Asien
Eignung für Kultivierung: sehr gut
Besonderheiten: hellbraune, lanzettliche Gewürzsamen mit erdig-herbem Aroma
Echter Schwarzkümmel
Nigella sativa
Blütezeit: Juni bis August
Blütenfarbe: weiße Blüten
Wuchshöhe: 30 bis 50 cm
Herkunft: Asien
Eignung für Kultivierung: gut
Besonderheiten: schwarze, dreikantige Gewürzsamen mit außergewöhnlichem, nussigem Geschmack

 

Mögliche Krankheiten und Schädlinge

Carum und Cuminum sind nicht nur pflegeleicht, sondern trotzen zudem auch den meisten Schadbildern erfolgreich. Hin und wieder lassen sich aber dennoch gerne Schädlinge wie Kümmelmotten, Kümmelschaben oder Kümmelgallmilben auf den Pflanzen nieder. Fressfeinde wie Schlupfwespen, Marienkäfer oder Florfliegen können die gefräßigen Störenfriede aber zuverlässig in Schach halten.

Schwerer an carum und Cuminum zu behandeln sind hingegen Krankheiten wie der Doldenbrand. Er stellt eine bakterielle Infektion dar, gegen die es nur wenige Pflanzenschutzmittel gibt, welche der Eignung zum Verzehr keinen Abbruch tun. Zur Sicherheit sollten Sie beschädigte Pflanzen deshalb im Restmüll entsorgen. Fäulniskrankheiten wie der Wurzelfäule können Sie allerdings durch maßvolles Gießen, sowie der Einhaltung gebührender Pflanzabstände vorbeugen.

 

Fazit

Kümmelarten gibt es viele. Bei uns vorrangig kultiviert werden jedoch der ein- bis zweijährige Cuminum cyminum, sowie der mehrjährige Carum carvi. In ihren Kultureigenschaften unterscheiden sich die beiden Varianten geringfügig. Echter Kümmel ist diesbezüglich deutlich anspruchsloser und kann den Winter problemlos im Freiland zubringen. Kreuzkümmel benötigt im Unterschied dazu schon zur Keimung sehr hohe Temperaturen und übersteht die kalte Jahreszeit nur auf der warmen, lichtreichen Fensterbank.

Ein Anbau ist allerdings in beiden Fällen interessant, denn so unterschiedlich wie ihre Klimaanforderungen ist auch der Geschmack der zwei Gewürze. Während sich Carum carvi mit seinem fenchel- bzw. anisartigem Aroma für Kartoffel-, Gurken- und Fleischgerichte eignet, verleiht der erdig-herbe Cuminum cyminum orientalischen Köstlichkeiten das gewisse Etwas. Ein experimentieren mit verschiedenen Geschmacksnoten lohnt sich also!

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