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Bäume

Ein großer Baumhain säumt den Archivkorridor, dessen Schriften die majestätischen Größen unter den Gehölzen behandeln: Bäume. Die Regale sind aus dem feinsten Holz gefertigt und offenbaren die gestalterische Kraft, die den arborischen Riesen inne wohnt. Für Baumliebhaber empfiehlt sich in diesem Bereich des Archivs insbesondere die Einstiegslektüre zum Thema Bäume. Sie ist kaum zu übersehen, liegt sie doch aufgeschlagen auf einem hölzernen Podest, das aus einem alten Baumstumpf gefertigt scheint. Der Index enthält folgenden Wortlaut:

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„Nichts ist für mich mehr Abbild der Welt und des Lebens als der Baum.
Vor ihm würde ich täglich nachdenken, vor ihm und über ihn…“

– Christian Morgenstern, deutscher Schriftsteller –


SchenkEinBaeumchen

Die Welt der Bäume

Eine Fibel zur Baumkultur

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Bäume: Wuchsformen und Standortansprüche

Laubbäume und Nadelbäume | Obstbäume | Zierbäume | Bonsaibäume

Hecken- und Alleebäume | Bäume in der Gartengestaltung

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In den Regalreihen findest du außerdem ausführliche Kulturratgeber zu jeder einzelnen Baumart:

 

Laubbäume

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Nadelbäume

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Obstbäume

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Bonsaibäume

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Bäume: Wuchsformen und Standortansprüche

Mit ihrem imposanten und bisweilen sehr individuellen Erscheinungsbild beflügeln Bäume die Fantasie des Menschen schon seit tausenden von Jahren. Mythen und Sagen zur Entstehung der Welt werden über alle Kulturkreise hinweg immer wieder mit dem Bildnis eines riesigen Urbaumes in Verbindung gebracht.

Man denke nur an Yggdrasil, den Weltenbaum aus der nordischen Mythologie. Je nach Autor soll er entweder eine Esche oder Eiche gewesen sein. Beide Bäume sind für ihren herrschaftlichen Wuchs bekannt und werden wie die meisten Bäume zwischen 300 und 1.500 Jahren alt. Kein Wunder ist es da, dass Bäume gerne als Wächter der Zeit, des Lebens und der Geschichte porträtiert werden.

 

Bäume, Eiche, Holz, Eichenholz, Cadzow Oaks, Chatelherault, Schottland
800 Jahre altes Eichenholz | © Das Grüne Archiv

Auch die Gartengestaltung kann auf den arborischen Schöpfergeist nicht verzichten. Mit Blick auf grundlegende Standortansprüche der Bäume muss hier aber zwischen den verschiedenen Baumarten unterschieden werden. Dabei lässt sich ein Großteil der Gartenbäume mehr als einer Kategorie zuordnen. Eine Grundlegende Einteilung lässt sich dabei anhand der Wuchsformen von Bäumen vornehmen:

 

Baumarten nach Wurzelform

Wie alle Pflanzen haben auch Gartenbäume sehr unterschiedliche Bedürfnisse. Während manche Bäume lieber feucht stehen, mögen es andere eher trocken. Ähnlich sieht es in Sachen Lichtverhältnisse am Standort aus, gibt es unter den klassischen Bäumen für den Garten doch sowohl vehemente Sonnenanbeter als auch Schattenliebhaber. Ausschlaggebend für die Standortansprüche ist hier oftmals die Ausprägung des Wurzelwerks.

