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Zitrone, Zitronenbaum, Citrus x limon

Zitrone – Wirkung, Nährwerte und Kultur

Die Zitrone (Citrus x limon) ist einer der bekanntesten und am häufigsten gekauften Vertreter der Zitruspflanzen. Und das, obwohl sie eigentlich keine Wildform der Zitrusfrüchte ist. Das tut ihrem Gesundheitswert aber keinen Abbruch.

Im Gegenteil, ist die Zitrone eine der kostbarsten heilpflanzlichen Arten der Gattung Citrus. Dabei fragen sich viele, ob man auch in gemäßigten Breitengraden erfolgreich Zitronen pflanzen kann. Die Antwort: Ja, aber nicht im Freiland.

Steckbrief zur Zitrone

Leaf Divider

  • Wissenschaftlicher Name: Citrus x limon
  • Herkunft: Asien
  • Wuchshöhe: 1,5 bis 6 m
  • Blütezeit: März bis Mai
  • Blüten: weiße Radblüten
  • Frucht: gelbe Panzerbeeren
  • Blätter: ovale bis lanzettliche Blattspreiten
  • Lichtverhältnisse: sonnig bis vollsonnig
  • Wasserbedarf: mäßig
  • Boden: sandig-lehmig
  • Boden-pH-Wert: schwach sauer
  • Winterhärte: nicht winterhart
  • Verwendung: Obstgehölz, Heilpflanze, Duftpflanze, Gewürz
  • Wirkung: adstringierend, antimikrobiell, antioxidativ, entgiftend, entzündungshemmend, immunstärkend

 

Kulturgeschichte der Zitrone

Citrus x limon ist eine Hybridkreuzung aus zwei anderen Arten der Zitrusfrüchte und im Grunde ein direkter Abkömmling der Orange, beziehungsweise deren Urform. Denn sie entstand einst durch Kreuzung aus der Bitterorange (Citrus aurantium) und der Zitronatzitrone (Citrus medica).

Aus der natürlichen Kreuzung dieser beiden Zitrusarten ging eine ovale, leuchtend gelbe Frucht hervor, die die besten Eigenschaften beider Elternarten vereint: die Säure und den saftigen Innenfruchtteil der Bitterorange sowie die dicke Schale und den aromatischen Duft der Zitronatzitrone.

Nicht zu verwechseln ist Citrus limon dabei mit der Pampelmuse. Diese wird gerne als große Zitrone bezeichnet, ist aber keine Variante, sondern eine eigenständige Zitrusart.

 

Eine Südfrucht aus Fernost

Die genaue geografische Herkunft der Zitrone ist noch nicht abschließend geklärt, doch die meisten botanischen und genetischen Studien legen nahe, dass die Kreuzung schon relativ früh in Südostasien stattfand, wahrscheinlich in der Region, die heute das nördliche Indien und das angrenzende Myanmar umfasst.

Wenngleich man Zitronen gerne als Südfrüchte bezeichnet, stammen sie also streng genommen aus Ost- bzw. Südostasien. Archäologische und literarische Belege deuten darauf hin, dass die Zitrone dort seit mindestens 2.000 Jahren kultiviert wird.

Die frühesten schriftlichen Erwähnungen der Zitrone finden sich in indischen und chinesischen Schriften. Bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. wird sie in indischen Texten als Nimbu oder Nimbuka beschrieben.

Alexander der Große soll die Frucht im Zuge seiner Eroberungszüge nach Europa gebracht haben. In römischen Schriften des 1. Jahrhunderts n. Chr. wird die Zitrone schließlich als Luxusfrucht unter den Obstpflanzen erwähnt, die schon damals wegen ihres exotischen Aussehens und ihres Duftes geschätzt wurde.

 

Zitrone, Zitronenbaum, Citrus x limon
Eine echte Luxusfrucht: Die Zitrone fasziniert nicht nur durch ihre goldgelbe Färbung und ihre ovale Form, sie war bereits in der Antike auch bares Gold wert.

Von Zitrusfrucht und Zedernapfel

Im Mittelalter verbreitete sich die Zitrone weiter nach Westen. Das hauptsächlich durch arabische Händler. Der ursprüngliche Name von Citrus x limon, Nimbu, wandelte sich während dieser Zeit über das Persische limu ins Arabische laimun oder limun.

