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Gartenarbeit im Frühling – Infos und Tipps

Im Frühjahr beginnt bekanntlich die alljährliche Gartensaison. Dementsprechend bildet die Gartenarbeit im Frühling eine intensive Startphase. Und die will gut geplant sein. Der nachstehende Ratgeber zum Thema gibt Orientierungshilfen zum Frühlingszeitplan für Gärtner.

 

Wichtige Aspekte der Gartenarbeit im Frühling

Im Frühlingsgarten tummelt sich buchstäblich das blühende Leben. Es ist die Zeit den Neuaustriebs und viele mehrjährige Pflanzen zeigen bereits im Vorfrühling ihre ersten grünen Triebe und Blüten. Doch das ist bei Weitem noch nicht alles, was sich im Frühlingsgarten abspielt.

 

Der Garten im Frühling ist ein Nützlings- und Blütengarten

Blüten und Blumen stehen symbolisch für den Frühling. Die Jahreszeit gilt als besonders bunt und farbenfroh. Und schon ab Mitte Frühling geht es im Garten nicht nur in Sachen Pflanzenwuchs und Pflanzenblüte sehr geschäftig zu. Es summt und brummt im Gartenreich, beginnt nun doch die Hochphase im Bienenjahr.

Sowohl Bienen als auch Hummeln und andere Nützlinge besuchen den Garten jetzt wieder regelmäßig auf der Suche nach nektarreichen Blüten. Ihr Arterhalt sollte im Arbeitskalender fürs Frühjahr deshalb ebenfalls mit in die To-do-Liste einfließen.

Gleiches gilt für Gartenvögel. Während Wintervögel nach der kalten Jahreszeit etwas Starthilfe beim Nisten und Brüten gebrauchen können, freuen sich Zugvögel, die im Frühjahr zurückkehren, über zusätzliche Futterquellen zur Stärkung nach dem anstrengenden Flug. Tierpflege gehört zur Gartenarbeit im Frühling also ebenfalls mit dazu.

 

Hauptblütezeit und Frühernte

Etwas später im Frühjahr steht dann der ganze Garten in voller Blüte. Immerhin gelten für viele Gartenpflanzen die Monate April und Mai als Hauptblütezeit. Gleichwohl reifen zu dieser Zeit in den Nutzgartenbeeten frühe Gemüsesorten und Kräuter heran, die im zeitigen Frühjahr ausgebracht wurden.

Bei gutem Timing kann man in den Frühlingsmonaten sogar schon erste Gemüsesorten und Kräuterpflanzen ernten. Diesbezüglich steht die Aussaat von Frühlingskräutern und Frühgemüse zum Frühlingsbeginn ganz oben auf der Prioritätenliste.

 

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Ein klassisches Frühlingskraut und Frühlingsgemüse: der Fenchel | © Das Grüne Archiv

Gartenarbeit im März

Ein gut geplanter Start ist alles im Gartenjahr. Individuelle Gartenkonzepte sollten schon zu Frühlingsbeginn sorgfältig vorbereitet werden. Hauptaugenmerk bei der Gartenarbeit im März liegt darum auf dem Ansäen und Vorbereiten der Gartenbeete.

 

Umgraben und Umgestalten

Wer im neuen Gartenjahr größere Umbauten oder Neubepflanzungen im Garten plant, sollte zeitig damit anfangen. Denn etwaige Umgestaltungsmaßnahmen sollten nach Möglichkeit vor der Blütezeit und Hauptwachstumsphase der Gartenpflanzen abgeschlossen sein. Ansonsten könnten sowohl eine reiche Blüte als auch Ernteerträge ausbleiben.

Tipp: Etwaige Vorplanungen sollten übrigens schon während der Gartenarbeit im Winter erfolgen. So hat man pünktlich zum Frühlingsbeginn im März eine ausreichende Übersicht über wichtige Arbeitsschritte.

Das frühzeitige Planen ist insbesondere bei sehr raumfordernden Umbauten wie der Anlage eines Gartenpools, Gartenhäuschens, Gartenteiches oder einer Veranda sehr wichtig. Die Konstruktionen sollten nämlich nach Möglichkeit stehen, bevor man mit der Aussaat von Pflanzen beginnt, um zu bepflanzende Flächen im Einzugsbereich der Gartenobjekte genau definieren zu können.