Unter den Bäumen gibt es drei verschiedene Hauptkategorien für das Wurzelsystem: Tief-, Flach- und Herzwurzler. Sowohl der Wasserbedarf, als auch die Verträglichkeit mit Nachbarpflanzen hängen sehr stark von der Beschaffenheit der Baumwurzeln ab. Aus diesem Grund, hier ein paar nützliche Details:

  • Tiefwurzler – Tiefwurzelnde Bäume wie die Eiche ziehen Nährstoffe und Wasser aus dem Erduntergrund, wodurch sie nicht nur in Sachen Bewässerung sehr genügsam sind, sondern auch Nachbargewächse deutlich besser vertragen als flachwurzelnde Bäume.
  • Flachwurzler – Flachwurzelnde Bäume, z.B. Birken und Fichten, breiten ihre Wurzeln in einem sehr breiten und flachen Radius um den Stamm aus und vertragen Wurzelkonkurrenz demnach nur bedingt. Ebenso sind Flachwurzler oftmals auf eine intensivere Bewässerung und besonderen Windschutz angewiesen, sofern ihre Wurzeln nicht ausreichend tief im Boden verankert sind.
  • Herzwurzler – Bäume mit Herzwurzel verzweigen sich unterirdisch sehr üppig. Ihre Wurzeln sind in Größe und Tiefe sehr unterschiedlich ausgeprägt, wobei manche nur in der Erdoberschicht, andere aber selbst in tiefer gelegenen Erdschichten zu finden sind. In Sachen Bewässerung varriert der Gießaufwand im Garten von gering bis anspruchsvoll. Beispiele für Gartenbäume mit Herzwurzelsystem sind Ahorn und Buche.

 

Bäume, Wurzeln, Flachwurzler
Flachwurzeln der Buche | © Das Grüne Archiv

Baumarten nach Kronenform

Ebenfalls differenziert werden muss bei Bäumen für den Garten nach der Form ihrer Krone. Sie entscheidet zum einen darüber, wie oft ein Baum geschnitten oder ausgelichtet werden muss. Zum anderen ist die Baumkrone ein wichtiger Faktor bei der Standortwahl, denn schmale Kronen benötigt logischerweise weniger Platz als sehr ausladendes Geäst. Einteilen lassen sich die möglichen Kronenformen von Gartenbäumen in drei Hauptkategorien:

  • Bäume mit säulen- und kegelförmiger Krone: Bäume, die eine Säulen- bzw. Kegelkrone besitzen (z.B. Säulenbuche oder Zypresse), wachsen gemeinhin sehr kompakt und besitzen einen eher schmalen Wuchs. Sie eignen sich wunderbar als Solitäre oder Alle- und Spalierbäume für kleinere Gärten. Nachbarpflanzen lassen sich im näheren Umkreis dieser Gartenbäume meist problemlos ansiedeln, da sich ihr Wurzelradius in Grenzen hält.
  • Bäume mit rundlicher Krone: Gartenbäume mit runden Kronen gibt es in sehr verschiedenen Größen und Ausführungen. Ist ihr Wuchs eher überschaubar, sind auch diese Bäume wunderbar für Alleen und Gruppenpflanzungen im Garten geeignet. Kugelkronen mit größerem Umfang legen dagegen häufig Standorte mit mehr Freiraum nahe, womit Pflanzungen in Hauswand- oder Mauernähe definitiv ausscheiden. Besonders beliebte Bäume mit Kugelkrone sind diesbezüglich Kugelahorn, Platane, sowie zahlreiche Arten des Kirsch- und Apfelbaums.
  • Bäume mit hängender Krone: Ein gutes Beispiel für Bäume mit Hängekrone ist die Trauerweide. Ihre Äste reichen manchmal bis knapp über den Boden, was dem Baum sein unvergleichliches Aussehen verleiht. Im Garten sollte man bei Bäumen dieser Art allerdings darauf achten, dass die Krone nicht zu ausladend wird. Ansonsten könnte es passieren, dass Sonnenlicht nur noch spärlich durch das Geäst fällt, was die Gesundheit der Gartenbäume enorm beeinträchtigt. Ein regelmäßiger schnitt ist bei Baumarten mit hängenden Kronen demnach oftmals erforderlich.