Durch den arabischen Einfluss und den Kontakt mit dem Römischen Reich kam das Wort als „limon“ ins mittelalterliche Latein. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass der fachbotanische Name Citrus x limon gerne zu Verwechslungen mit der auch als kleine Limone bekannten Limette führt. Diese ist im Unterschied zur Zitrone aber deutlich kleiner, eher rundlich und grün.

Etwa zeitgleich zum Begriff limon etablierte sich auch der Name citrus für die Urform der Zitronatzitrone im Lateinischen. Er leitet sich vermutlich vom altgriechischen Wort kédros ab, welches ursprünglich den Zedernbaum bezeichnete, bevor es auf Zitrusbäume übertragen wurde.

Die Früchte der Zitronatzitrone hießen im Griechischen dementsprechend auch kedrómēlon, was übersetzt „Zedernapfel“ bedeutet. Daraus entstand im 16. Jahrhunder schließlich das Wort Citrusapfel für die Früchte von Zitruspflanzen.

Wissenswertes: Entgegen der veralteten Bezeichnung der Zitrusfrucht als Zitrusapfel, handelt es sich bei ihr eigentlich um eine Panzerbeere (Hesperidium). Zitrusfrüchte gehören also zu den Beerenfrüchten.

 

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Man mag es ihr nicht sofort ansehen, doch die Zitrone ist eigentlich eine Beere | © Das Grüne Archiv

Nährwerte und Inhaltsstoffe

Sauer macht nicht nur lustig, sondern im Falle der Zitrone auch gesund. Als Nahrungsmittel ist die gelbe Panzerbeere allen voran für ihren hohen Gehalt an Vitamin C von bis zu 51 mg berühmt. Doch in der Zitrusfrucht steckt noch mehr.

Zum Beispiel prädestiniert ihr geringer Kalorien- und dafür umso größerer Wasseranteil die Zitrusbeere  für eine Anwendung zur Entschlackung. Als Bestandteil einer Detox-Kur ist sie deshalb längst kein Geheimtipp mehr. Gleiches gilt für die Nutzung im Rahmen gesunder Diäten. Hier die Nährwerte im Überblick:

NährwertGehalt pro 100 g
Kalorien
Eiweiß
Kohlenhydrate
Fett
Ballaststoffe
Wasser
162 KJ / 39 kcal
1,1 g
9,3 g
0,3 g
2,8 g
89 %
Mineralstoffe:

Calcium
Chlorid
Eisen
Fluorid
Jod
Kalium
Kupfer
Magnesium
Mangan
Natrium
Phosphor
Schwefel
Zink


11 mg
5 mg
0,5 mg
10 μg
2 μg
170 mg
0,1 mg
28 mg
0,1 mg
5 mg
16 mg
12 mg
0,1 mg
Vitamine:

Vitamin B1
Vitamin B2
Vitamin B6
Vitamin C
Vitamin E


50 μg
20 μg
60 μg
51 mg
0,4 mg

 

Medizinische Wirkstoffe in Citrus x limon

Von ihren herkömmlichen Nährstoffen einmal abgesehen, ist die Zitrone auch ein wahres Kraftpaket an medizinisch relevanten Inhaltsstoffen. Allein der hohe Vitamin-C-Gehalt stärkt das Immunsystem, fördert die Wundheilung und verbessert die Hautgesundheit.

In der Frucht enthaltene Flavonoide wie Hesperidin haben laut einer spanischen Studie antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften.1Silvia Tejada, Samuel Pinya, Miquel Martorell, Xavier Capó, Josep A Tur, Antoni Pons, Antoni Sureda: Potential Anti-inflammatory Effects of Hesperidin from the Genus Citrus; in: Current Medicinal Chemistry, Volume 25, Issue 37, 2018; PMID: 28721824 PubMed Des Weiteren ist Citrus x Limon für ihre stark desinfizierenden Qualitäten bekannt.