Wer sich bei der Ausgestaltung des Gartens im Frühling dagegen auf die Ausbringung von Pflanzen beschränkt, kann im März direkt damit anfangen. Los geht es dann natürlich mit der Anlage von Gartenbeeten. Dabei sollten im März aber zunächst nur sehr robuste Pflanzen in die Freilandbeete einziehen.

 

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Das Kultbeet im Frühling: das Frühbeet | © Das Grüne Archiv

Pflanzen vorziehen und aussäen

Geht es um Starkzehrer wie Kohlpflanzen und Kürbisgewächse, muss im Folgejahr der alte Standort gewechselt werden. Zwar werden besagte Pflanzen im März meist noch nicht ausgesät, das heißt aber nicht, dass man die Standortfläche vorab nicht schon einmal frei machen und eventuell ein schwachzehrendes Frühlingsgemüse wie Salat oder Spinat darauf ansiedeln kann.

Gerade Blattgemüse gilt als bodenschonend und trägt bei früher Aussaat zur schnellen Regeneration des Bodens bei. Auch andere frühe Gemüsesorten können bereits im März ausgesät oder zumindest unter Glas vorgezogen werden. Ideal ist hier ein Frühbeet, das die Anzuchten vor Spätfrösten bewahrt. Der Pflanzkalender für den Nutzgarten liefert ergänzend einen guten Überblick zu Gemüse- und Kräuterarten, die sich schon im zeitigen Frühling ausbringen lassen.

Übrigens: Einige Gemüse- und Kräutersorten kann man im März auch schon ernten, wenn man sie rechtzeitig vorgezogen hat. Hierzu gehören unter anderem Feldsalat, Radieschen, Pastinaken und Spinat.

Nun werden im März aber nicht nur früh reifende Nutzpflanzen ausgebracht. Auch Frühblüher unter den Blumen und Blütenstauden dürfen schon jetzt ins Freiland. Sie sind eine ideale Bepflanzung fürs Frühlingsbeet und zaubern häufig schon im Vorfrühling schmuckvolle Farbakzente in den Garten. Das gilt allen voran für Zwiebelblumen wie:

 

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Ohne Frühblüher wie den Krokus kommt keine Frühlingswiese aus | © Das Grüne Archiv

Bienenpflege im Frühling nicht nur für Imker

Der Bienenschutz geht heutzutage nicht nur Imker etwas an. Bedenkt man die zunehmende Gefährdung der Bienenpopulation, sollte Bienenpflege im Frühling auch für Gärtner eine wichtige Rolle spielen. Dabei gilt insbesondere der Bienentätigkeit im März besondere Aufmerksamkeit.

Sobald die Temperaturen im März nämlich konstant über 12 °C steigen, beginnt der Bienenflug. Die ersten Jungbienen schlüpfen bereits und benötigen dementsprechend Nahrung. Im Garten finden Bienen diese in Form nektarreicher Blüten, die aber gerade zu Frühlingsbeginn häufig noch rar gesät sind. Eine gute Idee für die Gartenarbeit im März ist es darum, eine Bienenweide im Garten anzulegen, die den Bienen ein zusätzliches Nektarbankett zur Verfügung stellt.

 

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Bienen sind die ersten, die im Frühjahr die reiche Blütenpracht im Freiland begutachten. Um ihnen wertvolle Nektarquellen zu liefern, sollte man im Frühling unbedingt ein paar Blütenpflanzen mit ins Gartenambiente einbinden.

Gartenarbeit im April

Im April geht es in die heiße Phase der Gartenarbeit im Frühling. Die zunehmend milden Temperaturen erlauben nun die Aussaat und Pflanzung von immer mehr Gewächsen im Freiland. Eine gute Nährstoffversogung ist hier alles. Und auch so manche Korrekturarbeiten stehen im April an.