 

Bäume, Baumwipfel, Baumkrone
ausladende Baumkrone | © Das Grüne Archiv

Baumarten nach Stammform

Kombiniert sein können besagte Kronenvarianten mit einer verschiedenen Stammformen. Auch Sie spielen in Bezug auf die Standortwahl eine wichtige Rolle, denn wie viel Platz, Wasser und Nährstoffe Gartenbäume benötigen, hängt letztendlich von der finalen Wuchshöhe, sowie dem Umfang ihres Stammes ab. Zu den gängigen Zuchtformen zählen hier:

  • Niederstamm – Niederstämme sind in den letzten Jahren immer mehr in Mode gekommen. Da der Kronenansatz hier bereits auf 80 bis 100 Zentimeter Höhe beginnt, fügen sich Gartenbäume am Niederstamm selbst in kleinere Gärten wunderbar ein und können gelegentlich sogar als Hecke, Säulen- oder Spindelbusch kultiviert werden. Gerade Obstbäume werden inzwischen immer häufiger mit dieser Stammform angeboten, damit auch Kleingartenbesitzer nicht auf die Ernte köstlicher Baumfrüchte verzichten müssen. Natürlich wachsende Bäume am Niederstamm zählen ähnlich wie viele Halbstammgehölze zu den Strauchbäumen.
  • Halbstamm – Liegt der Baumkronenansatz nur in 100 bis 180 Zentimeter Höhe, so sprechen Gärtner von einem Baum mit Halbstamm. Bäume dieser Größe sind meist beliebte Zier- und Alleebäume, da sie nicht zu hoch, aber auch nicht zu niedrig wachsen und sich darüber hinaus wunderbar in die gewünschte Form bringen lassen. Viele Bäume am Halbstamm sind auch als Strauchbäume bekannt, weil sie sich in ihrem Wuchs bzw. ihrer Wuchshöhe weder zu den Bäumen noch zu den Sträuchern klar abgrenzen lassen.
  • Hochstamm – Von Hochstämmen ist bei Bäumen immer dann die Rede, wenn der Kronenansatz mindestens 180 bis 200 Zentimeter über dem Boden liegt. Es handelt sich hierbei also um die natürliche Stammform der meisten Großbäume, die gerne als Hausbaum oder eindrucksvoller Solitär gepflanzt werden.

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Bäume, Hochstamm, Teak, Teakbaum, Teakholz
Der schlanke, säulenförmige Hochstamm junger Teakbäume (Tectona grandis) | © Das Grüne Archiv

 

 

 

Laubbäume und Nadelbäume

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Eine weitere gängige Einteilung von Bäumen ist die in Laubbäume und Nadelbäume. Diese unterscheiden sich nicht nur in ihrem Erscheinungsbild deutlich, sondern auch in ihrer regionalen Häufung sowie in ihren Standortansprüchen und Samenanlagen.

 

Laubbäume

Laubbäume sind bedecktsamige Gehölze, deren Samenanlagen in der Blüte von einem geschlossenen Fruchtblatt beziehungsweise einem Fruchtknoten bedeckt sind. Dementsprechend bringen sie nach der Blütezeit verschiedene Fruchtarten wie Stein-, Kern-, Nuss- oder Beerenfrüchte hervor. Diese sind zum Teil essbar, weshalb manche Laubbäume unverzichtbare Obstgehölze im Nutzgarten stellen.

Des weiteren fallen die oftmals sommergrünen Laubbäume durch eine große Formvielfalt ihrer Laubblätter auf. Viele bedecktsamige Bäume bringen außerdem sehr schmuckvolle Blüten hervor, deretwegen sie gerne Ziergehölze kultiviert werden. Zu den bekanntesten Laubbaumarten gehören unter anderem Ahorn, Birke, Buche, Eiche, Kastanie, Linde und Weide. Sie stellen die wichtigsten Baumarten in heimischen Laubwäldern und werden auch häufig als Hausbaum oder Alleebaum gepflanzt.

Was die Standortansprüche von Laubbäumen angeht, ist ein Mindestmaß an Licht fast immer Boraussetzung für eine erfolgreiche Kultur. Aus diesem Grund ist die Anzahl bedecktsamiger Bäume auf der sonnenreichen Südhalbkugel auch deutlich ausgeprägter. Der Großteil aller tropischen Urwaldbäume wird von Laubbäumen gestellt, die hier mit Wuchshöhen von bis zu 100 m unermüdlich dem Sonnenlicht entgegenwachsen.