Eine tunesische Studie verweist hier auf die antmikrobielle Wirkung des ätherischen Öls von Citrus x limon.2Anis Ben Hsouna, Nihed Ben Halima, Slim Smaoui, Naceur Hamdi: Citrus lemon essential oil: chemical composition, antioxidant and antimicrobial activities with its preservative effect against Listeria monocytogenes inoculated in minced beef meat; in: Lipids in Health and Disease, Volume 16, Issue 1, 2017; PMID: 28774297 PubMed Central Ferner gibt die Studie Aufschluss über weitere wichtige Inhaltsstoffe der Zitrusfrucht, darunter β-Pinen und Limonen, die in der Frucht besonders dominant zu sein scheinen. Insgesamt lassen sich folgende Inhaltsstoffe für Citrus x limon festhalten:

  • Acetatgeranyl
  • Acetatneryl
  • Beta-Carotin
  • Cineol
  • Citral
  • Citronensäure
  • Farnesol
  • Limonen
  • Linalool
  • Linalylacetat
  • Myrcene
  • Nerolidol
  • Pektin
  • Pinen
  • Sabinen
  • Terpineol
  • Vitamin C

 

Zitrone, Zitronen, Zitronensäure
Citronensäure ist sowohl in der Küche als auch in der Medizin und Kosmetik äußerst wertvoll | © Das Grüne Archiv

Mit Zitronen gesund Abnehmen

Gerade die Wirkung von Citronensäure als Antioxidans ist hier für die Entschlackung des Körpers und somit fürs Abnehmen sehr interessant. Limonen, ein Terpen im ätherischen Öl der Zitronenschale wichtiger Aromastoff in Zitrusfrüchten, hat zudem einen verdauungsfördernden Effekt.

Sowohl Limonen als auch Citronensäure können demnach bei der Gewichtsreduktion unterstützend wirken, indem sie die Verdauung anregen und den Stoffwechsel verbessern. Zudem hilft der Zitronensaft dabei, den Körper zu entgiften und den pH-Wert des Körpers zu regulieren. Selbst Nierensteine kann die Citronensäure verhindern, indem sie die Kristallisation von Kalziumoxalat hemmt.

 

Zitronen in der Küche, Kosmetik und Medizin

Die Zitrusfrucht ist nicht nur ein kulinarischer Star, sondern auch ein wertvoller Helfer in der Gesundheits- und Schönheitspflege sowie im Haushalt. Ihre vielseitigen Anwendungen und gesundheitlichen Vorteile machen sie zu einem unverzichtbaren Bestandteil des täglichen Lebens. Ein wahres Superfood also, möchte man meinen.

 

Zitronat, Zitruszesten und Citronensäure

Zitronen spielen in der Ernährung eine vielseitige Rolle. Unabdingbar ist ihr säuerlicher und erfrischender Geschmack als Gewürz zum Beispiel in zahlreichen Säften und Siruparten wie dem Zitronensirup und natürlich den nach ihnen benannten Limonaden. Als wichtigste Zutat gilt hier die aus der Zitrusfrucht gepresste Citronensäure.

Auch Fruchtdesserts und Süßgebäck kommen ohne das markante Zitrusaroma nicht aus. Neben Citronensäure verwendet man speziell in Gebäck wie Früchtebrot, Stollen oder Lebkuchen auch gerne kandierte Zitronenschale, das sogenannte Zitronat.

Eine besondere Rolle spielen Zitronen zudem bei der Herstellung von süßem Eingemachten. Per Definition der Konfitürenverordnung (KonfV) muss handelsübliche Marmelade nämlich einen gesetzlich vorgeschriebenen Anteil an Zitrusfrüchten von mindestens 200 g pro 1.000 g enthalten.

Die Regelung rührt daher, dass traditionelle Marmelade früher in erster Linie aus Orangen und Zitronen hergestellt wurde. Dementsprechend ist die Marmeladenrezeptur und auch die Handelsbezeichnung von Marmelade geschützt.

Sogar manche herzhaften Mahlzeiten wie Fischgerichte oder Salatbeilagen kommen ohne das markante Zitrusaroma oft nicht aus. In allen genannten Fällen dient die Citronensäure sowohl als Geschmacksgeber, als auch Konservierungsmittel.