 

Hecken-, Wiesen- und Rasenpflege

Schneidarbeiten an Gehölzen wie der klassische Baumschnitt werden zwar überwiegend im Herbst durchgeführt, Heckenpflanzen bilden hier aber eine Ausnahme. Vor allem Hecken mit weichem Holz werden diesbezüglich in der Regel während der Gartenarbeit im April geschnitten. Das ermöglicht den Formgehölzen einen kompakteren Wuchs und einen schnellen Neuaustrieb. Und auch Rosenhecken dürfen im April zu Korrekturzwecken geschnitten werden.

Auch die Rasenpflege ist mit Blick auf die Gartenarbeit im Frühling ein wichtiges Thema. Der April bietet sich hierbei hervorragend zum Vertikutieren des Rasens an. Dabei wird Rasenfilz entfernt und kahle Stellen ggf. nachgesät. Aufpassen muss man hier aber auf hungrige Gartenvögel. Damit sie die neue Rasensaat nicht wegpicken, ist im Frühling häufig ein Schutznetz wichtig.

Ebenfalls kümmern sollte man sich im April um Wiesenflächen. Der Monat gilt als idealer Zeitpunkt für die Anlage einer Blumenwiese, die bei rechtzeitiger Aussaat schon im darauffolgenden Mai oder spätestens im Sommer ihre Blütenpracht offenbart.

 

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Auf der Blumenwiese fühlen sich im Frühling nicht nur Menschen, sondern auch Nützlinge wie Bienen und Hummeln wohl.

Gartenboden optimieren oder austauschen

Damit Pflanzen jedes Jahr aufs Neue gut gedeihen, muss man den Gartenboden hin und wieder nachoptimieren. Gerade im Gemüsegarten verbrauchen Starkzehrer wie Kohlgemüse die Bodennährstoffe sehr schnell. Im April geht es deshalb darum, die geeigneten Standortbedingungen für Neupflanzungen zu schaffen und den Boden bei Bedarf mit Nährstoffen anzureichern.

Auch Bodenhindernisse wie Wurzelreste, Totholz und Steinbrocken sollten entfernt werden. Zur Auflockerung des Bodens und für einen verbesserten Wasserablauf bietet sich die Einbringung von Kiesdrainagen und Sand in den Beetboden an.

 

Das große Düngen

Die Jahresdüngung von Pflanzen erfolgt für gewöhnlich vor oder während der Blütezeit im Frühling. Der April ist hier am besten geeignet, da die Blütezeit der meisten Gartenpflanzen ab da in vollem Gange ist. Idealerweise setzt man zu dieser Zeit auch gleich den Kompost um und sammelt dabei frische Komposterde oder gut verrotteten Kompost aus dem Vorjahr zur Düngung ein.

Die Nährstoffgaben fördern die Blütenbildung, was schon im darauffolgenden Mai für eine üppige Blütenpracht, im Idealfall sogar für eine Zweitblüte sorgen kann. Gerade Obstgehölze und Gemüsepflanzen profitieren zudem von einer organischen Düngung, die nach der Blüte die Fruchtbildung unterstützt.

 

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Eine nicht zu vernachlässigende Gartenarbeit im Frühling: Den Komposthaufen umzusetzen sorgt nicht nur für eine gute Kompostierung, sondern liefert auch gleich wertvollen Bio-Dünger für die Frühlingsbeete.

Gartenarbeit im Mai

Im Mai kommt die Gartenarbeit im Frühling zur Vollendung. Alle Arbeiten, die jetzt noch erledigt werden, minimieren den Aufwand zur Gartenarbeit im Sommer, wo überwiegend die Ernte und der Genuss des eigenen Gartens im Vordergrund stehen sollten. Doch was lässt sich im Monat Mai noch tun? Ein paar Tipps.

 

Pflanz-Endspurt nach den Eisheiligen

Der Mai gilt als Hochphase für die Ausbringung von Pflanzen im Garten. Mit den Eisheiligen endet hier die Periode der Spätfröste, was bedeutet, dass jetzt auch kälteempfindliche Pflanzen endlich ins Freiland dürfen. Das gilt einerseits für exotische Gemüsepflanzen wie das Nachtschattengemüse, andererseits aber auch für andere Tropenpflanzen unter den Gartengewächsen wie zum Beispiel Sommerblumen oder exotische Blütenstauden.