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Ein Kultriese der Tropenbäume: Afrikanisches Mahagoni (Khaya senegalensis) | © Das Grüne Archiv

Gen Norden nimmt die Artenvielfalt der Laubbäume, ebenso wie ihre Wuchshöhe, hingegen deutlich ab. Dies lässt sich gerade in skandinavischen Ländern wie Schweden sehr gut beobachten. Während in Südschweden Laubbäume wie Birken noch dichte Bestände bilden, überwiegt in Regionen Nordschwedens mit Anteil am Polarkreis der Anteil von Nadelbäumen.

Während viele Laubbäume sehr lichthungrig sind, zeigen sie sich in Sachen Nährstoffbedarf relativ genügsam. Gerade im Regenwald stehen sie meist auf sehr kargem Boden, da der stete Niederschlag die Bodennährstoffe kontinuierlich auswäscht. Laub tragende Gartenbäume müssen mit Ausnahme von Obstbäumen ebenfalls nur selten gedüngt werden. Im Gegenzug benötigen die Bäume jedoch in der Regel eine gute Wasserversorgung.

 

Nadelbäume

Nadelbäume sind gemeinhin auch als Koniferen bekannt, wobei sich der Begriff von den lateinischen Worten conus für „Kegel“ oder „Zapfen“ und ferre für „tragen“ ableitet. Einige der berühmtesten „Zapfenträger“ sind hier sicherlich die Eibe, Fichte, Kiefer, Lärche, Lebensbaum, Tanne und Zypresse. Gerade kleinwüchsige Koniferen mit blickdichtem Nadelwuchs wie Eiben, Lebensbäume oder Zypressen werden dabei auch gerne als Solitär- und Heckenpflanzen kultiviert, da sie sehr schnittverträglich sind und sich deshalb leicht in Form bringen lassen.

Wie bereits angedeutet, handelt es sich bei Nadelbäumen im Gegensatz zu Laubbäumen um nacktsamige Gehölze. Ihre Samenanlagen sind folglich nicht in einen Fruchtknoten eingeschlossen und auch etwaige Fruchtblätter sind offen. Als Frucht bilden sich bei Koniferen fast ausschließlich Zapfen oder Beerenfrüchte, die für den Menschen weitestgehend ungenießbar, manchmal sogar giftig sind. Gleichzeitig gelten die nacktsamigen Anlagen der Koniferen aber auch als Urform unter den Samenpflanzen und lassen sich somit auch bei den ältesten Pflanzen der Welt, wie etwa den Farnen beobachten.

Dass Nadelbäume durch die Zeitalter hinweg selbst den unerbittlichen Kälteperioden der Eiszeit trotzten, verrät ihre Häufung in Gebieten der Nordhalbkugel. Robuste Koniferen wie die Waldkiefer gedeihen selbst in der Polarregion und nordischen Ländern wie Island oder Norwegen noch sehr üppig. Verwunderlich ist das nicht, denn Nadelbäume bevorzugen überwiegend längere Kältephasen mit Dauerfrost sowie eine geringe Sonneneinstrahlung. Sie eignen sich somit wunderbar für lichtarme und kühlere Standorte.

 

Tanne, Abies, Nordmann-Tanne, Abies nordmanniana
Nordmann-Tanne (Abies nordmanniana) in Island | © Das Grüne Archiv

Nun mögen Koniferen zeitweisen Lichtmangel und Kälte gut verschmerzen, was den Nährstoffbedarf angeht, sind sie aber äußerst anspruchsvoll. Ein Hauptgrund, weshalb Monokulturen aus Nadelbäumen für fruchtbare Böden sehr gefährlich sind. Denn die Bäume laugen den Boden rasch aus und machen ihn somit leicht unfruchtbar.