 

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Von der Sonne geküsst: Zitronensirup | © Das Grüne Archiv

Anwendung im medizinischen Bereich

Zitronen haben in der traditionellen Medizin eine lange Geschichte. Sie werden oft zur Behandlung von Erkältungen, Halsschmerzen und Entzündungen verwendet. Ein beliebtes Hausmittel gegen Erkältung ist beispielsweise Heiße Zitrone, wobei es sich im Grunde um heißes Wasser mit Zitrusextrakt handelt.

Ebenfalls gebräuchlich ist eine Anwendung des ätherischen Zitronenöls als Duftöl in der Aromatherapie. Die antimikrobiellen Eigenschaften der Duftpflanze können ferner bei der Behandlung von Hautinfektionen und kleinen Wunden hilfreich sein. Denn Citronensäure wirkt höchst desinfizierend, was den Ölextrakt neben der medizinischen Anwendung auch in der Kosmetik und im Haushalt von Bedeutung ist.

 

Anwendung im kosmetischen Bereich

Zitronensaft findet ähnlich wie der Saft der Grapefruit häufig Anwendung in der Kosmetik und hier insbesondere in der Hautpflege. Dank ihrer adstringierenden Eigenschaften kann die im Saft enthaltene Citronensäure die Haut porentief reinigen.

Laut einer koreanischen Studie des Cosmetic des R&D Centers an der Seoul National University of Science and Technology kann Citronensäure sogar bei der Behandlung von Akne helfen.3J Y Bae, S N Park: Evaluation of anti-microbial activities of ZnO, citric acid and a mixture of both against Propionibacterium acnes; in: International Journal of Cosmetic Science, Volume 38, Issue 6, 2016; PMID: 26940755 PubMed Die Pflanzensäure bietet sich also sehr für die Pflege unreiner Haut an.

Darüber hinaus reduziert Citronensäure überschüssiges Öl auf der Haut, verkleinert die Hautporen und spendet Feuchtigkeit. Wohlbekannt sind dabei reinigende und hautklärende Kosmetikprodukte aus der Gesichtspflege wie Zitronen-Peeling, Toner und Feuchtigkeitscreme mit Citronensäure.

Als natürliches Bleichmittel wird Citronensäure ergänzend oft in der Haarpflege verwendet, etwa um das Haar aufzuhellen und ihm Glanz zu verleihen. Zusetzen kann man es in dieser Funktion zum Beispiel DIY-Rezepten für Haarmasken und Conditioner.

 

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Der Klassiker aus der Gesichtspflege: Zitronen-Salz-Peeling | © Das Grüne Archiv

Anwendung im Haushalt

Die Anwendungsmöglichkeiten der Zitrone im Haushalt sind nahezu unbegrenzt. Ihr Saft ist ein effektives und natürliches Reinigungsmittel. Er kann verwendet werden, um Fett und Schmutz zu entfernen, Kalkablagerungen zu lösen und Oberflächen zu desinfizieren.

Ferner kann Zitronensaft auch unangenehme Gerüche neutralisieren, weshalb er oft in DIY-Lufterfrischern und Müllentsorgern verwendet wird.

Zitronenabrieb der Fruchtschale ist ebenfalls nützlich. Er lässt sich trocknen und mahlen, um ein aromatisches Pulver herzustellen. Dieses lässt sich in dann bspw. in Reinigungsmitteln oder zur Herstellung von Gewürzsalz oder Badesalz verwenden.

Tipp: Der Zitrusabrieb eignet sich im Haushalt auch hervorragend zum Abschrecken von Schädlingen wie Ameisen und Mücken.

 

Zitronenbaum pflanzen und pflegen

 

Als Mitglied der Zitruspflanzen gehört die Zitrone zur Familie der Rautengewächse, zu denen im Übrigen auch die Skimmie und die Weinraute gehören. Im Unterschied zur winterharten Skimmie verträgt Citrus x limon als Tropenpflanze aber keine Temperaturen unter -1 °C.

Man kann den Zitronenbaum in gemäßigten Breitengraden also allenfalls als Zimmerpflanze kultivieren. Ob dieser dann auch Früchte trägt, hängt vom richtigen Standort und der richtigen Pflege ab.