Zwar wachsen diese Pflanzen in gemäßigten Breitengraden oft nur einjährig, doch ihr Zierwert bzw. Nutzen für den Garten ist mitunter sehr groß.  Außerdem bevorzugen es selbst viele einheimische Zier- und Nutzpflanzen einen Umzug ins Freie erst nach den Eisheiligen. Gemeint sind Warmkeimer, die im Gegensatz zu Kaltkeimern einen ausreichenden Wärmereiz für die Keimung benötigen. Und diesen finden sie in der Regel erst im Mai.

 

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Im Spätfrühling ist es endlich Zeit, Südgemüse wie Tomaten und Paprika auszubringen. | © Das Grüne Archiv

Pflanzenschutz und Unkrautjäten

Leider ziehen üppig sprießende Gartenpflanzen ab Mai nicht nur Bienen, Hummeln und Gartenvögel vermehrt an. Auch zahlreiche Schädlinge, wie Blattläuse und Milben fühlen sich von den duftenden Frühlingsblüten vieler Pflanzen magisch angezogen. Gleiches gilt für die saftigen Blätter, Stängel und Wurzeln der Gewächse, die neben Insekten auch Wühlmäuse und Schnecken verlocken.

Nun sollte man beim Pflanzenschutz im Garten aber bekanntlich so gut es geht auf ökologische Lösungen setzen. Diese bieten sich im Mai auch reichlich. Beispielsweise schlüpfen im Mai die Larven des Marienkäfers und die haben einen unstillbaren Hunger. Wer sich eine kleine Marienkäfer- oder Marienkäferlarven-Kolonie zulegt, der kann seine Gartenpflanzen effektiv vor Schädlingsbefall schützen.

Darüber hinaus macht sich ab Mai auch die Brennnessel vermehrt in Wald und Auen breit. Aus ihr kann man einen hervorragenden Brennnesselsud herstellen, der als eines der besten natürlichen Pflanzenschutzmittel gilt. Suchen Sie beim Ausgeben des Suds dann auch insbesondere Kräuterpflanzen und Gemüse nach möglichen Raupen ab und jäten Sie bei Bedarf Unkraut. Das ist wichtig, um Nutzpflanzen im Sommer einen ungestörten Wuchs zu garantieren.

Weitere ökologische Vorkehrungen zum Pflanzenschutz können während der Gartenarbeit im Mai das Aufstellen von Schneckenzäunen und die Anbringung von Gelbtafeln gegen fliegende Schädlinge sein. Wer im Frühling außerdem Vogelhäuschen als Nisthilfen für Gartenvögel aufstellt, kann auch auf sie als nützliche Gartenhelfer zur Schädlingsbekämpfung vertrauen.

 

Taubnessel, Marienkäfer
Marienkäfer sind im Mai die ideale Lösung für ökologische Schädlingsbekämpfung im Garten | © Das Grüne Archiv

Obstgehölze pflegen

Während der Blütezeit im Frühling zeigt sich bei Obstgehölzen oft, welche Triebe blühfaul und deshalb weniger ertragreich geworden sind. Die Gartenarbeit im Frühling dient deshalb auch oft dazu, um den Ernteertrag von Obstbäumen und Obststräuchern durch gezielte Schnittmaßnahmen zu optimieren. Im Mai kann man hier zum Beispiel Obstbäume veredeln oder Beerensträucher zurückschneiden.

Wichtig: Der Schnitt sollte sehr vorsichtig erfolgen und nicht zu radikal ausfallen. Ansonsten könnte es passieren, dass eine Ernte ausbleibt.

 

Rasen mähen

Für ein ökologisches Rasenmähen empfiehlt es sich, den Rasen nicht allzu oft im Jahr zu kürzen. Im Mai kann man ein alljährliches Mähen aber schon einmal durchführen. Das ist insbesondere dann ratsam, wenn im Frühommer kahle Stellen nachgesäht werden sollen.

Wer dekorative Blumen im Rasen stehen lassen möchte, sollte darauf achten, die Schnitthöhe nicht zu niedrig anzusetzen. So bleiben niedrigwüchsige Blumen wie Gänseblümchen verschont.

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