Vor allem der Bedarf an Mineralstoffen wie Eisen, Bor, Kupfer und Zink ist für die Entstehung gesunder Nadelwälder enorm wichtig und lässt sich häufig nur in mineralreichen Gebirgsregionen und auf steinigem Untergrund ausreichend decken. Gleichzeitig sorgen die herabfallenden Nadeln der Koniferen auch für eine zunehmende Bodenversauerung und die Vorliebe der Nadelbäume für saure Böden wird nur von wenigen Pflanzen geteilt.

 

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Obstbäume

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Obstgehölze wie der Apfelbaum, Kirschbaum oder Birnbaum sind in fast jedem Garten zu finden. Die wenigsten wissen jedoch, dass auch Nuss- und Olivenbäume zu den Obstbäumen gehören.

Ebenfalls unbekannt ist vielen, dass der Kirschbaum zur selben Gattung gehört wie Aprikose, Pflaume, Pfirsich, Schlehe und sogar die Mandel. Der Gattungsname lautet hier Prunus, wobei Kirschen die meisten aller Prunus-Arten stellen. Besonders beliebt sind die Süßkirsche, Sauerkirsche und die Japanisch Blütenkirsche.

 

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Japanische Blütenkirsche | © Das Grüne Archiv

Ein weiterer, bei uns fast schon in Vergessenheit geratener Obstbaum mit langer Tradition ist die Quitte, die in Deutschland noch bis vor gut 50 Jahren in fast jedem Obstgarten zu finden war. Heute entdecken Hobbygärtner den Quittenbaum neu und mit ihm zahlreiche leckere Rezepte.

Übrigens: Die Quitte gehört zusammen mit Äpfeln und den Steinfrüchten der Gattung Prunus zu den Rosengewächsen. Mit den Äpfeln verbindet Quitten dabei auch die Fruchtform. Gemeinhin auch als Scheinfrucht bekannt, handelt es sich in beiden fällen um Apfelfrüchte. Der Apfel ist demnach namensgebend für das typische Kerngehäuse der Frucht. Die Artverwandtschaft zu den Rosen erkennt man wiederum an den Blüten der Obstbäume, die alle einen radiärsymmetrischen Aufbau haben.

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Apfelblüte | © Das Grüne Archiv

Abgesehen von Nüssen und Oliven, die im Obstgarten eher eine seltene Ausnahme bilden, handelt es sich bei den gartentauglichen Baumfrüchten in erster Linie um Kern- und Steinobst. Exotische Zitrusfrüchte wie Orangen und Zitronen, ebenso wie an Bäumen wachsende Beerenfrüchte aus den Tropen (z.B. Kiwi) gedeihen im mitteleuropäischen Freiland dagegen kaum bis gar nicht und müssen zur vereinfachten Überwinterung nicht selten im Kübel gehalten werden.

Winterharte Obstbäume kann man bei uns allerdings meist sowohl am Hoch- und Halbstamm, als auch in Niederstammformen pflanzen. Ob die Gartengestaltung dabei eine Pflanzung in Einzel- oder Gruppenstellung erlaubt, hängt von der Garten- und Baumgröße ab. Ein regelmäßiger Schnitt obsttragender Bäume ist für gewöhnlich notwendig, damit die Gehölze auch nach mehreren Standjahren noch blühfreudig und ertragreich bleiben. Zur Vermehrung muss man die meisten Obstbäume veredeln. Insgesamt lassen sich in unseren Breitengraden folgende essbaren Baumfrüchte im Garten pflanzen:

  • Äpfel
  • Birnen
  • Esskastanien
  • Haselnüsse
  • Kirschen
  • Mandeln
  • Oliven
  • Pflaumen
  • Quitten
  • Walnüsse

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Zierbäume

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Gartenbäume mit Zierwert schließen Laub- und Nadelbäume gleichermaßen ein. Kennzeichnend für einen Zierbaum sind in diesem Zusammenhang zum Beispiel schmuckvolle Früchte und Blüten, wie es bei der Linde der Fall ist.