Standort und Boden

Für Citrus limon ist ein heller, sonniger Standort in der Wohnung ideal. Ein Fensterplatz mit südlicher Ausrichtung ist perfekt. Im Sommer darf sie auch gerne im Freiland stehen. Da sie über die Wintermonate aber dringend ins Haus muss, ist eine Topfpflanzung am besten.

Der Boden sollte gut durchlässig sein. Eine Mischung aus Blumenerde, Sand und etwas Kompost ist empfehlenswert, um die nötige Drainage und Nährstoffversorgung zu gewährleisten.

Es gibt im Handel spezielle Zitruspflanzenerde, die optimal auf die Substratbedürfnisse der Zitrone abgestimmt ist. Der pH-Wert des Bodens sollte schwach sauer sein und zwischen 5,5 und 6,5 Punkten liegen.

Zitronenbaum umtopfen

Was die Topfgröße betrifft, sollte der Behälter ausreichend Platz für das Wurzelwachstum bieten. Ein Topf mit einem Durchmesser von mindestens 40 bis 50 cm ist für junge Bäume geeignet. Ältere, größere Bäume benötigen entsprechend größere Töpfe.

Wichtig ist, dass der Topf Drainagelöcher hat, um Staunässe zu vermeiden, die zu Wurzelfäule führen könnte. Regelmäßiges Umtopfen alle zwei bis drei Jahre, vorzugsweise im Frühjahr, fördert das gesunde Wachstum des Baumes.

Zitronenbaum gießen und düngen

Zitronenbäume benötigen gleichmäßige Feuchtigkeit, vertragen jedoch keine Staunässe. Im Sommer sollte der Baum regelmäßig gegossen werden, sodass der Boden stets feucht, aber nicht nass ist.

Es ist ratsam, erst dann wieder zu gießen, wenn die oberste Erdschicht leicht abgetrocknet ist. Während der Ruhephase im Winter sollte die Gießmenge reduziert werden, da der Baum dann weniger Wasser benötigt.

Achten Sie beim Gießen darauf, kalkarmes Wasser zu verwenden, da Zitronenbäume empfindlich auf hohe Kalkgehalte reagieren. Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser sind gut geeignet.

Eine angemessene Düngung ist vor allem während der Wachstumsperiode von Frühling bis Herbst wichtig. Ein spezieller, organischer Zitrusdünger, der alle notwendigen Nährstoffe in einem ausgewogenen Verhältnis enthält, ist ideal.

Der Dünger sollte reich an Stickstoff sein, da dieser das Blattwachstum unterstützt. Außerdem muss er ausreichend Phosphor und Kalium enthalten, um die Blüten- und Fruchtbildung zu fördern.

Erntezeit für Zitronen

Zitronen werden in der Regel im Spätherbst bis frühen Winter geerntet, wobei die genaue Erntezeit von der Sorte und den klimatischen Bedingungen abhängt. Einige Sorten können sogar mehrmals im Jahr Früchte tragen, wodurch eine ganzjährige Ernte möglich ist.

Zitronenbaum überwintern

Das Überwintern eines Zitronenbaums erfordert besondere Aufmerksamkeit, da er empfindlich gegenüber Kälte ist. Man muss ihn deshalb wie eine Zimmerpflanze überwintern. Idealerweise bekommt er in einem hellen, kühlen Raum überwintert werden.

Die Temperatur am Winterstandort sollte zwischen 5 und 10 °C liegen. Zu warme Bedingungen während der Winterruhe können zu einem schwachen, spindeligen Wuchs führen.

Stellen Sie den Baum an einen Ort mit viel natürlichem Licht, beispielsweise in ein unbeheiztes Treppenhaus, einen Wintergarten oder ein kühles Gewächshaus. Wenn nicht genügend natürliches Licht vorhanden ist, kann die Verwendung von Pflanzenlampen helfen, die nötige Lichtmenge zu gewährleisten.

Darüber hinaus sollte die Luftfeuchtigkeit nicht zu niedrig sein, um Blattverlust zu vermeiden. Gelegentliches Besprühen der Blätter mit Wasser kann helfen, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.

Während der Wintermonate sollte die Gießmenge reduziert werden. Gießen Sie nur so viel, dass der Wurzelballen leicht feucht bleibt, aber vermeiden Sie Staunässe. Dünger ist im Winter nicht erforderlich, da der Baum in dieser Zeit in einer Ruhephase ist und kaum Nährstoffe aufnimmt.