Auch originelle Blattfärbungen, Blattformen sowie ein außergewöhnlicher Blütenduft können für die Zuordnung eines Baums zu den Zierbäumen ausschlaggebend sein. Es gibt hier zahlreiche Variationen und jeder hat seine ganz eigenen Vorlieben.

Bäume, Linde
Lindenblüte | © Das Grüne Archiv

Im Garten stehen vor allem Zierbäume aus der Gruppe der Laubgehölze wie Ahorn, Birke oder Eiche häufig in Einzelstellung oder als Hausbaum. Nicht dass manche dieser Bäume schlecht mit benachbarten Pflanzen auskommen würden, doch der Zierwert großer Laubbäume kommt oft nur dann richtig zur Geltung, wenn sie als Solitär gedeihen. Dann nämlich kann sich ihre ausladende Baumkrone wunderbar und in ganzer Pracht entfalten.

Anders sieht es hingegen aus, wenn man schmuckvolle Gartenbäume in Alleen oder als Heckenspaliere arrangieren möchte. Hier wird bewusst auf eine Gruppenpflanzung der Zierbäume gesetzt, um weitläufige Gartenflächen auszuschmücken. Für diese Art der Pflanzung kommen bevorzugt kleinwüchsige Koniferen zum Einsatz, die durch den richtigen Formschnitt einen zusätzlichen Zieraspekt erhalten. Klassische Gartenbäume mit besonderem Form-, Frucht-, Blüten- oder Blattschmuck entstammen dabei unter anderem folgenden Baumarten:

  • Ahorn
  • Birke
  • Buche
  • Eiche
  • Eibe
  • Esche
  • Fichte
  • Kastanie
  • Kiefer
  • Lärche
  • Linde
  • Mispel
  • Tanne
  • Ulme
  • Weide
  • Zierkirsche
  • Zypresse

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Bonsaibäume

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Eine sehr spezielle Variante der Zierbäume ist der Bonsai. Er entsteht nicht durch natürlichen Wuchs, sondern wird durch gezieltes Schneiden und Drahten in seine finale Form gebracht. Um einen Bonsai im Garten anzusiedeln, bedarf es normalerweise einer Kultivierung in der Bonsaischale. Ab einer bestimmten Größe pflanzen manche ihren Bonsai aber auch ins Freiland aus, was jedoch mit sehr strengen Pflegemaßnahmen verbunden ist.

Zu einem Bonsaibaum formen können Sie neben herkömmlichen Arten der Gartenbäume auch einige Sträucher und Strauchbäume. Mit dem richtigen Schnitt versehen, lässt sich nämlich so mancher Strauch problemlos in das Erscheinungsbild eines Baumes kleiden.

Bonsaibäume von Grund auf selbst zu ziehen, erfordert viel Zeit, Übung und Geduld. Erfreulicher Weise gibt es heutzutage aber so manche Baumschule, die sich auf diese Kunstform der Baumkultivierung spezialisiert hat. Für die private Bonsaizucht empfohlen sind beispielsweise folgende Bäume und Sträucher:

  • Ahorn
  • Azalee
  • Blauregen
  • Buchsbaum
  • Eibe
  • Fichte
  • Ficus
  • Kiefer
  • Olive
  • Prachtglocke
  • Schlehe
  • Ulme
  • Wacholder
  • Weißdorn

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Hecken- und Alleebäume

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Sträucher sind nicht die einzigen Gehölze, mit denen sich eine Hecke ausgestalten lässt. Man denke nur an kleinwüchsige Haselbäume, die mit dem richtigen Schnitt unkompliziert in Heckenform gebracht werden können.

Um Grundstücksgrenzen botanisch abzustecken, oder weitläufigen Garten- und Parkanlagen durch die Pflanzung von Bäumen mehr Struktur zu verleihen, empfehlen sich des Weiteren Baumalleen. Hier ist es ratsam, nur auf eine Baumsorte zu setzen, von der zum Zwecke einer Allee dann mehrere Exemplare in einer Reihe gepflanzt werden. Ein besonders beliebter Alleebaum ist diesbezüglich die Pappel. Gerade ihre säulenförmigen Arten werden in ganz Europa, insbesondere aber im mediterranen Raum als formschlanke Spaliergehölze verwendet.