Ein allmähliches Anpassen an die wärmeren Temperaturen und die gesteigerte Lichtintensität im Frühling ist nach der Winterruhe wichtig, um den Citrus x limon nicht zu stressen. Stellen Sie den Baum nach den letzten Frostgefahren wieder ins Freie und erhöhen Sie die Wassergaben entsprechend.

Zitronenbaum
Für eine gute Entwicklung benötigen Zitronen vor allem viel Licht und Wärme.

Interessante Sorten der Citrus x limon

Es gibt weltweit über 50 bekannte Sorten von Citrus x limon. Diese umfassen sowohl die allgemein bekannten kommerziellen Sorten als auch viele regionale und weniger verbreitete Varianten. Die Zitronensorten unterscheiden sich in Geschmack, Größe, Form und Nutzung. Hier eine Übersicht zu den wichtigsten Sorten:

  • ‚Eureka‘: Eine der am häufigsten angebauten Sorten, das ganze Jahr über tragend. Die ‚Eureka‘ besitzt eine dünne Schale, ist saftreich und leicht säuerlich. Sie gilt als ideal für den frischen Verzehr und die Saftproduktion. Es gibt eine grün-gelb panaschierte ‚Eureka Rosa‘ mit rosarotem Fruchtfleisch.
  • ‚Femminello‘: Eine italienische Sorte mit mehreren Unterarten. ‚Femminello‘ besitzt einen hohen Saft- und Ölgehalt und schmeckt intensiv aromatisch. Sie ist beliebt für die Gewinnung ätherischer Öle und zur Limoncello-Produktion.
  • ‚Lisbon‘: Die ‚Lisbon‘ ist sehr widerstandsfähig gegenüber Wetterbedingungen. Sie besitzt eine dickere Schale, einen hohen Säuregehalt und bietet sich hervorragend für kulinarische Zwecke wie die Saftherstellung an.
  • ‚Meyer‘: Eine Kreuzung aus Zitrone und Orange. ‚Meyer‘ ist für eine dünne Schale, mildere Säure und ein leicht süßliches Aroma bekannt. Die Sorte eignet sich deshalb gut für Süßgebäck und Fruchtdesserts.
  • ‚Primofiori‘: Diese Sorte wird häufig in Spanien angebaut und ist bekannt für eine frühe Ernte. Dank ihrer dünnen Schale besitzt sie einen hohen Fruchtfleischanteil und ist sehr saftig. Ideal für die Herstellung von frischem Saft also.
  • Sfusato Amalfitano‘: Eine aus dem italienischen Amalfi stammende Sorte. Sie hat einen sehr geringen Säuregehalt und wird gerne für die Herstellung von Limoncello genutzt.
  • ‚Verna‘: Eine weitere Sorte mit Kulturschwerpunkt in Spanien, allerdings mit späterem Erntezeitpunkt. ‚Verna‘ ist größer und dicker als ‚Primofiori‘, besitzt aber ebenfalls einen hohen Saftgehalt. Sie wird gerne für den Frischverzehr verwendet.
  • ‚Villafranca‘: Diese Sorte ist der Eureka ähnlich und besitzt eine dicke Schale. ‚Villafrance schmeckt intensiv säuerlich und wird hauptsächlich für die Konservierung verwendet.

 

Weitere Sorteninfos bietet unser Spezialbeitrag zu Zitrusfrüchten.

Mögliche Krankheiten und Schädlinge

Zitronenbäume sind anfällig für verschiedene Krankheiten und Schädlinge, die ihre Gesundheit und Produktivität beeinträchtigen können. Zu den häufigsten Problemen gehört der Zitrus-Krebs, eine bakterielle Infektion, die Blätter, Zweige und Früchte mit krebsartigen Läsionen befällt.

Auch Rußtaubefall, verursacht durch Pilze, die auf dem von Insekten hinterlassenen Honigtau wachsen, wird häufiger an dem Obstgehölz beobachtet. Dieser Rußschimmel kann die Photosynthese behindern.