Bäume, Pappel
Einer der beliebtesten Alleebäume der Welt: die Pappel (Populus) | © Das Grüne Archiv

Hecken- und Alleebäume können aus Obstbäumen und Zierbäumen gleichermaßen bestehen. Auch haben Sie in Sachen Laub- und Nadelbäume freie Wahl. Wichtig ist aber, dass die finale Wuchshöhe der Bäume nicht mit der des Gartens in Konflikt gerät. Wählen Sie für Alleen in einem kleinen Garten deshalb bevorzugt Zwergsorten und schneiden Sie Hecken rechtzeitig zurück. Beliebte Hecken- und Alleebäume sind:

  • Apfelbaum
  • Europäische Eibe
  • Hainbuche
  • Haselnuss
  • Zierkirsche
  • Kugelahorn
  • Rotbuche
  • Zypresse 

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Bäume in der Gartengestaltung

Bäume nehmen im Garten eine übergeordnete Rolle ein. Da sie Wuchshöhen von bis zu 70 Metern oder mehr erreichen, überragen sie als größte Pflanzen überhaupt den Rest der Gartenbotanik deutlich. Aus diesem Grund benötigen Baumgehölze im Garten auch einen besonderen Standort, an dem sie ihr eindrucksvolles Erscheinungsbild ungestört entfalten können.

Buche, Buchenkrone, Bäume
imposante Buchenkrone | © Das Grüne Archiv

Wegen ihrer imposanten Größe dienen Bäume in der Gartengestaltung oft als zentraler Blickfang. Wie bereits erwähnt, ist hier vor allem der Hausbaum gängig. Er wird von Hobbygärtnern gerne als Solitär vor, neben oder hinter dem Haus gepflanzt und symbolisiert eine Art Schutzpatron für den eigenen Garten. Die Wahl des Hausbaums ist damit eine sehr persönliche und fällt zumeist auf eine Baumart, der sich Besitzer besonders verbunden fühlen oder die sie als besonders magisch erachten.

Zurück zu führen ist diese Tradition auf die altertümliche Überzeugung, dass Bäume in ihrem Stamm diverse Naturgeister beherbergen, die über das Wohlbefinden aller übrigen Pflanzen in ihrem Umfeld wachen. Und tatsächlich bringt die Kultivierung von Bäumen so manchen Vorteil für das heimische Grün.

So locken blühende Gartenbäume beispielsweise eine Vielzahl von Nutztieren an, die Sträucher, Stauden und Blumen vor lästigen Schädlingen bewahren. Auch spendet die ausladende Krone vieler Bäume kleineren Pflanzen an heißen Sommertagen wohltuenden Schatten und schützt die Gewächse so vor Verbrennungen und übermäßiger Wasserverdunstung. Nicht zuletzt bringen manche Gartenbäume auch schmackhafte Früchte hervor, die sich in vielfältiger Weise weiterverarbeiten lassen.

 

Kulturtipps für Bäume

Neben einer Einzelstellung von Gartenbäumen als Hausbaum oder Säulensolitär, sind in der Gartengestaltung noch andere Pflanzideen möglich. Beispielsweise lassen sich in einem großen Garten wunderschöne Baumalleen oder gar ein Arboretum anlegen. Für Nutzgärten kommen ferner ganze Nutzbaumkulturen in Frage, die beispielsweise den Ertrag eines Obstgartens deutlich erhöhen. Eine sehr besondere Form der Kultivierung ist zudem das Ziehen von Bonsaibäumen, was sich gerade in asiatischen Gartenkonzepten, wie etwa dem Japanischen Garten besonders anbietet.