Auch von Schädlingen wie Blattläusen, Spinnmilben und Zitrusblattminierern wird die Pflanze oft befallen. Blattläuse saugen den Pflanzensaft und schwächen den Baum, während Spinnmilben gelbe Flecken und Blattverlust verursachen. Zitrusblattminierer graben Gänge in die Blätter, was das Wachstum hemmt und die Widerstandskraft des Baumes verringert.

Ebenfalls bekannt ist der Zitrus-Psyllid. Der Überträger der tödlichen Huanglongbing (HLB) oder Zitrusgreening-Krankheit, stellt eine erhebliche Bedrohung dar.

Vorbeugende Maßnahmen und regelmäßige Kontrollen sind entscheidend, um Citrus x limon gesund zu halten. Biologische Schädlingsbekämpfung, fungizide Sprays und die Förderung guter Belüftung durch richtigen Schnitt können helfen, die Ausbreitung dieser Probleme zu minimieren.

 

FAQs zur Zitrone

Was zeichnet die Zitrone aus und wie unterscheidet sie sich von anderen Zitrusfrüchten?

Die Zitrone ist eine gelbe, ovale Frucht mit saurem Saft und aromatischer Schale. Sie unterscheidet sich von anderen Zitrusfrüchten durch ihren hohen Gehalt an Zitronensäure, der ihr den charakteristischen sauren Geschmack verleiht. Im Vergleich zu Orangen und Limetten ist die Zitrone größer und hat eine dickere Schale.

Welche gesundheitlichen Vorteile bietet der Verzehr von Zitronen?

Zitronen sind reich an Vitamin C, das das Immunsystem stärkt und die Hautgesundheit fördert. Sie enthalten auch Antioxidantien, die entzündungshemmend wirken, sowie Ballaststoffe, die die Verdauung unterstützen. Zitronensaft kann zudem den pH-Wert des Körpers ausgleichen und die Nierenfunktion verbessern.

Wie kann man Zitronen am besten lagern und ihre Haltbarkeit verlängern?

Lagern Sie Zitronen bei Raumtemperatur für etwa eine Woche oder im Kühlschrank in einem Plastikbeutel, um ihre Frische bis zu vier Wochen zu erhalten. Für eine längere Haltbarkeit können Sie den Saft auspressen und einfrieren oder die Schale trocknen und als Zesten verwenden.

Wie verwendet man Zitronen in der Küche?

Zitronen sind vielseitig und werden in Salatdressings, Marinaden, Backwaren und Desserts verwendet. Ihr Saft verleiht Gerichten wie Fisch, Hühnchen und Gemüse eine frische Säure, während die Schale (Zesten) intensiv aromatische Öle enthält, die Backwaren und Getränke verfeinern.

Welche Sorten von Zitronen gibt es und welche eignen sich am besten zum Kochen?

Zu den bekanntesten Sorten gehören die Eureka- und die Lissabon-Zitrone, die sich beide durch ihren saftigen und säuerlichen Geschmack auszeichnen. Meyer-Zitronen sind eine mildere und süßere Variante, ideal für Desserts und Limonaden. Jede Sorte hat ihre einzigartigen Eigenschaften und Verwendungszwecke, je nach Geschmacksvorlieben.

Studienbelege:

  • 1
    Silvia Tejada, Samuel Pinya, Miquel Martorell, Xavier Capó, Josep A Tur, Antoni Pons, Antoni Sureda: Potential Anti-inflammatory Effects of Hesperidin from the Genus Citrus; in: Current Medicinal Chemistry, Volume 25, Issue 37, 2018; PMID: 28721824 PubMed
  • 2
    Anis Ben Hsouna, Nihed Ben Halima, Slim Smaoui, Naceur Hamdi: Citrus lemon essential oil: chemical composition, antioxidant and antimicrobial activities with its preservative effect against Listeria monocytogenes inoculated in minced beef meat; in: Lipids in Health and Disease, Volume 16, Issue 1, 2017; PMID: 28774297 PubMed Central
  • 3
    J Y Bae, S N Park: Evaluation of anti-microbial activities of ZnO, citric acid and a mixture of both against Propionibacterium acnes; in: International Journal of Cosmetic Science, Volume 38, Issue 6, 2016; PMID: 26940755 PubMed

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