Auswahl und Pflege der Bäume Egal ob Nutz- oder Ziergarten, Bäume verleihen einem Gartenkonzept stets die letzte Fußnote oder sorgen als zentraler Blickfang gar erst für Struktur in der heimischen Botanik. Auch auf die Gartengesundheit nehmen Bäume großen Einfluss, bieten sie doch zahlreichen Nützlingen Unterschlupf und kleineren Pflanzen Schutz vor extremen Wetterbedingungen. Wenigstens ein mit Liebe ausgewählter Baum sollte darum im Garten nicht fehlen.

 

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Blutpflaume (Prunus cerasifera) als Zierbaum im Garten | © Das Grüne Archiv

In Abhängigkeit von der Stammhöhe, sowie der Kronen-, und Wurzelform des Baumes, müssen Sie natürlich stets die Platzverhältnisse in Ihrem Garten im Auge behalten. Wer sich noch unsicher in Sachen ideale Baumgröße oder Baumart ist, dem empfehlen wir ein Beratungsgespräch in der Baumschule.

Bäume in ein bestehendes Gartenkonzept zu integrieren, bedarf einer guten Planung. Grundsätzlich muss bedacht werden, dass Bäume über die Jahre hinweg immer mehr Platz in Anspruch nehmen. Die finale Höhe und Breite des Gehölzes muss deshalb schon vor der Pflanzung bedacht werden.

Auch in der Pflege gibt es einiges zu beachten. Vor allem das Schneiden von Bäumen wird von vielen sehr übereifrig angegangen, was nicht selten zur Entstellung des Baumes und dessen natürlicher Wuchsform führt. Ein paar grundlegende Tipps zum Baumschnitt zu verinnerlichen, kann deshalb nicht schaden.

 

Merkliste:

  • Unterschiedliche Verwendung von Bäumen je nach Wuchshöhe
  • Laubbäume stellen zahlreiche beliebte Obstgehölze
  • Dank ihrer prächtigen Blüten haben sie zudem besonderen Zierwert
  • Auch Nadelbäume besitzen oft hohen Zierwert
  • kleine Koniferen dienen deshalb gern als Heckenpflanzen
  • für große Gärten sind Baumalleen oder ein Arboretum optimal
  • kleinere Gärten sollten auf Zwergbäume setzen
  • ein Hausbaum verleiht vielen Gartenkonzepten den letzten Schliff
  • die Standortansprüche der Gartenbäume sind je nach Art verschieden
  • Tiefwurzler vertragen Pflanznachbarschaft besser als Flachwurzler
  • Bäume werden gerne am Hoch-, Halb- und Niederstamm kultiviert
  • eine Kultivierung als Bonsai ist bei vielen Bäumen ebenfalls möglich
  • empfohlen wird, primär winterharte Bäume im Garten zu pflanzen

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Bäume von A bis Z

AB
Ahorn
Amberbaum
Apfelbaum
Aprikose
Birke
Birne
Buche
CD
Chinesisches Rotholz
Douglasie
EF
Eibe
Eiche
Erle
Esche
Eberesche (Vogelbeere)
Espe
Fichte
Föhre
GH
GinkgoHainbuche
Hopfenbuche
IJ
Indianerbanane (Paw-Paw)Japanischer Ahorn
KL
Kastanie
Kiefer
Kirschbaum
Kirschlorbeer
Kugelahorn
Lärche
Lebensbaum
Linde
MN
Maulbeerbaum
Mispel
Norfolk-Tanne
OP
Ölbaum (Olivenbaum)
Ölweide
Orangenbaum
Pappel
Pinie
Pfirsich
Pflaume
Platane
QR
QuitteReneklode
Riesenbambus
Rizinus
Robinie
ST
Sadebaum
Scheinbuche
Scheinzypresse
Schwarzdorn (Schlehe)
Südseemyrte (Manuka)
Surenbaum
Tanne
Teebaum
Thuje
UV
UlmeVogelkirsche
WX
Weide
Weißdorn
Wollemie
YZ
Zaubernuss
Zeder
Zierkirsche
Zitronenbaum
Zypresse

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